PokerStars gegen politische Reklame bei European Poker Tour Events

Olivier Busquet and David Colman

Nachdem die Poker Community T-Shirts von Olivier Busquet und Daniel Colman beim European Poker Tour €50,000 Super High Roller am Mittwoch kritisierte, hat sich PokerStars entschieden, die Regeln betreffend politischer Ansichten bei Live Events zu ändern.

"Unsere Turniere sind dazu da, um Poker und Poker-Wettbewerbe zu fördern und nicht dazu als Plattform für politische Aussagen zu dienen," so Pokerstars Head of Corporate Communications Eric Hollreiser in einer Erklärung gesendet an Robbice Strazynski von Cardplayer Lifestyle.

Die Spieler haben viele Kanäle, um ihre Ansichten über die Weltpolitik zum Ausdruck zu bringen, aber unsere Turniere sind kein geeigneter Ort dafür", setzt Hollreiser fort. "Wir werden Spielern, die politischen Aussagen jeglicher Art zeigen, den Zutritt zu verweigern."

Der Pokerraum hat beschlossen, diese Erklärung abzugeben, nachdem Busquet und Colman im Casino Barcelona am EPT Super High Roller Final Table T-Shirts mit den Aufschriften "Save Gaza" und "Save Palestine" getragen hatten.

"[Es] ist unwichtig auf welcher Seite man steht. EPTLive macht sich lächerlich wenn sie Daniel Colman und Olivier Busquet erlauben diese T-Shirts zu tragen," schrieb Strazynski bei Twitter bevor er den Artikel im CardPlayer Lifestyle mit dem Titel "There's no room for politics in poker veröffentlichte."

Laut Strazynski, der fest davon überzeugt ist, dass "Themen wie Politik und Religion unter allen Umständen am Pokertisch vermieden werden sollen", sollte jedoch ein Pokerspieler, der seine Bekanntheit nutzen möchte, um ein politisches Statement zu setzen, dies auch tun können.

Nolan Dalla gegen die Zensur: "Eine schreckliche Entscheidung"

Kurz nachdem Strazynski seinen Artikel veröffentlich hatte, entschied sich Nolan Dalla zu antworten und seine Ansichten zu diesem Fall in einem Post mit dem Titel Political censorship has no place in poker zu schreiben.

Entgegen der Auffassung von Strazynski, glaubt Dalla, dass die Initiative der beiden Spieler all diese Kritik nicht verdient hatten, noch dass Pokerstars mit einem Verbot gegen die Darstellung von politischen Aussagen reagieren hätte sollen.

"Es ist nichts Profanes oder Vulgäres an diesen Kleidungsstücken", schrieb Dalla." Ehrlich gesagt, die T-Shirts werden auf den Straßen in jeder Weltstadt nicht mal wahrgenommen."

"Ehrlich gesagt, wir brauchen mehr Politik ... überall. Wir brauchen mehr Diskussionen über Probleme und mögliche Lösungen", erklärte Dalla.

"Free Palestine oder End Apartheid oder Obama 2012 oder Tea Party 2014 oder I love Israel, oder andere politische Sprüche sollten in einer Demokratie erlaubt sein," so Dalla weiter.

"Ich habe alle diese Shirts über die Jahre in Pokerräumen gesehen. Hier einige Ratschläge - wenn Sie nicht mögen, was Sie sehen, dann wenden sich ab. Wenn Sie die Nachricht oder die Person nicht mögen, dann sprechen Sie nicht mit ihnen.

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