2013 World Series of Poker Main Event November Nine: Jay Farber

Jay Farber

Bereits im zweiten Anlauf konnte sich der 28 Jahre alte Jay Farber qualifizieren. Denn der VIP Gästebetreuer in Nachtclubs in Las Vegas, der ursprünglich aus Doylestown in Pennsylvania stammt, schaffte es bereits bei seinem zweiten WSOP Main Event an den Finaltisch. Der Pokeramateur verfehlte noch beim ersten Mal die Preisgeldränge, nun ist er einer der November Nine. Dabei ist Poker für den einstigen Wirtschaftsstudenten nicht mehr als ein Hobby, was Jay Farber wiederum gefährlich macht. Die $733.224, die ihm nun bereits sicher sind, stellen sein erstes Preisgeld überhaupt bei der WSOP dar. Auch ansonsten hat er nicht viel an Ergebnissen an den Pokertischen vorzuweisen, außer einem 12. und 14. Platz bei Events der Deep Stack Extravaganza 2010, wobei er zusammen $2.155 gewinnen konnte.

“Wie sich die Dinge im Pokern für mich entwickelt haben, ist schon lustig,” erklärte nun Farber, der das Pokerspiel von seinen Freunden lernte. “Als ich damals nach Vegas zog, wollte ich professioneller Pokerspieler werden. Ich spielte zahlreiche Cashgames – um am Ende mit einem Job in Nachtclubs dazustehen, der mich komplett in Anspruch nimmt. Nun konnte ich endlich so viel Zeit erübrigen, um das Main Event zu spielen… und nun habe ich noch das Glück, am Final Table zu sein.“

Die wenigen Kenntnisse über Farber in Sachen Poker könnten sich für den 28-jährigen im November vorteilhaft auswirken. Denn über Spieler wie JC Tran und David Benefield ist Vieles bekannt, die Suche nach Details über Farber wird schon wesentlich schwieriger. Zudem hat er auch eine gute Ausgangslage in Sachen Seat Draw, sitzen doch alle anderen Big Stacks rechts von ihm und die Short Stacks links von Farber. Dies sind die besten Voraussetzungen, um am Finaltisch zu überraschen. Dies trifft aber nicht auf bekannte Pros wie Vanessa Selbst, Ben Lamb und Chance Kornuth zu. Denn diese drei Pokerasse offenbarten sich als Anhänger von Jay Farber, haben sie den zuvor in Clubs in Las Vegas getroffenen 28-jährigen, doch in den letzten Tagen vor dem Final Table tatkräftig angefeuert.

In diesen Tagen vor dem Finale des Main Events der WSOP, war Farber der einzige der Finalisten, der bereits am ersten Tag über 100.000 Chips stehen hatte (104.400). Dieser Run ging so weiter und an Tag 5 lag Farber erstmals mit einem Average Stack im Rennen. Mit der ersten Hand an Tag 6 konnte er dann ordentlich ausbauen, kam es doch zu einem großen Pot gegen den bekannten Pokerprofi Noah Schwartz. Bei dieser Hand eröffnete Schwarz aus mittlerer Position mit 110.000 Chips, woraufhin Farber mit einer 3-Bet auf 265.000 erhöhte. Schwartz antwortete wiederum mit einer 4-Bet auf 580.000, gefolgt von der 5-Bet auf 1,29 Millionen von Farber. So kam es, wie es kommen musste, und Schwartz ging All-In, während Farber mit einem Snap-Call 3,025 Millionen Chips in die Mitte schob. Schwartz hatte {k-Hearts}{k-Clubs} zu bieten und war damit gegen {a-Hearts}{a-Spades} von Jay Farber im Nachteil. Nach dem anschließenden Board aus {10-Diamonds}{3-Diamonds}{5-Hearts}{3-Clubs}{j-Hearts} war Farber auf einem guten Wege – bis hin zum Finaltisch des WSOP Main Events 2013.

Mehr über Farber finden sie im Interview mit Sarah Grant:

Der 2013 WSOP Main Event Finaltisch startet am Montag, den 4. November um 5 p.m. Las Vegas Zeit, und sie können der Action natürlich auf PokerNews.com folgen.

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