2013 WSOP November Nine: Sylvain Loosli

In den nächsten Tagen wird PokerNews den Blick Richtung Final Table der World Series of Poker 2013 November Nine richten und die Finalteilnehmer vorstellen. Dabei werden wir uns die verbliebenen Kandidaten auf die Nachfolge von Greg Merson nach der Reihenfolge des Seat Draw vorstellen, sodass wir mit dem Spieler an Seat 1 den Anfang machen: Sylvain Loosli.

Für Loosli ist das Erreichen des Finaltisches gleichzeitig auch verbunden mit seinem ersten WSOP-Preisgeld überhaupt – das zudem recht üppig ausfallen wird. Trotzdem ist der 26-jährige Pokerprofi aus dem französischen Toulon aber kein Unbekannter an den Pokertischen. Angefangen hat die Poker-Leidenschaft bei Loosli vor einigen Jahren, als er noch die Hochschulbank drückte und sich den Wirtschaftswissenschaften verschrien hatte. Seither konnte er vor allem Online sein Pokerspiel stetig verbessern und verdiente hier über eine Million Dollar. Der Franzose ist üblicherweise bei den höheren Cashgames bis zu $25/$50 anzutreffen, während er bei Live Poker Turnieren bislang nur ein einziges vorzeigbares Resultat stehen hat: einen 24. Platz bei einem €2.000 Side Event der European Poker Tour Deauville 2011 mit einem Preisgeld von €2.350.

Mit diesen bisherigen Turnierergebnissen ist Loosli alles andere als ein Favorit am Finaltisch des WSOP Main Events, allerdings waren die Erfolge ehemaliger Main Event Champions ähnlich gelagert, wie der Blick auf einige der Main Event Sieger zeigt. Peter Eastgate und Joe Cada, die beiden Champions der Jahre 2008 und 2009, kannten selbst einige Experten nicht, bevor sie ihre Deepruns im Main Event in Las Vegas hinlegten. Im Vergleich zu den massiven Preisgeldern durch den Main Event Sieg waren ihre vorherigen Erfolge sehr bescheiden bei Live Turnieren, während sie online durchaus schon auf sich aufmerksam gemacht hatten. Ähnlich gelagert sind auch die Fälle von Jonathan Duhamel (2010), Pius Heinz (2011) und Greg Merson (2012) – sie alle waren junge aufstrebende Spieler mit ersten Erfolgen online und nur wenigen Live Poker Erfolgen. Doch am Ende standen sie alle drei ebenfalls als Main Event Champion der WSOP da.

Der Franzose Loosli wird am Final Table im November mit 19,6 Millionen Chips Platz nehmen. Dies ist nur etwas unterhalb des Durchschnitts und bedeutet Rang sechs im Chipcount. Allerdings scheint Loosli auf den ersten Blick eine ordentliche Ausgangsposition am Finaltisch zu haben, sitzen doch links von ihm mit Michiel Brummelhuis (11,275 Millionen) und Mark Newhouse (7,35 Millionen) zwei Spieler mit niedrigeren Stacks. An Seat 4 schließlich folgt Ryan Riess. Dieser hält zwar 25,875 Millionen Chips, allerdings spielte er an Tag 7 des Main Events nicht sonderlich aggressive. Zudem hat Loosli auch eine gute Position mit Blick auf JC Tran (38 Millionen) und Jay Farber (25,975 Millionen).

Wer auf der Suche nach dem vermeintlichen "Bösewicht" bei den diesjährigen November Nine ist, der dürfte am ehesten in Loosli fündig werden – wenn gleich die ganz bösen Jungs dieses Jahr nicht am Finaltisch anzutreffen sind. Am inoffiziellen Final Table mit zehn Spielern nahm der Franzose mit dunkler Sonnenbrille und der Kapuze seines Shirts über dem Kopf Platz. Dieser Look dürfte nicht jedermanns Sache sein. Auf die Frage nach seinen Erfahrungen in Sachen High Stakes Cash Games und Pokerpartien mit großen Blinds erklärte Sylvain Loosli, dass er diesbezüglich keinen Druck verspürte und vollkommen gelöst war. In Sachen seiner Strategie für das Finale erklärte Loosli, dass er gegen jeden seiner Finaltischgegner im Heads-Up bestehen könnte.

Hier ist Loosli's November Nine Interview mit Kristy Arnett:

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