Peter Zanoni greift die Casinos Austria frontal an

Zanoni Peter Pressekonferenz

Angriff ist die beste Verteidigung lautet offenbar die Devise von Concord Card Casinos Boss Peter Zanoni. Er lud heute Vormittag zu einer Pressekonferenz mit dem Titel „Missbrauch des Rechtsstaates? Das Kampfpapier der Casinos Austria: Eine Anleitung zur Willkür - ein Leitfaden zur Vernichtung der Konkurrenz".

Die Vorgeschichte ist bekannt. Mit 31. Dezember endet in Österreich die dreijährige Übergangsfrist nach deren Ablauf private Poker Casinos ihren Betrieb einstellen müssen. So sieht es die Novelle zum Österreichischen Glücksspielgesetz vor. Allerdings sollte die im Gesetz vorgesehene sogenannte Poker Lizenz längst ausgeschrieben und vergeben sein. Hier war der Gesetzgeber, ebenso wie bei der Vergabe einiger Casino Lizenzen säumig und hat daher kurzerhand die Übergangsfrist für die Vergabe dieser Casino Lizenzen verlängert. Auf Poker wurde dabei vergessen.

Kein Wunder, dass die Betreiber der privaten Poker Casinos, allen voran Peter Zanoni, schäumen. Die bereits seit Wochen geführte Auseinandersetzung rund um die Weiterführung seiner CCC Gruppe erreichte heute den Höhepunkt.

Im Zuge der Pressekonferenz präsentierte Peter Zanoni ein "Kampfpapier" der Casinos Austria, das offenbar die Ausschaltung jeglicher privater Poker Konkurrenz in Österreich sicherstellen sollte. Darin sind detaillierte Maßnahmen aufgelistet, wie dieses Ziel erreicht werden könnte.

Interessant dabei ist, dass viele jener Vorschläge sich genau in dieser Form in der Novelle des Österreichischen Glücksspielgesetzes wiederfinden. Die "aggressive Lobbying Arbeit" bei den aufgelisteten öffentlichen Stellen war offenbar erfolgreich. Gemeinsam mit seinen Anwälten erläuterte Zanoni seine Sichtweise zum Zustandekommen jener Poker Paragraphen, die nun 19 Jahre Arbeit zum Einsturz bringen könnten.

Zanoni nennt das Gesetz ein "Unternehmensschutz Sicherungsgesetz" für die Casinos Austria. Dass seine jahrzehntelange Aufbauarbeit nun damit zunichte gemacht werden soll, bezeichnet der CCC Boss als "Willkür" und Hinrichtung noch vor der Berufung."

Er wird daher in den nächsten Tagen eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft Wien einbringen und hofft auf eine Reaktion der Justiz. Sein Unternehmen sei seit 19 Jahren am Markt und habe alle Klagen bisher gewonnen. Eine vor kurzem durchgeführte Betriebsprüfung der Concord Card Casinos sei ebenfalls ohne Beanstandung zu Ende gegangen.

Entwarnung gab Zanoni für all jene, die schon das Ende von Poker in Österreich kommen gesehen haben. Die Concord Card Casinos werden auch nach dem 1. Jänner 2013 ihre Tore geöffnet haben, der Betrieb geht wie geplant weiter.

Sollte die Ausschreibung der österreichischen Pokerlizenz 2013 endlich in die Gänge kommen, werde sich das CCC selbstverständlich bewerben. Bis es soweit ist, hofft Zanoni auf eine Ermächtigung des Finanzministeriums, um seine Casinos auf sicherer rechtlicher Basis bis zur Vergabe weiterführen zu können.

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Kommentare

  • zawi zawi

    Versteh die Argumentation nicht ganz - die Casino Austria hat ja auch keine Pokerlizenz und ist auch "nur" halbstaatlich.
    Problematisch wirds eher für die Spieler wenn plötzlich die Finanzpolizei hereinstürmt, das ganze Geld beschlagnamt und sich dann die Spieler in "Einzelgesprächen" vornimmt um deren Steuerhistorie der letzten 7 Jahre zu durchleuchten ...

  • [user184227] [user184227]

    hoffe dass dann aber auch die absurde rakepolitik wieder zurückgenommen wird, weil unter den konditionen könntens auch genausogut zusperren

  • Cincinnati_Kid Cincinnati_Kid

    Wäre wirklich schade. Neben dem spärlichen deutschen Angebot die einzige Alternative und gut erreichbar per Flieger. Crying

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