Poker Jahresrückblick November 2012

Full Tilt Comeback

Im November 2012 wurde Eddy Scharf zu einer Steuernachzahlung verurteilt, Phil Ivey gründete eine Pokerschule, Full Tilt Poker feierte sein langersehntes Comeback und in Österreich brach ein Krieg über den Betrieb privater Pokercasinos los.

Eddy Scharf muss Steuern nachzahlen

Das ging schief. Eddy Scharf hat die Klage gegen seinen Steuerbescheid verloren und muss zahlen. Pokern basiert auf Können und nicht auf Glück meint das Gericht und gab dem Finanzamt recht.

Im August dieses Jahres hatte die Klage von Eddy Scharf noch für Aufsehen in der Poker Community gesorgt, schließlich argumentierte er, dass seine Erfolge zum überwiegenden Teil auf Glück beruhen würden. Das Finanzamt sah das anders und wollte Steuern kassieren. Nun ist die Klage entschieden und das Urteil wird Scharf wohl nicht gefallen.

Das Gericht schloss sich der Argumentation des Finanzamtes an und gab den Steuerbehörden recht. Die Gelder seien als gewerbliche Einkünfte zu betrachten und daher zu versteuern. Nimmt ein Spieler über einen längeren Zeitraum an namhaften Turnieren teil, so müssen Gewinne versteuert werden. Laut dem WDR Magazin Westpol geht es im Fall Scharf um eine Summe von einer halben Million Euro.

Phil Ivey gründet Pokerschule

Pünktlich zum Höhepunkt des Pokerjahres, dem Finaltisch der World Series of Poker, kam die Nachricht, dass Phil Ivey seine Zukunft neu geregelt hat. Er schließt sich keinem der großen Pokeranbieter wie PokerStars, Full Tilt, oder Party Poker an, sondern hat einen anderen Weg gewählt.

Was waren die Gründe für seinen Neuanfang? Im exklusiven Interview mit ESPN Playbook erläutert Ivey die Gründe: "Ich möchte der Welt lernen, wie man besser Poker spielt. Ständig höre ich, dass Leute gerne Poker spielen würden, aber nicht wissen, wo und wie sie beginnen sollten. Ich möchte ihnen zeigen wie man richtig Poker spielt."

Full Tilt feiert sein Comeback

So mancher in der Poker Community dachte, dieser Tag werde nie kommen. Doch am 6.11. startete Full Tilt Poker erneut mit Echtgeld Spielen.

Am 6. November um 13 Uhr mittags, als die ersten Karten gedealt wurden, fanden sich bereits 10,000 Echtgeld Spieler an den Tischen. Laut PokerScout.com katapultierte sich Full Tilt Poker sofort nach seinen Start auf Platz 2 beim Online Poker Traffic, direkt hinter seiner Schwesterseite PokerStars. FTP hatte eine Peak von 14,773 Echtgeld Cashgame Spielern am Dienstag, wie von PokerScout berichtet.

Am virtuellen Filz sah man die Full Tilt Poker Team Pros Gus Hansen und Viktor Blom. Hansen startete gleich an den $1,000/$2,000 Limit 2-7 Triple Draw Tischen. Blom, begann an einem $.50/1 Cashgame Tisch und ging dnan hoch zu $50/100 Pot Limit Omaha, wo er gegen Hansen und andere spielte.

In Österreich bricht der Pokerkrieg aus

Die Groteske rund um die neue Pokerlizenz in Österreich ist um eine Facette reicher. Schlimm genug, dass die Behörden 6 Wochen vor Ablauf der dreijährigen Übergangsfrist immer noch keine Ausschreibung veröffentlich haben, jetzt wurde auch noch vergessen die Gewerbeberechtigungen der Pokercasinos zu verlängern.

Die Serie an Pleiten, Pech und Pannen beim Thema Glücksspiel- und Pokerlizenzen in Österreich reißt nicht ab. Mit der Einführung der Novelle zum österreichischen Glücksspielgesetz wurde nicht nur die bestehenden Casino Lizenzen neu geregelt, sondern auch erstmals eine offizielle Pokerlizenz gesetzlich geschaffen.

Fast drei Jahre sind bisher vergangen, auf eine Ausschreibung dieser Pokerlizenz warten die Betreiber der österreichischen Pokercasinos bis dato vergeblich. Mit 1. Jänner 2013 sollte eigentlich der Sieger offiziell seinen Betrieb aufnehmen, doch weder die Ausschreibung, noch die Vergabe sind in Sichtweite.

CCC Inhaber Peter Zanoni zog vor den österreichischen Verfassungsgerichthof und reichte eine Beschwerde bei der EU-Kommission ein.

Name Surname
Redakteur

MEHR ARTIKEL

Weitere Artikel