Eddy Scharf muss Poker Steuern zahlen

Eddy Scharf

Das ging schief. Eddy Scharf hat die Klage gegen seinen Steuerbescheid verloren und muss zahlen. Pokern basiert auf Können und nicht auf Glück meint das Gericht und gab dem Finanzamt recht.

Im August dieses Jahres hatte die Klage von Eddy Scharf noch für Aufsehen in der Poker Community gesorgt, schließlich argumentierte er, dass seine Erfolge zum überwiegenden Teil auf Glück beruhen würden. Das Finanzamt sah das anders und wollte Steuern kassieren. Nun ist die Klage entschieden und das Urteil wird Scharf wohl nicht gefallen.

Das Gericht schloss sich der Argumentation des Finanzamtes an und gab den Steuerbehörden recht. Die Gelder seien als gewerbliche Einkünfte zu betrachten und daher zu versteuern. Nimmt ein Spieler über einen längeren Zeitraum an namhaften Turnieren teil, so müssen Gewinne versteuert werden. Laut dem WDR Magazin Westpol geht es im Fall Scharf um eine Summe von einer halben Million Euro.

Das Urteil ist zwar eine Einzelentscheidung wird, jedoch sicherlich als Basis bei weiteren gerichtlichen Auseinandersetzungen herangezogen werden. Das Gericht entschied weiters, dass eine Revision vor dem Bundesfinanzhof zulässig sei, das letzte Wort in dieser Angelegenheit ist damit wohl noch nicht gesprochen.

Andere bekannte deutsche Pokerspieler sind das Risiko einer möglichen steuerlichen Veranlagung gleich gar nicht eingegangen und haben ihre Hauptwohnsitze nach London oder Wien verlegt.

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