Vorstellung der November Nine 2011: Anton Makiievskyi

Anton Makiievskyi

Wenn Sie die Berichterstattung über das 2011 World Series of Poker Main Event verfolgt haben, entging Ihnen sicher nicht der 21-Jährige Anton Makiievskyi aus dem ukrainischen Dnipropetrousk. Der angehende Pro schlug am siebenten und achten Tag große Wellen und schaffte es in die November Nine, wo er mit 13,825,000 Chips mit dem zweitkleinsten Stack ins Rennen geht.

Im Sommer reiste der Ukrainer zum ersten Mal zu World Series of Poker nach Las Vegas und wurde zum ersten Spieler seines Landes, der es an den Final Table schaffte. Überhaupt hatten ukrainische Spieler bei der WSOP in diesem Jahr viel Erfolg. Vier von Makiievskys Landsleuten sahnten heuer Bracelets ab, er selbst jagt nun das fünfte.

Seit seinem Einzug in die November Nine reiste er viel herum, um an diversen Turnieren teilzunehmen. Er erreichte im 2011 WSOP Europe Event #4: €3,200 No-Limit Hold'em Shootout Rang 19 für €6,913. Daneben konnte er aber auch Ruhe und Entspannung finden.

PokerNews hat sich mit Makiievskyi an einen Tisch gesetzt und ihn über seine Aktivitäten seit Juli interviewt.

Auf deinem Weg an den Final Table. Kannst du dich an eine spezielle Hand erinnern, die entscheidend für deinen Lauf im Turnier war?
Da gibt es sogar zwei Hände. In der einen habe ich K-J gehalten und die wurde auch m Fernsehen gezeigt. Die beeindruckendere Hand für mich war aber, als ich eine Queen am River traf. Ich war mit einem Damen-Pärchen preflop Allin gegen {a-}{q-}. ESPN hat diese Hand sogar im TV gezeigt. Es lag ein Ass am Flop und ich traf am River meinen Ein-Outer. Es war einfach ein großartigess Gefühl, das sich gar nicht wirklich beschreiben lässt. Hätte ich nicht getroffen, wäre ich ausgeschieden gewesen.

Du sprichst die Berichterstattung auf ESPN an. Bist du glücklich damit, wie du dort portraitiert worden bist?
Ja, das war sehr schön. Ich mag, was die Kommentatoren über mich gesagt haben und die Hände, die sie gezeigt haben.

Was hast du seit der Ende der WSOP getrieben?
Ich bin ein bisschen herum gereist und habe die EPT, die WPT, die Partouche Poker Tour und die WSOP Europe gespielt. Ich kam zwar nur einmal ins Geld, aber es ging mir eher um die Reisen als ums Spielen. Ich will nun ein bisschen weniger spielen.

Als du es an den Finaltisch geschafft hattest, welche Reaktionen schlugen dir da von Familie und Freunden aus der Ukraine entgegen?
Es war sehr beeindruckend. Es gab jede Menge Gratulationen.

Wen wirst du im November nach Las Vegas zu deiner Unterstützung mitbringen?
Freunde, die Shares haben, und meine Familie. Es werden wohl so um die sieben bis zehn Freunde, meine Schwester und meine Mutter sein. Es sind auch einige dabei, die ich nicht so gut kenne, aber sie haben mir versprochen, zu meiner Unterstützung zu kommen.

Wieviel Action hast du dir behalten?
[Lacht]Ein Viertel.

Platz neun und jede Menge Geld sind dir schon sicher. Hast du dir für das Preisgeld schon etwas gegönnt?
Es wäre keine gute Entscheidung, jetzt große Anschaffungen zu tätigen, da sich meine Bankroll im November ja noch gehörig vergrößern könnte. Jetzt könnte ich mir ein günstiges Auto leisten, aber wenn ich Erster oder Zweiter werde, geht sich auch ein teurer Wagen aus. Deswegen entscheide ich erst nach dem Finaltisch darüber.

Wem außer dir räumst du die besten Chancen ein, den Titel zu gewinnen?
Ich bin mir nicht ganz sicher. Ich denke an Eoghan O’Dea, Phil Collins, Pius Heinz, and Ben Lamb, wobei Ben und Pius wohl die besten Chancen haben.

Wie sieht deine Vorbereitung auf den Finaltisch aus?
Ich habe mir einige Videos meiner Gegner angesehen und mir dazu Notizen gemacht. Es ist aber schwer, etwas herauszufinden. Wenn ich mit ihnen am Tisch sitze, geht das sicher einfacher.

Wann wirst du nach Las Vegas reisen?
Ich bin ab 2. November dort.

Was ist dir wichtiger: Das Geld oder das Bracelet?
Das sind zwei Paar Schuhe, aber ich denke das Geld ist wichtiger. Ich würde zu einem dritten Platz sicher nicht Nein sagen, wenn ihn mir jemand jetzt anbieten würde.

Solltest du es ins Heads-Up schaffen: Gegen wen würdest du dort am liebsten spielen?
AM liebsten würde ich gegen Badih Bounahra antreten, aber auch ein Duell mit Ben Lamb würde sicher episch werden. Das wäre wohl auch etwas interessanter.

Würdest du sagen, dass Badih der einfachste und Lamb der schwerste Gegner wäre?
Ja, vermutlich.

Nachdem du den Finaltisch erreicht hattest: Hast du im Anschluss noch gefeiert? Und hat sich dieser Erfolg gedanklich schon ein bisschen gesetzt?
Ja, wir haben noch ein wenig gefeiert und uns in einem Strip-Club ein paar Drinks gegönnt. Ich war aber schon sehr müde und hätte am liebsten drei Tage durchgeschlafen. Danach habe ich mir Vegas noch ein wenig angesehen. Ich war zwar davor schon zwei Wochen durch, habe das Rio aber quasi nicht verlassen. Ich bin zum Lake Mead und habe mir noch mit Freunden ein paar Shows angesehen,

Um mehr über Makiievskyi herauszufinden, klicken Sie das folgende Video an, das am Tag nach dem Erreichen der November Nine gedreht wurde:

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