Die Zeit für US-Online Poker Spieler wird knapp

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Die Frist für Poker-Spieler um auf zivilrechtlichem Weg ihre Account Balances bei Full Tilt Poker, Absolute Poker oder Ultimate Bet über den U.S District Court at the Southern District of New York zurückzufordern, endet am Freitag.

Als das SDNY am 15. April seine Anlageschrift gegen Eigentümer und Angestellte diverser Online Poker Seiten veröffentlichte, beschlagnahmte die Regierung des Staates New York Geld auf diversen Bankkonten wegen Verdachts auf illegale Geschäfte. Nach US-Recht müssen alle Leute ihre Ansprüche auf das beschlagnahmte Geld bei der Verteidigung einbringen.

Der nur eine Seite lange Antrag ist auszufüllen und bis Freitag zu übermitteln, obwohl man sich das vorher gut überlegen sollte. Die juristische Abteilung der Poker Players Alliance veröffentlichte deshalb einen Information Guide, der alle notwendigen Infos samt dem nötigen Formular umfasst.

Darin gibt die PPA den Rat, dass sich eine derartige juristische Lösung nicht auszahlt, wenn es nicht um wirklich große Summen gehe. Und selbst dann gäbe es noch Zweifel an der Sinnhaftigkeit.
Die PPA hat zudem die rechtliche Möglichkeit geprüft, sich selbst als Organisation in die Rückerstattung der Player-Funds einzuschalten. Doch sie kam zu dem Schluss, dass die PPA nicht die Rechtsgrundlage hat, sich stellvertretend für die Spieler einzubringen.

Die engdültige Deadline für den Antrag ist das Werktags-Ende an der Ostküste am 15. Juli, da Anträge von Dritten innerhalb von 60 Tagen nach der ersten Bekanntmachung der Beschlagnahmung durch die Regierung eingebracht werden müssen, was am 16. Mai geschah.

Das Formular einzubringen ist auch ohne Anwalt möglich, obwohl das Konsultieren eines Juristen empfohlen wird. Nach dem Antrag braucht man definitiv einen Anwalt um die Anklageschrift innerhalb von 21 Tagen weiter bearbeiten zu können und um Fragen durch die Regierung zu beantworten.

Die PPA weist darauf hin, dass ein Spieler nicht automatisch Eigentümer seiner Funds im Account ist, obwohl die Seite zur Rückerstattung verpflichtet ist. Der ganze Sachverhalt ist sehr kompliziert und das PPA-Dokument versucht bei der Übersetzung der Juristensprache zu helfen. Die Einbringung eines solchen Antrags kann aber auch negative Konsequenzen haben. Alle Fragen, die man zu beantworten hat, werden in einem öffentlichen Verfahren gestellt. Die Spieler sollten also sicherstellen, dass sich diese im Nachhinein nicht als schädlich herausstellen. Wenn das Gericht einen Antrag für unseriös befindet, kann eine Strafe zwischen $250 und $5,000 ausgesprochen werden.

Das PPA-Dokument klärt auf, dass die meisten Spielern wohl Schwierigkeiten dabei haben werden, ihren juristischen Anspruch auf die beschlagnahmten Gelder geltend zu machen und dass der Prozess lange dauern wird. Wenn die Balance nicht ohnehin von der Seite selbst ausbezahlt wird, beschleunigt der Antrag diesen Prozess nicht.
Für die meisten Spieler ist es die bessere Alternative zu warten und zu hoffen, dass die Seiten selbst daran arbeiten, Geld an die Spieler zurückzuzahlen.

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