Poker Pros und der Aberglaube – Katja Thater

Katja Thater

In unserer Serie über Aberglaube, Glücksbringer und andere Raritäten die dem Chipstack dienlich sein sollten, haben wir Deutschlands Poker-QueenKatja Thater befragt. Ist sie abergläubisch, hat sie einen Glücksbringer, oder kennt sie eine lustige Anekdote. Pokern und Aberglaube – zwei Begriffe die nur zu gerne miteinander verbunden werden, vor allem wenns nicht so gut läuft.

Also wie hält es Katja?
Wie so viele Poker-Profis sagt auch sie – Aberglaube ist nichts für mich. Kein bisschen, null komma null. Auch Glücksbringer lassen sie kalt, was sollen die schon helfen?
Natürlich sind ihr im Laufe ihrer Poker-Karriere schon so manche lustige Gummifiguren, Glückssteinchen, gerahmte Fotos oder andere Kuriositäten untergekommen. „Man wundert sich, was so alles auf dem Pokertisch Platz nimmt. Das ist aber nix für mich. Auch wenn es manche Menschen nett mit mir meinen und mir während eines laufenden Turniers Glücksbringer zustecken.“ Die lässt Katja dann galant verschwinden – Lady eben…

Anekdoten gibt es zu diesen „Dingen am Tisch“ auch viele, eine hat sie für uns aus ihrer Erinnerung gegraben:
„Vor nicht all zu langer Zeit beim Mainevent der PCA am 2. Tag kommt eine Bekannte an meinen Tisch, deren Mann auch noch im Turnier ist. Sie legt mir mit lieben Worten ihr „Glückskette“ um den Hals. In der nächsten Hand bekomme ich Asse und manage meine 80BB HU nach Raise und Reraise in die Mitte. Ich sehe {5-Clubs}{6-Clubs} und fühle mich ganz gut. Naja, dann macht der ein Flush und ich bin raus. Das zum Thema Glücksbringer.“

Es dürfte bei Katja als eher gegenteilig wirken wie gedacht. Neben Glücksbringern beobachtet man als Pokerprofi natürlich auch so manch seltsam anmutendes Ritual. So erzählt sie uns, dass Jerry Yang bei jedem All-In betet. Auch oft beobachtet: jemand verlässt das Turnier und fährt ins Hotel um „noch etwas zu holen“. Da lag dann wohl der Glücksbringer auf dem Nachttisch?

Wie es auch ausgehen mag, Katja dürfte eindeutig zu jenen Personen gehören, die sich nach ihrer eigenen, inneren Stimme richtet. Unbeeinflusst von außen und wenn es was zu ärgern gibt, dann lernt sie selbst was davon und braucht kein Objekt der Schuld zu suchen. Wir drücken ihr trotzdem weiter die Daumen, schaden kanns ja nicht ;-)

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