Die beeindruckendsten Hände aus High Stakes Poker, Teil 1

high stakes poker

Die 6. Season von Game Show Network’s (GSN) High Stakes Poker hat bereits gestartet (Sonntag 14.Februar). Der ehemalige Co-Moderator AJ Benza wurde durch die ehemalige EPT Moderatorin Kara Scott ersetzt. Sie wird die Show zusammen mit Gabe Kaplan moderieren. Momentan kann man Scott als Moderatorin der WSOP-E bei ESPN2 im TV sehen.

Scott ist aber nicht das einzige neue Gesicht in der Szene. Einige Spieler sind das erste Mal bei HSP mit dabei, dazu gehören unter anderem Dennis Phillips, Yevgeniy Timoshenko und Lex Veldhuis. Natürlich sind auch die anderen regelmäßigen Teilnehmer mit von der Partie: Doyle Brunson, Patrik Antonius, Barry Greenstein, Daniel Negreanu und Mike Matusow sind zurück und sind “Ready to Gamble“. Phil Ivey hat ebenfalls geplant wieder an HSP teilzunehmen, etwas, worauf sich viele Fans sicherlich sehr freuen.

PokerNews hat eine Liste mit den besten Händen aus den vergangenen 5 Staffeln High Stakes Poker zusammengestellt. Wir präsentieren Ihnen die 12 Hände, welche uns am meisten beeindruckt haben und haben die Hände in eine Rangfolge eingeordnet. Hier sind die ersten sechs.

12. Greenstein verliert mit Assen in der letzten Hand der Nacht

Es passiert nicht jeden Tag, dass man Asse bekommt und ein anderer Spieler gleichzeitig zwei Könige hat. Noch wesentlich seltener passiert dies jedoch in einer HSP Episode und es kommt zu einem Pot mit welchem man sich ein kleines Haus kaufen könnte.

In der letzten Hand der Session, raiste Barry Greenstein mit A-A auf $2.500. Sammy Farha ist ja dafür bekannt, dass er im Bezug auf seine Starthände nicht eingeschätzt werden kann, da er auch unmögliche Starthände spielt und diese dann auch noch raist, aber dieses Mal hatte er zwei Könige auf der Hand. Er re-raiste auf $12.500. Greenstein erhöhte natürlich erneut und zwar auf $62.500. Farha überlegte einige Zeit und es schien ihm zu dämmern, dass Greenstein zwei Asse haben könnte, während er zwei Könige auf der Hand hatte. Letztendlich ging er aber All-In und Greenstein callte ohne zu zögern.

Der Pot war nun $361,800 hoch, Greenstein lehnte Farha’s Angebot ab das Board zwei Mal zu geben. Als der Flop mit {k-Hearts}{8-Hearts}{6-Clubs}kam, hätte sich Greenstein sicherlich gefreut, wenn er Farha’s Angebot angenommen hätte. Farha hatte ein Set mit Königen und lag vorne. Der Turn brachte eine {7-Spades}, keine Hilfe für Greenstein. Die letzte Karte war die {3-Diamonds} und somit stand der Gewinner dieser Hand fest. Der Pot wanderte zu Farha und Greenstein hatte nichts als seine nutzlosen Asse.

11. Set Over Set: Das hat der Doktor verordnet

Die HSP-Spieler verschwendeten zu Beginn der Serie keine Zeit und produzierten gleich Pötte, welche höher waren als das durchschnittliche Jahreseinkommen eines Normalsterblichen. In der ersten Episode der ersten Session, trafen Ted Forrest und Dr. Amir Nasseri aufeinander und spielten eine heftige Hand, nachdem beide auf einem “Rag“ Flop ein Set getroffen hatten.

Nasseri raiste mit {5-Clubs}{5-Hearts}Pre-Flop auf $2.500. Daniel Negreanu callte mit {j-Clubs}{10-Clubs}uns Forrest callte mit {2-Spades}{2-Diamonds}. Der Flop kam mit {5-Diamonds}{4-Hearts}{2-Clubs}, Negreanu setzte $6.000 und versuchte den Pot zu stehlen. Forest callte und Nasseri erhöhte auf $20.000. Negreanu erkannte, dass er hinten lag und foldete, aber Forrest hatte anderes im Sinn. Nachdem er den ersten Bet cold gecallt hatte, war Forrest nun an der Reihe mit dem Raisen – er re-raiste auf $36.000. Nasseri überlegte eine Weile und ging dann All-In. Forrest callte und als die Karten aufgedeckt wurden, erkannte Forrest in welcher prekären Situation er sich befand.

Der Turn brachte die {a-Hearts} und der River die {9-Clubs}, somit ging der Pot in Höhe von $206.600 an Nasseri und die gesamte Welt bekam mit, wie schnell man bei HSP $100.000 verblasen konnte. Aber Forrest ist halt ein echter Pro, er blieb gelassen, griff in die Hosentasche und legte weitere $100.000 auf den Tisch.

10. Greenstein gegen Dwan

Barry Greenstein liebt es ja Old-Style zu spielen. Bei dieser Hand ging es um einen Pot in Höhe von $500.000 und sein Gegner war der Online Superstar Tom “durrrr” Dwan.

Peter Eastgate eröffnete mit einem Raise auf $3.300, er hatte {q-Spades}{8-Clubs} auf der Hand. Greenstein re-raiste vom Button mit {j-Hearts}{9-Hearts} auf $12.000. Dwan war im Small Blind und hielt zwei Asse. Er raiste auf $31.300, Eastgate foldete und Greenstein callte.

Der Flop kam mit {j-Diamonds}{10-Clubs}{3-Hearts}, Greenstein hatte nun ein Paar Jacks. Dwan setzte $46.200 und Greenstein raiste auf $146.200, wodurch er sich selbst committete. Dwan re-raiste auf $240.000 und setzte damit Greenstein All-In. Er callte ohne zu zögern, womit der Pot eine Höhe von $548.700 erreicht hatte.

Die Spieler vereinbarten sich Turn und River nur einmal anzusehen. Die {9-Spades} auf dem Turn brachte Greenstein zwei Paar. Nun benötigte Dwan auf dem River ein Ass, eine 10 oder eine 3 um diese Hand noch gewinnen zu können. Der River präsentierte sich mit der {5-Diamonds}, somit hatte Greenstein die Asse geknackt.

9. Hellmuth blufft Matusow, welcher Könige auf der Hand hatte

Mike Matusow bewies der Welt, daß er in der Lage ist Pocket Könige zu folden, wenn er gegen Phil Helmuth spielt. Aber das war nicht die einzige verrückte Sache bei dieser Hand, da Hellmuth in dieser Hand mal wieder unter Beweis stellte, daß er in der Lage ist mit der schlechtesten Starthand beim Poker einen eiskalten Bluff durchzuziehen.

Matusow war UTG und raiste mit zwei (schwarzen) Königen auf $1.800, die Action ging zu Hellmuth auf dem Big Blind. Er hatte {7-Diamonds}{2-Spades} auf der Hand und raiste damit auf $7.000. Warum hat Hellmuth dies wohl getan? Die Spieler hatten während des Spiels beschlossen das Seven-Deuces Game zu spielen. Wenn ein Spieler einen Pot mit 7-2 gewann, zahlte ihm jeder am Tisch zusätzliche $500.

Matusow flat-callte den Re-Raise und die beiden Spieler sahen sich den Flop an.

Der Flop kam mit {q-Diamonds}{j-Spades}{6-Hearts}, Matusow lag also mit seinem OverPair noch weit vorne. Hellmuth checkte und Matusow checkte ebenfalls. Als die {8-Diamonds} auf dem River kam, gab Hellmuth Gas und setzte $17.000. Matusow entschied die Sache langsam anzugehen und callte deswegen nur. Die letzte Karte war die {6-Clubs}. Hellmuth setzte $40.000 in einen Pot in Höhe von $49.100. Matusow überlegte 30 Sekunden und warf seine Könige offen weg. Hellmuth zeigte seinen Bluff dann ebenfalls offen, was dazu führte, daß Matusow wie vom Blitz getroffen von seinem Stuhl aufsprang, wobei aber jeder am Tisch genauso überrascht war zu sehen, was für einen Bluff Hellmuth hier durchgezogen hatte.

8. Laliberte und Benyamine in einem $1,2 Million Pot

In der nächsten Hand spielte der High-Stakes Pro David Benyamine gegen den Cirque du Soleil CEO Guy Laliberte. Die beiden spielten um einen Pot in Höhe $1.227.900.

Sammy Farha ({a-Hearts}{3-Spades}) eröffnete die Action mit einem Rasie auf $4.200, Benyamine und Laliberte callten. Benyamine hatte {a-Clubs}{8-Clubs} und Laliberte hatte {k-Diamonds}{5-Diamonds} auf der Hand. Die drei Spieler sahen also den Flop, welcher sich mit {k-Clubs}{5-Clubs}{3-Diamonds} präsentierte. Laliberte hatte zwei Paar getroffen und Benyamine den Nut Flush Draw. Farha lag mit seinem 3'er Bottom Pair hinten.

Laliberte checkte zu Farha, welcher $13.000 setzte. Benyamine raiste auf $43.000 und Laliberte erhöhte auf $168.000. Das war zuviel für Farha, er foldete. Benymine wollte Druck auf Laliberte ausüben und ging mit $600.000 All-In. Laliberte überlegte kurz und callte dann, was dazu führte, daß der höchste Pot in der HSP Geschichte auf dem Tisch lag.

Als die Action auf dem Flop beendet war, war auch diese Hand beendet. Nach einigem hin und her entschieden Laliberte und Benyamine, daß die Hand nicht zu Ende gespielt wird, sondern auf dem Flop abgeschlossen ist. Benyamine gab die Hand auf und Laliberte bekam den Pot in Höhe von $238.900, ohne das Turn und River gespielt wurden. Obwohl die anderen Spieler am Tisch gerne noch den Turn und den River gesehen hätten, sorgten Benyamine und Laliberte dafür, daß niemand die fehlenden Karten zu sehen bekam.

7. Greenstein und Dwan treffen erneut aufeinander

Peter Eastgate raiste mit {a-Spades}{k-Hearts} auf $3.500, Grennstein erhöhte mit zwei Assen vom Button aus auf $15.000, Dwan saß im Small Blind und callte mit {k-Spades}{q-Spades}, Eastgate callte ebenfalls wodurch nun schon $47.400 im Pot lagen.

Der Flop kam mit {q-Hearts}{4-Spades}{2-Spades}. Dwan hatte ein Paar Damen und einen Flush Draw, während Greenstein das Overpair hielt. Eastgate hatte nur Ass hoch. Dwan eröffente mit $28.000, Eastgate passte. Greenstein war nicht bereit aufzugeben und erhöhte auf $100.000. Dwan hatte Top Paar und einen hohen Draw und erhöhte deswegen auf $244.600. Greenstein überlegte nicht lange und ging mit $436.100 All-In, welche Dwan insta-callte.

Die beiden Spieler deckten ihre Hand auf und Dwan fragte Greenstein, ob Turn und River mehrmals gegeben werden sollten. Greenstein lehnte ab, schlug aber vor, daß jeder noch etwas Geld aus dem Pot zurückbekommen sollte. Dies wurde jedoch von Dwan abgelehnt, somit war der Pot bei diesem Coin-Flip $919.600 hoch.

Der Turn brachte die {q-Clubs}, Dwan hatte Trips getroffen. Greenstein benötigte nun ein Ass, um ein Full House zu bekommen und den Pot doch noch gewinnen zu können. Aber das Glück war nicht auf seiner Seite, als letzte Karte kam die {7-Diamonds}, somit ging der Pot in Höhe von fast $1 Million an Dwan.

Und das war es schon für heute. Sie müssen also jetzt ein wenig warten, bervor wir Ihnen den zweiten Teil unserer Liste präsentieren. Schauen Sie also in den nächsten Tagen mal wieder bei PokerNews vorbei und verpassen Sie nicht den zweiten Teil unserer Liste mit den bemerkenswertesten Händen aus High Stakes Poker.

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