Die Top 10 Poker Stories des Jahres 2009: #1, Phil Ivey schafft es an den Final-Table des World Series of Poker Main Events

Die Top 10 Poker Stories des Jahres 2009: #1, Phil Ivey schafft es an den Final-Table des World Series of Poker Main Events 0001

Obwohl einige Experten der Meinung sind, dass die Storie um “Isildur1” die wichtigste Storie des Jahres 2009 gewesen wäre, hat doch keine andere Story für einen größeren Hype gesorgt, als Phil Ivey's World Series of Poker Main Event Run in diesem Jahr.

Ivey's startete seinen Angriff auf den Heilgen Gral des Pokers im Juli und führte ihn im November weiter, er eroberte dabei nicht nur die Pokerwelt im Sturm, sondern versetzte auch noch die Mainstream Sportmedien in helle Aufregung; eine Kombination, durch welche sich Ivey die Top Position in unserem Rückblick auf das Jahr 2009 sicherte.

Nach einer erfolglosen WSOP 2008, bei welcher Ivey Millionen Dollar bei Side Bets verlor, konnte Ivey seine Verluste des Jahres 2008 bei der WSOP 2009 mehr als wettmachen. Es dauerte nicht lange, bis Ivey sein sechstes WSOP Bracelet beim Event 8 gewann, ein No-Limit Deuce to Seven Low Ball Draw Event. Obwohl er am Final Table meistens der Short-Stack war, schaffte er es schließlich sich den Sieg durch seinen überlegenen Skill zu sichern. Obwohl der erste Preis nur $96.000 betrug, wurde berichtet, dass dieses Bracelet Ivey zwischen $200.000 und $12.000.000 einbrachte, da er diverse Side-Bets laufen hatte.

Aber das war noch lange nicht alles. Nur eine Woche später schlug er erneut zu, er gewann sein siebtes Bracelet bei einem Omaha/Seven-Card Stud Hi/Lo Event. Für den Gewinn erhielt er ein Preisgeld in Höhe von $220.000, aber es gab mit Sicherheit wieder eine Menge Side-Bets. Auch im Jahr 2009 gewannen einige Spieler mehrere Bracelets, aber Iveys Gewinn von zwei Bracelets Mitte Juni sorgte trotzdem für einige Aufregung in der Pokerszene.

Kurz vor Ende Juni startete er dann mit dem Versuch sein drittes diesjähriges Bracelet zu gewinnen, scheiterte aber knapp, er belegte den 8. Platz beim $5.000 Buy-In No-Limit Hold'em Shootout Event. Aber erst am 07. Juli begann der spannende Teil dieser Storie. Mit jedem Tag des WSOP Main Events näherte sich Ivey de Top Positionen im Bezug auf de Chip-Count ein wenig mehr. Am 5. Tag überschritt er die 1 Million Dollar Chip Marke und schaffte es seinen Chip-Stack bis zum Ende des Tages auf 1,4 Millionen Chips auszubauen. Es wurde langsam klar, dass er eine Mission hatte – er wollte allen zeigen, dass er der beste Pokerspieler der Welt ist.

Am 6. Tag ruhten alle Augen auf Phil Ivey, da er nun bereits seinen vierten “ WSOP Main Event Deep Run” innerhalb dies Jahrzehnts vorweisen konnte. Obwohl noch etliche andere Poker Pros, wie z.B. Joe Sebok, Antonio Esfandiari und Tom Schneider im Turnier waren, bekam Ivey doch die meiste Medienaufmerksamkeit. Am Ende des 6. Tages war mit über 6 Millionen Chips auf Platz 3. Tag 7 beendete er mit über 11 Millionen Chips. Da nur noch ein Tag zu spielen war, konnte man davon ausgehen, dass es Ivey es auf jeden Fall an den Final Table schaffen würde und somit zu den November Nine gehören würde.

Am Tag 8 lief es nicht so gut für Ivey, die Fans und die Medien waren teilweise sehr besorgt um ihr Idol. Spieler um Spieler wurde eliminiert und mit jeder Eliminierung wanderte Ivey’s Namen in der Liste der Short-Stacks ein Stück weiter nach oben. Als die Spieler dann mit 10 Spielern am Final Table saßen, gehörte Ivey zu den Spielern mit den wenigsten Chips und einige Leute fragten sich schon, ob Ivey wieder auf Platz 10 ausscheiden würde, auf der “offiziellen Final Table Bubble“, wobei er diese unglückliche Position bereits im Jahr 2003 belegt hatte.

Wenn man in der Nähe des Spieltisches stand, hat man sofort bemerkt, dass die meisten Zuschauer auf der Seite von Ivey waren und ihr Idol anfeuerten. Jedesmal, wenn er sich seine Chips oder seine Karten ansah, hielten die Fans den Atem an. Die Spannung löste sich erst, als Darvin Moon den Spieler Jordan Smith mit Aces gegen Pocket 8'er eliminierte.

Obwohl Moon mit 58 Millionen Chips von Juli bis November die Position des Chipleaders inne hatte und Ivey nur 9,7 Millionen Chips vorweisen konnte, redete die ganze Nation nur über Ivey. Phil Ivey wurde zum ersten Pokerspieler, welcher es auf die Titelseite des ESPN The Magazine schaffte. Außerdem wurde er in der ESPN Prime Time News-Show "E:60" vorgestellt. In diesem Bericht begleitete ein Reporterteam Ivey für einige Tage und berichtete über seinen Lebensstil, welcher sich durch Millionenwetten, privat Jets und sonstige VIP Dinge auszeichnet. Es war das erste Mal, dass das Leben eines Pokerspielers für das TV in positiver Weise porträtiert worden war.

Als im November das große Finale startete, war klar, dass Ivey wieder im Mittelpunkt der Berichterstattungen stand. Die Fans standen schon Stunden vor dem eigentlichen Beginn Schlange vor dem Pen & Teller Theater um ihr Idol dabei beobachten zu können, wie er versucht die höchste Auszeichnung beim Poker zu gewinnen. Jedesmal, wenn Ivey in einen Pot verwickelt war, wurde es still im Raum. Wenn er eine Hand gewann wurde lautstark gejubelt und wenn er eine Hand verlor, konnte man die Verzweiflung im Publikum förmlich hören. Nach einer längeren Phase, in welcher es weder auf noch ab für Iveyy ging, hatte er eine gute Möglichkeit zu verdoppeln, als er mit {a-Clubs}{k-Spades} gegen Moon's {a-Diamonds}{q-Spades} All-In ging. Unglücklicherweise traf Moon eine Queen auf dem Flop und Ivey konnte sich auf dem Turn und dem River nicht verbessern, sodass er auf dem enttäuschenden 7 Platz ausscheiden musste.

Obwohl der 7. Platz Ivey nicht wirklich glücklich gemacht hat, wurde diese Storie durch seine Leistung im Main Event und durch die Medienaufmerksamkeit, welche er erlangte, unserer Meinung zur Storie des Jahres. Der bekannteste Spieler, auf der exklusivsten Bühne mit einer Medienaufmerksamkeit, welche noch kein anderer Pokerspieler jemals erlangt hatte. Obwohl kaum anzunehmen ist, dass sich seine Leistung im Jahr 2010 wiederholen wird, antwortete Ivey bei einem Interview auf die Frage, wann man ihn wieder an einem Final Table sehen wird mit:
Nächstes Jahr, wahrscheinlich” und lächelte dabei.

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Name Surname
Matthew Parvis

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