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Neue Casino Lizenzen für Österreich ab 2010

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2012 bzw. 2015 laufen die staatlich vergebenen Lotto und Casino-Konzessionen der Casinos Austria aus. Schon dieses Jahr soll aber die Ausschreibung für eine Neu-Bewerbung statt finden. Diesmal öffentlich und Europa weit, um den EU-Gesetzen zu entsprechen, schließlich steht das österreichische Monopol gerade vor dem EuGH auf dem Prüfstand. Mit einer frühen Ausschreibung hofft man nun, richtige Signale in Richtung Luxemburg zu senden.

Insgesamt sind es derzeit sechs Casinos in Österreich, die über eine staatliche Konzession verfügen: Wien, Linz, Salzburg, Innsbruck, Bregenz und Graz. Laut einem Bericht der Tageszeitung „Die Presse“ soll nun die auslaufende Konzession neu ausgeschrieben werden – mit 2010 früher als gedacht. Und jeder soll diesmal teilnehmen können – Unternehmen wie bwin, Novomatic oder Century Casinos bekunden bereits Interesse.

Dafür muss das österreichische Glücksspielgesetz, das ohnehin vor einer Novelle steht und auf seine Verabschiedung bzw. Überarbeitung wartet, geändert werden. Denn darin sollen sich nur österreichische Unternehmen für die Konzession bewerben dürfen. Laut EU Recht ist das aber nicht möglich, daher soll es die Abänderung geben. Laut Insidern soll endgültige Gesetzesnovelle nach der Wirtschaftskammerwahl Ende Juni verabschiedet werden. Das hieße grünes Licht für die Ausschreibung.

Langjähriger Poker-Casino Betreiber Peter Zanoni meint gegenüber der APA im Gespräch, dass er auch von einer eigenen Poker-Lizenz wisse. Denn mit der Neu-Ausschreibung soll es keine „Gesamtpakete“ mehr an Konzessionen geben, sondern verschiedene Lizenzen für unterschiedliche Spielbetriebe. So würde es neben Poker-Lizenzen auch eigenen Automaten-Lizenzen (kleines Glücksspiel) geben, die auf Bundesebene geregelt würden. Bis dato war das sogenannte „kleine Glücksspiel“ nur in Wien, Niederösterreich, Kärnten und der Steiermark erlaubt.

Bei Fragen wenden sie sich an: Franz Philipp Sutter. Er soll der neue zuständige Mann im Finanzstaatssekretariat sein, der mit diesem heißen Eisen betraut wurde. Denn laut dem Wirtschaftsmagazin „Format“ wollen die Casinos Austria Konkurrenz vermeiden und würden mit dieser Neuausschreibung unter Druck geraten. Die Casinos Austria selbst wollten weder gegenüber der APA, noch der „Presse“ Stellung nehmen. Die Schlacht um ein heiß umkämpftes Geschäftsgebiet hat begonnen.

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