PokerNews Profil – Mel Judah

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Fragen Sie doch Ihren Friseur, oder noch besser – Mel Judah! Denn vor seinem Leben als Poker Profi war der Australier um die Haarpracht seiner Kundinnen bemüht. Dass er hier eine Portion Psychologie mitbekommen hat, liegt nahe. Er selbst behauptet sogar, dass er in seinem alten Beruf das „Menschen lesen“ erlernt hätte.

„Silver Fox“ ist sein Spitzname und seit seiner Jugend spielt er Poker. Wie viele Poker Pros hat Judah dieses Spiel von seinem Vater gelernt, mit der Ur-Variante Draw Poker. Geboren ist Mel Judah in Indien/Kalkutta, aufgewachsen ist er aber in Australien, heute lebt er mit seiner Frau und zwei Kindern in London. Ein Weltbürger, ganz typisch für einen international aktiven Poker-Profi. Sein Image als tighter Spieler weiß er im richtigen Moment zu nutzen und umzudrehen. Geduld ist seine größte Tugend.

Seine Lieblings-Poker-Variante ist Omaha High-Low und Stud High-Low. Seit den 1970er Jahren verfolgt er konstant seine Karriere und kann große Erfolge verbuchen. Im Turnier-Zirkus punktet er in den 80er Jahren und holt sich 1989 sein erstes WSOP Bracelet im Seven Card Stud. Danach beginnt er bei allen großen Turnier-Events der Welt mit zu mischen. Ein weiteres Bracelet sollte Mel allerdings erst acht Jahre später, 1997, gewinnen. Wieder ist es ein Seven Card Stud Event, der ihn zum Sieg führt. Seit diesem Jahr häufen sich seine Erfolge bei großen Turnieren. Er ist mehrmaliger Gewinner der Legends of Poker, auch die Australien Championships hat er gewonnen und immer wieder gecasht. Das gilt natürlich auch für zahlreiche WSOP-Cashes – 37 sind es insgesamt! Mehr als $ 3 Millionen allein an Turnier-Preisgeldern soll Mel Judah in seiner Karriere schon erspielt haben.

Das wäre eigentlich genug um sich zur Ruhe zu setzen, doch Mel Judah liebt seinen Beruf. Und lässt sich immer wieder Neues einfallen. So auch mit Full Tilt Poker, denn seit Mitte Oktober gibt es hier eine eigene Turnierserie mit einer ganz speziellen Auszahlungs-Struktur.

Das sogenannte „Cashout Poker“ System hat Judah erfunden um alle Turnier-Spieler zu bedienen, jene die sich ganz darauf einlassen wollen und Stunden Spielzeit in Kauf nehmen, wieder andere die nur kurz dabei sein möchten und mit einem guten Chip-Stack aussteigen wollen. Mit diesem Konzept des „Cashout Pokers“ wird es möglich: Es gibt nämlich zwei Preis-Pools, die jeweils zu zwei unterschiedlichen Auszahlungen führen. Spieler die VOR dem Ende des Turniers ihr Preisgeld kassieren wollen und Spieler die es bis zu Ende spielen. Ein flexibles System von dem alle profitieren: Starke Spieler/innen die es zum Sieg schaffen wollen schwache Spieler/innen die mit ihrem Chip-Stack zufrieden sind und aus dem Turnier aussteigen.

Mit diesem Konzept reduziert sich auch die Anzahl der Spieler/innen, die es bis zum Sieg schaffen wollen. Mehr Informationen gibt es auf der eigens dafür eingerichteten Website „Cashoutpoker.com“ – in der Lobby von Full Tilt sind diese mit einem (C) gekennzeichnet.

Gute Ideen und ein erfolgreicher Poker Spieler, Mel Judah kann mit seinen 62-Jahren auf eine gelungene Poker-Karriere zurückblicken und scheint noch lange nicht genug zu haben.

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