Poker Verwandschaften

howard lederer

Ob Geschwister, Eltern, Paare oder Ehepaare – in der Pokerwelt gibt es so manche Verwandtschaften. Da wird das Spielergen vererbt, Siege als doppeltes Lottchen gefeiert oder Hollywood Glamour am Tisch versprüht. Poker ist eben in guter Gesellschaft und das quer durch die Bank. PokerNews stellt fünf Verwandtschafts-Konstellationen vor.

Annie Duke & Howard Lederer sind wohl das berühmteste Poker-Geschwisterpaar. Lederer war schon seit seiner Kindheit sehr Spiel-Affin, war es in der High School noch Schach, wurde es später Poker. Seinen überlegten Spiel-Stil hat er mitgenommen, nicht umsonst heißt er „The Professor“ – immer einen Schritt vorausdenkend und immer strategisch ruhig. Seine Schwester Annie soll von ihm das Pokerspielen beigebracht bekommen haben. Wie passend, hat Annie doch Psychologie studiert. Genau wie ihr Bruder ist sie auch 1994 nach Las Vegas gezogen. Damals war noch Howard der Stärkere der beiden – jetzt ist es ein Wechselspiel, man kann nie sagen wer gewinnen wird, wenn beide gemeinsam in einem Turnier spielen. Howards und Annies Schwester Katy ist die einzige der Lederer Geschwister, die die Pokerleidenschaft der Familie nicht teilt. Sie liebt das geschriebene Wort und die schöngeistige Sprache.

Nicht Bruder und Schwester dafür Vater und Sohn: Doyle „Texas Dolly“ Brunson hat sein Spielergen anscheinend vererbt, denn sein Sohn Todd ist ebenfalls professioneller Pokerspieler. Mit „nur“ einem Bracelet kann er seinen Vater zwar nicht toppen, aber immerhin soll er bis dato knapp $ 3,8 Millionen an Turnier-Preisgeldern gewonnen haben. Eigentlich wollte Todd Jurist werden, aber er hat sich entschieden, dass das Pokerspiel für ihn reizvoller und lukrativer ist. Diese Begeisterung hat er wohl auch an seine Frau Pamela übertragen. Denn die ist ebenfalls Pokerspielerin. Sie hat bei der WPT Season 6 richtig abgeräumt und zweimal bei der WSOP gecasht. Die Brunson Familie mag eben kalkuliertes Risiko.

Ebenfalls verheiratet sind Katja Thater und Jan von Halle. Und auch Katja ist über ihren Mann zum Pokern gekommen. Dem war einfach nicht mehr zum Spielen zumute und hat seiner Katja 1999 einfach seinen Platz bei einer Stud Runde untergeschoben. Schon wars um die Lady geschehen und sie darf sich bis dato als die erfolgreichste deutsche Pokerspielerin bezeichnen – WSOP Bracelet inklusive. Jan von Halle hat es weniger mit der Publicity, dass überlässt er lieber seiner Frau. Was seiner Spielaktivität nicht entgegenwirkt. Allein dieses Jahr hat er vier Mal bei der WSOP gecasht.

Hollywood Glamour mit Jennifer Tilly, gemeinsam mit Phil Laak sind die beiden unser nächstes Poker-Pärchen. Der „Unabomber“ ist seit 2005 mit der Schauspielerin liiert und wen wunderts – auch Jennifer hat durch Phil zu pokern begonnen. Nicht nur, dass sie beim WSOP Ladies-Event gewonnen hat, auch beim „Diamond World Classic“ der WPT in der Season 5 hat sie den ersten Platz belegt. Der gebürtige Ire Laak hat erst im März den fünften Platz beim Poker After Dark Season V belegt und sich beim Finale der EPT in Monte Carlo tapfer mit Platz 69 und € 25.000,- Preisgeld geschlagen.

Weder verliebt, noch verlobt, noch verheiratet sind die Zwillinge Sebastian und Daniel Zink. Das ist wirklich was besonderes, wenn das doppelte Lottchen am Pokertisch sitzt. Da hilft auch kein Augen reiben, es sind wirklich zwei! Die beiden sind über das Magic-Spiel zum Pokern gekommen. Mit 24 Jahren sind die Brüder die Next-Generation der Poker Profis. Daniel hat sich dieses Jahr bei der WSOP gleich drei Mal ins Geld gespielt. Sein Bruder konnte ihm das nicht nachmachen, dafür hat er bereits 2007 schon einmal bei der WSOP einen Geld-Rang belegt.

Die Verwandtschafts-Konstellationen sind also höchst unterschiedlich, eines haben sie alle gemein: die Leidenschaft zum Pokerspiel!

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