Poker Buch Vorstellung: „Die Poker-Uni: Ohne Limit spielend Geld verdienen“ – von Jan Meinert

Poker Buch Vorstellung: „Die Poker-Uni: Ohne Limit spielend Geld verdienen“ – von Jan Meinert 0001

Der Nachfolger der „Poker-Schule“ von Jan Meinert soll sich an Poker-Fans jenseits der Anfängerstufe richten. Es gilt das Basis-Wissen zu erweitern, die Strategie zu erweitern. Eigentlich ist Meinert Jurist, doch über Glücksspielrecht hat ihn das Pokerfieber gepackt – das er gerne weitergeben will. Hält der Titel was er verspricht: „spielend“ sein Geld zu verdienen?

Die Meinungen dazu sind unterschiedlich, empfinden die einen Leser Meinerts Nachfolge-Werk als hilfreiche Weiterführung, werfen andere dem Buch Oberflächlichkeit vor. Pro Kapitel gibt es am Ende immer Merksätze, die sich der/die Leser/in verinnerlichen sollte. Der Heads-up Teil des Buches wird generell als eher positiv bewertet, denn hier gibt es eine Starthandtabelle anhand derer man zumindest die eigene Anfangssituation schneller einschätzen kann. Generell wird in dem Buch nur No Limit Texas Hold’em als Poker Variante behandelt.

Manche Leser/innen werfen Meinert vor sich zu viel an Sklanskys und Harringtons Poker-Theorien anzulehnen. Der M-Faktor wäre nichts für Fortgeschrittene, das wäre etwas mit dem sich nur Anfänger beschäftigen würden, heißt es in einigen Rezensionen. Der M-Faktor (nach Harrington) ist der Wert, den man erhält, dividiert man die eigenen Chips durch die Summe aller Pflichteinsätze (Blinds, Ante). Dieser Wert bestimmt dann die Spielstrategie der jeweiligen Turnier-Partie – ist dieser Wert niedrig heißt es handeln, denn sonst gibt es bald kein Handeln mehr. Auch der Q – Faktor kommt in diesem Zusammenhang mit ins Spiel: wie stehen meine eigenen Chips im Verhältnis zu den durchschnittlichen Chipstacks? Durch die Verwendung bekannter Begrifflichkeiten steht sogar der Vorwurf eines Plagiats im Raum: „Ich hätte bei solchen übernommenen Konzepten zumindest eine Quellenangabe erwartet.“ – meint ein User in seiner Rezension zu Meinerts Buch.

Wie setzte ich richtig? Meinert will mit der Poker-Uni Bluffs lehren, die durchgehen – aggressives Spiel, aber kontrolliert. Der grundlegende Tenor für die Poker-Uni: für echte Fortgeschrittene bietet das Buch zu wenig, wer Vorkenntnisse besitzt kann gleich mit diesem Buch beginnen, muss sich nicht durch die Poker-Schule ackern. Das Preis-Leistungsverhältnis ist bei diesem Buch ist mit ca. € 7,- unschlagbar.

PokerNews verleiht der Poker-Uni somit sechs von zehn Poker-Chips.

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