Die World Series of Poker November Nine: James Akenhead

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Obwohl sein Name außerhalb Englands nicht so bekannt ist, haben die Fans in England gejubelt, als bekannt wurde, daß James Akenhead sich für den WSOP Main Event Final Table qualifiziert hat. Der 26-Jährige Spieler James gehörte schon zu Beginn zu der WSOP zu den Spielern, welche man im Auge behalten sollte. Wenn der legendäre Irish Open Champion Neil Channing schon bereit ist, den jungen Spieler mit 25% zu stacken, ist dies schon ein Zeichen für Qualität.

Akenhead ist gehört zu einer Gruppe junger Spieler, welche den Namen “The HitSquad” trägt, dazu gehören unter anderem der Bracelet-Gewinner Praz Bansi und Grosvenor U.K. Poker Tour Champions Sunny Chattha und Karl Mahrenholz. Zusammen mischt diese Gruppe schon seit einigen Jahren die englische Pokerszene auf, insbesonders die Grosvenor Tour. Diese Gruppe hat sich in der Vergangenheit bereits einen Namen in den Low-Stakes Cash-Games im Gutshot Card Room gemacht.

Akenhead ist sicherlich das begabteste und aggressivste Mitglied der Gruppe. Er hat bisher bereits $2,2 Millionen bei Turnieren gewonnen. In seiner kurzen Karriere hat er schon einige Mal bei großen Turnieren am Final Table gesessen, den großen Sieg konnte er aber bisher noch nicht verbuchen. Es saß bei der GUKPT am Main Event Final Table und belegte bei den 888 UK Open den 4. Platz. Beim Event 2, einem $1500 No Limit Holdem Turnier, belegte er den 2. Platz.

Wenn man sich folgende Hand ansieht, welche er in diesem Event gespielt hatte, kann man deutlich erkennen, welches Potenzial dieser junge Spieler hat. Im Heads-Up hatten beide fast den gleichen Chip-Stack, als James A-K auf der Hand hatte, schaffte er es Grant Hinkle so zuzutexten, daß dieser mit 10-4 offsuit All-In ging, was James natürlich sofort callte. Der Flop brachte allerdings nicht nur eine Zehn, sondern gleich zwei Zehnen. Es kam aber noch schlimmer, der Turn brachte eine weitere Zehn. Somit hatte sein Gegner Quads bekommen und das Bracelet ging an Grant. Dies war der statistisch schlimmste Bad Beat der Welt, aber der Zeitpunkt und die Art & Weise wie es dazu kam, führte dazu daß er als der Unglücksrabe schlecht hin in England bekannt war, obwohl er eigentlich nach dieser Hand um $520.219 reicher war, was sicher ein ausreichendes “Schmerzensgeld” darstellte.

Dieser Tag liegt jedoch schon lange zurück und egal, was der November bringt, es sieht gut aus für Akenhead. Kurz bevor er sich für den Final Table qualifizierte, schloss er einen Sponsorenvertrag mit Full Tilt Poker ab. Seit dieser Zeit ist er der englische “Vorzeige-Pokerspieler” Nr. 1 und qualifizierte sich außerdem für zwei weitere bedeutende Final Table. Bei der WSOPE trat er in die Fußstapfen von Ivan Demidov, indem er sich ebenfalls für den WSOPE Final Table qualifizierte. Letzten Monat qualifizierte er sich für den Final Table der Full Tilt Poker Million, ein TV-Shootout Turnier mit einem Hauptpreis von $1.000.000, welches im Dezember stattfinden wird.

Der Weg zu den November Nine
Akenhead startete am Tag 1c des Main Events und hatte einen sehr schlechten Start. Er bluffte sehr viel und hatte zum Beginn der Essenspause nur noch 4.000 Chips. Nach der Pause lief es besser und er schaffte es seinen Chip-Stack auf 70.000 Chips zu erhöhen, womit er zu den Top 10 der Rangliste im Bezug auf die Chips gehörte. Der Tag 2b endete ebenfalls viel versprechend, mit 278.000 Chips gehörte er erneut zu den Top Chip-Leadern. Bis zum Tag 5 baute er seinen Chip-Stack weiterhin kontinuierlich aus und hatte letztendlich eindrucksvolle 2,7 Millionen Chips.

Beim WSOP Main Event lief es insgesamt betrachtet sehr gut für Akenhead. Am letzten Tag musste er allerdings einen harten Schlag einstecken, als er mit A-K gegen 8-8 verlor und eine Menge Chips verlor. Er schaffte es allerdings schnell, sein Spiel auf Short-Stack umzustellen. Obwohl er am restlichen Tag eine beachtliche Leistung zeigte, muss er im November als Short Stack an den Final Table zurückkehren. Die Verantwortlichen des Rio's wussten gar nicht, wie ihnen geschah, als Akenhead offiziell zum November Nine Mitglied erklärt wurde, da sein Fanclub vor Freude fast ausrastete und dieses Ereignis lautstark feierte. Er sagt, daß sein Erfolg unter anderem auf der Unterstützung seiner HitSquad Buddies basiert und daß die aufbauenden Gespräche am Ende jedes Tages ihn enorm motiviert hatten.

Was kommt noch auf uns zu
Akenhead ist der Short Stack am Final Table und muss sehr schnell versuchen zu verdoppeln. Glücklicherweise bracht er dazu nicht allzuviel Action, da er auf Sitz 2, genau zwischen dem Chip-Leader Darvin Moon (Sitz 1) und der Poker-Legende Phil Ivey (Sitz 3) sitzt. Akenhead spielt immer um zu gewinnen. Er wird also nicht versuchen einfach nur einen Platz nach oben auf der Preisgeldliste zu kommen, sondern er wird alles riskieren und entweder schnell verdoppeln oder ausscheiden. Egal wie er letztendlich abschneidet, er hat auf jeden Fall die allzeit lautesten Fans in Vegas.

Auch dieses Mal wird PokerNews live dabei sein, im Live Reporting Bereich können Sie die WSOP Finale Table Highlights in deutscher Sprache mitverfolgen. Twittern Sie mit PokerNews und Sie verpassen nie wieder eine unserer informativen “Kurz News”.[/I]

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