PokerNews Profil: Darvin Moon

darvin moon

Er ist der überragende Chip-Leader der „November Nine“ – den Finalisten des WSOP Main Events 2009. Der US-Amerikaner aus Maryland ist der perfekte Poker-Held. Als Betreiber einer kleinen Holzfällerfirma und drei Jahre Pokerwissen wird er von 7. bis 10. November mit Poker-Stars wie Phil Ivey oder Promis wie Jeff Shulman an einem Tisch sitzen und um $ 8,5 Millionen Dollar Preisgeld kämpfen.

Eigentlich ist er der totale Aussenseiter, der „under dog“, derjenige mit dem niemand gerechnet hätte und doch ist es typisch für den Main Event der WSOP, dass genau ein „Niemand“ als Favorit in das Rennen um den Weltmeistertitel geht. Darvin Moon hat bis vor kurzem ein beschauliches Leben in Maryland gehabt. Eine kleines Holz-Unternehmen, ein wenig Poker in der Freizeit, kein Blitzlicht und keine Kameras.

Doch seit Mitte Juli steht sein Leben Kopf, er ist einer der neun Pokerspieler, die im November am Final Table des WSOP Main Event 2009 spielen werden.

45 Jahre alt ist Darvin Moon, fast sein ganzes Leben hat er Poker gespielt – allerdings die Draw Variante. Sein Großvater hat ihm das Kartenspiel beigebracht und es war sein liebstes Hobby – mehr nicht. Turniererfahrung hat er vor dem WSOP Main Event nur bei lokalen Charity Events wie für die Feuerwehr gesammelt. Erst vor drei Jahren hat er begonnen sich mit der Poker Variante Texas Hold’em zu beschäftigen. TV-Übertragungen haben Moon auf die Spiel-Variante aufmerksam gemacht.

Ein Qualifier-Turnier in einem Provinz-Casino in Wheeling/West Virginia sollte sein Leben verändern. Mit $130 Buy-In konnte er ein WSOP Satellite-Turnier gewinnen und sich entweder für $10.000,- in bar oder als Buy-In für das WSOP Main Event entscheiden. Wie wir wissen hat er sich für Letzteres entschieden und sich bis ins Finale gespielt.

8 Tage lang hatte er einen unglaublichen Lauf, die Karten waren Moon wohl gesonnen und das weiß der Poker Liebhaber auch. In Interviews betont er immer wieder, dass er sich seines Kartenglücks sehr wohl bewusst ist. Bei Pocket-Pair Kombinationen hatte er mehr als einmal ein Set gefloppt und die Namen seiner Gegner am Final-Table flößen ihm Respekt ein.

Denn als einer der Favoriten ist Phil Ivey gesetzt, auch wenn er mit etwas mehr als neuneinhalb Millionen Chips nur auf Platz 7 des Chip-Ranking steht. Weitere bekannte Namen der „November Nine“ sind Jeff Shulmann (Herausgeber des Card Player Magazine) und James Akenhead (Mitglied der britischen Profi-Gruppe „Hit Squad“). Auch Eric Buchman, Steven Begleiter, Joseph Cada (das Jüngste, also das „Küken“ der Finalisten), Kevin Schaffel und Antoine Saout. Alle haben schon einmal größere oder kleinere Turniere gewonnen, auch bei der WSOP gecasht. Nur einer nicht: Darvin Moon.

Dennoch – er liegt mit 58.930.000 Chips haushoch in Führung. Der zweite im Chipranking ist Eric Buchman mit „nur“ 34.800.000. Hier ist bereits eine Differenz von mehr als 24 Millionen Chips. Doch das soll nicht heißen, dass der Gewinner bereits feststeht – Darvin Moon wird taktisch klug spielen müssen, um seinen Vorsprung halten oder ausbauen zu können.

Und Moon weiß wie schwierig das sein wird: „Ich weiß jetzt schon, dass mich alle am Tisch lebendig aufessen, wenn ich keine guten Karten bekomme. Ich bin bescheiden und ich weiß wo ich stehe. Meine Gegner spielen in einer anderen Liga, da bin ich deklassiert.“ Das sind sehr kritische Worte, die Darvin Moon über sich selbst äußert. Aber vielleicht sollte er sich nicht ganz so nieder machen, schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Und diese 8 Tage Main Event und der Final Table sind ein Crash-Kurs an Erfahrungswerten, für die Andere Jahre brauchen. In diesem Sinne: TAKE YOUR CHANCE! Und bis 7. November!

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