Ein neues Konzept soll Hohensyburg Besucher bringen

casino hohensyburg

Die Wirtschaftskrise ist auch zur Casino Krise geworden – das lässt sich schon seit geraumer Zeit nicht mehr leugnen. Das traditionsreiche Casino Hohensyburg bei Dortmund soll sogar Einbrüche bis zu 25% haben. Jetzt wollen die Betreiber des Casinos ein neues Konzept vorstellen um die Besucherzahlen wieder zu steigern.

Die deutschen Spielbanken befinden sich in der Krise, € 11 Millionen weniger Steuern sollen es allein für den Landeshaushalt in Nordrhein-Westfalen sein. Die Westspiel-Gruppe ist Betreiber der Casinos Aachen, Bad Oeynhausen, Berlin, Bremen, Duisburg, Erfurt und Dortmund-Hohensyburg. 1.400 Mitarbeiter haben die Casinos, einige von ihnen zittern um ihre Jobs. Damit es nicht soweit kommt will die Westspiel-Gruppe Umstrukturierungen vornehmen. Allen Casinos voran in Dortmund-Hohensyburg, es hat schon seit Monaten mit schlechten Zahlen zu kämpfen. Als Austragungsort der EPT wäre es nicht denkbar, wenn der Standort weiter in die Krise schlittern würde. Schließlich geht es auch um das Image des Standorts und dem Ruf als Poker-Zentrum.

Derzeit ist von bis zu 100 Stellen, die abgebaut werden sollen, die Rede. Kein angenehmes Gefühl für die 250 Casino Mitarbeiter. Und das obwohl viele mit Gehaltserhöhungen gerechnet hätten, weil z.B. bei den Croupiers und Dealern es schon seit 13 Jahren keine Erhöhungen mehr gegeben hätte. Geplante Verhandlungen hätten sich schon im Vorhinein zerschlagen, weil in der derzeitigen Situation Gehaltsverhandlungen utopisch sind. Und das obwohl dieser Berufszweig hauptsächlich von Trinkgeldern lebt.

Um den 22. Juni will die Westspiel-Gruppe ein neues Konzept für die Spielbank Dortmund-Hohensyburg präsentieren – ob es sich hier um einen Einsparungsplan oder einer tatsächlichen Neuorientierung handelt, will man noch nicht bekanntgeben. Gegenüber den Ruhrnachrichten meinte Pressesprecherin Katrin Koch, dass man auch den Termin mit 22. Juni nicht bestätigen könne. Laut Ruhrnachrichten soll WestSpiel-Geschäftsführer Lutz Wieding den Standort Dortmund-Hohensyburg aber halten wollen. Dennoch müsse es Umstrukturierungen beim Personal geben. Kein Wunder, dass man der Präsentation mit gemischten Gefühlen entgegen sieht.

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