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Tallinn ist Europas beliebteste Stadt wenn es um Glücksspiel geht

Tallinn ist Europas beliebteste Stadt wenn es um Glücksspiel geht 0001

Die Medien pfeifen es wie Spatzen von den Dächern - Artikel in der „Süddeutschen", in der „Kleinen Zeitung", im „Spiegel" und im „Bluff Magazine". Die estnische Hauptstadt Tallinn scheint in aller Munde zu sein, zumindest wenn es um den lukrativsten Wirtschaftszweig des Landes geht – das Glücksspiel.

Nur 396.200 Einwohner wohnen in Tallinn. Obwohl die Stadt mit seiner Einwohnerzahl nicht einmal annähernd an der halben Million Grenze kratzt, gilt die geschichtsträchtige Hauptstadt Estlands als Nabel für alle Glücksspiel und Pokerbegeisterten. 90 Casinos gibt es in der Stadt, Beschränkungen gibt es kaum. Kaum ein Land in Europa hat so freizügige Glücksspielgesetze.

Das liegt daran, dass nach 51 Jahren sowjetisch-kommunistischer Herrschaft der Neo-Liberalismus Einzug gehalten hat. Fortschritt und Kapital geben seither den Ton an. Kein Wunder also, dass in Estland 93% der Menschen über ein Handy verfügen und fast das ganze Land via Wireless-Points mit dem Internet vernetzt ist. Zusätzlich stehen 700 öffentliche Computer-Terminals der Bevölkerung zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung. Es scheint als ob Estland das Land der unbegrenzten Möglichkeiten geworden wäre.

Das hat sich in den letzten 17 Jahren auch die Glücksspielindustrie zu Nutze gemacht. Der Staat profitiert davon, knapp 30 Millionen Euro hat der Fiskus 2007 am Glücksspiel verdient. Das „Bluff-Magazine" schreibt, dass Tallinn zum MUSS für die Poker Elite geworden ist. Und nicht umsonst ist die schwedische Poker-Meisterschaft ins Nachbarland ins „Olympic Casino" übersiedelt.

Doch wo viel Licht ist, ist auch Schatten. Die Zahlen der Spielsüchtigen steigt, die Regierung zeigt sich besorgt. Laut aktuellen Zahlen sollen es schon 1,3 Prozent der Bevölkerung sein, die zahlreichen Spieltouristen aus aller Welt nicht mitgerechnet. Eine bessere Kontrolle und Reglementierung muss her…

Die ersten Änderungen sollen bereits Anfang 2009 in Kraft treten. Den kleinen Spielhöllen soll es an den Kragen gehen, nur mehr Casinos mit mindestens 40 Spielautomaten sollen genehmigt werden. Logisch klingt das nicht, aber die estnische Regierung erhofft sich durch die Größe eines Casinos wohl mehr Seriosität und Kontrolle? Auch Öffnungszeiten will man einführen, um dem 24h Betrieb einen Riegel vorzuschieben. Die Casinos sollen in Zukunft ihre Spieler registrieren, sodass ein problematisches Verhalten besser erkannt werden kann.

Verständlicherweise gibt es von den großen Casinobetreibern wenig Widerstand gegen die Pläne der Regierung. Die kleinen „Hinterhof-Konkurrenten" würden so ganz von selbst verschwinden. Der erste Gesetzesentwurf soll dem Parlament im Oktober vorgelegt werden.

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