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Studie empfiehlt Regulierung von Online Poker

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In einem Artikel der London Free Press wird über eine Studie der Universität West-Ontario berichtet. Die Ergebnisse im Bezug auf Online-Gambling machen deutlich klar, wie wichtig eine Regulierung von Online Poker wäre.

Marketing Professor June Cotte und Professor George und Mary Turnbull des Richard Ivey Wirtschaftsinstituts von der Universität West-Ontario haben eine wissenschaftliche Studie gestartet, die ergründen sollte, welche Form von Glücksspiel sich WIE auf Spieler/innen auswirkt. Getestet wurden 30 Spieler/innen - 20 davon in regulären Casinos und 10 auf Online-Portalen. Wichtig war, heraus zu finden wie sich Spielen für die jeweiligen Studienteilnehmer/innen anfühlt, welche Reize nötig sind um den Jagdinstikt zu wecken. Welche Schlüsselreize müssen angesprochen werden, damit Spielen Spaß macht oder, im schlechtesten Fall, zur Sucht wird bzw. das Verhalten bedenklich wird.

Die Ergebnisse waren für die Professoren erstaunlich, denn die 20 live-Spieler/innen spielten wesentlich kontrollierter und bedachter. Das Spielverhalten der Online-Spieler/innen legte ein wesentlich aggressiveres Verhalten an den Tag. Auch die Einsätze wurden online viel schneller und unbedachter getätigt.

Die Gründe für dieses konträre Spielverhalten liegen für die Studienleiter darin, dass es online an sozialer Interaktion mangelt und daher nur das Spiel im Vordergrund steht. Des weiteren muss keine Anreise eingeplant werden, der Computer ist schnell gestartet und im Nu ist man auch schon am Online-Portal eingeloggt. Im Gegensatz dazu muss ein/e Casino-Spieler/in mehr Zeit investieren. Auch die Teilnahme am Spiel kann nicht anonym erfolgen. Man muss sich "zeigen" und das impliziert mehr Zurückhaltung.

Diese Erkenntnisse erklären, warum Online-Glücksspiel wesentlich schneller zu einem bedenklichen Verhalten führen kann, das Risiko der Abhängigkeit ist größer. Professor Cote meint dazu: "Die Folge des unregulierten Online-Markts ist ein viel chaotischeres Umfeld, mit keiner allgemeingültigen Norm bzw. Regulierungsmaßnahmen. Die Bedeutung von Glücksspiel verändert sich durch diesen neuen Markt - eine geteilte Geselligkeit im Casino wird zu einem fokussierten Kampf im Internet - ohne wenn und aber. Das Wettbewerbsdenken wird viel stärker angeregt, als es im Casino der Fall ist."

Spieler im Casino werden gecheckt und die Teilnahme wird geprüft, im Online-Bereich obligt das dem jeweiligen Anbieter - eine generelle Vorschreibung gibt es nicht. Auch wenn die Online-Anbieter um Sicherheit bemüht sind, so ist es für Spieler/innen mit bedenklichem Spielverhalten wesentlich einfacher sich im Internet auszutoben.

Das bringt die Professoren zum Schluss, dass ein regulierter Online-Markt eine wesentlich bessere Lösung wäre, als generelle Verbote. Denn trotz des Unlawful Internet Gambling Enforcement Acts in den USA spielen immer noch Millionen Menschen im Internet. In vielen Staaten bewegt sich das Online-Glücksspiel in einer Grauzone, die Auslegung obliegt den jeweiligen Gerichten. Die Umsätze pro Jahr, allein in den USA, liegen bei $ 15 Milliarden. Das Risiko sich in einer rechtlichen Grauzone zu bewegen, dürfte die US-amerikanischen Spieler/innen also nicht abhalten.

Nur mit einer Legalisierung und Kontrolle kann der angestrebte Spielerschutz erreicht werden - so die Professoren der Universität West-Ontario. Ihre Empfehlungen nach dieser Studie, in einem regulierten und legalisierten Markt, gliedern sie in acht Kategorien:

1.) Schärfere Alterskontrollen beim Erstellen eines Accounts

2.) Ein Gegencheck von neuen Usern, ob nicht schon eine Sperre verhängt wurde

3.) Die Einsätze limitieren und eine klare Übersicht der bisherigen Ausgaben

4.) Bewußtmachung von Anzeichen eines bedenklichen Spielverhaltens via Pop-ups und Informationsleisten

5.) Ein Online-Berater sollte immer zur Verfügung stehen

6.) Die Gewinne und Verluste optisch groß darstellen

7.) Zwangspausen für die Spieler/innen, nach Ablauf einer bestimmten Spielperiode bzw. Spiels/Turniers

8.) Die Grafik reduzieren, weil diese mit bewegten Objekten und blinkenden Anzeigen den Spielreiz fördert

Diese Punkte sind die Conclusio von Professor June Cotte und Professor George und Mary Turnbull, nach ihrem Feldversuch. Inwieweit die Behörden Studien dieser Art in die Diskussion über Legalisierung bzw. Regulierung einbinden bleibt allerdings abzuwarten.

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