2019 World Series of Poker Europe

Die Pokerlympics?!

Die Pokerlympics?! 0001

Ich bin noch etwas unentschlossen, obwohl es beim Poker ein großes strategisches Element gibt und Pokern sich außerdem durch einen starken Wettkampf auszeichnet, fehlt doch irgendwie die körperliche Komponente (ich denke nicht, daß in einem Stuhl sitzen zu den körperlichen Aktivitäten zählt?), außerdem sollte man noch eine weitere wichtige Tatsache bedenken – egal wie gut man spielt, beim Pokern gibt es immer einen mehr oder minder großen Glücksfaktor. Das Interesse der gesamten Welt konzentriert sich momentan auf die Olympischen Spiele und in den großen Poker-Forumen werden heiße Diskussionen darüber geführt, welches Land denn nun das beste Poker-Olympia Team stellen könnte. Poker als Sport, entspricht nicht wirklich den Olympia Idealen, aber viele Länder denken trotzdem, daß ihre Mannschaften beim Pokern Goldkandidaten wären. Wie Sie sich sicherlich vorstellen können, sind diese Diskussionen relativ schnell ausgeartet und wurden sehr schnell nationalistisch, allen voran die patriotischen Amerikaner (obwohl die USA die größte Pokernation der Welt ist, garantiert diese Tatsache noch lange keine olympische Goldmedaille).

Sicherlich besteht kein Zweifel am Talent der Amerikaner und mit einer guten Mischung aus PokerPros mit lebenslangen Erfahrungen und einigen talentierten Online-Senkrechtstartern, wäre das US-Team sicherlich ein ernst zu nehmender Gegner. Aber die olympischen Spiele sind immer voller Überraschungen und eine Dosis des guten alten englischen Kampfgeistes, könnte die USA unter Umständen recht schnell von ihrem Thron stoßen. Das britische Team hat innerhalb der letzten 3 Jahre 2 Mal den Party Poker.com Poker Nations Cup gewonnen und sich dabei gegen Amerikaner, Schweden, Deutsche, Irländer und Holländer durchgesetzt. Bei jedem olympischen Event gibt es einen "Wild Card" Teilnehmer, ich meine damit diese Athleten mit einem ungezügelten Temperament, Ausnahmeathleten, welche den Spielen die gewisse Würze verleihen. Und hier kommen die Skandinavier ins Spiel, ihr aggressiver, nicht berechenbarer Spielstil reicht völlig aus, um auch den erfahrensten Spieler in Bedrängnis zu bringen und wenn die Skandinavier mal zu ihrem Spiel gefunden haben, sind sie meistens kaum mehr zu stoppen. Dann haben wir noch Australien, Kanada und Russland, welche ebenfalls zu den großen Pokernationen zählen und definitiv gute Chancen auf eine Goldmedaille haben.

Die Überlegung, welche Nation die Beste sein könnte, gehört zu den vieldiskutierten Themen und es gab in der Vergangenheit bereits Pokerevents, welche sich dieser Diskussionen angenommen haben und den Team-Gedanken umgesetzt haben, wie z.B. der PartyPoker Nations Cup und der PokerStars World Cup of Poker. Bei den olympischen Spielen wird natürlich eine größere Vielfalt geboten, deshalb wäre es mehr als gerecht, wenn man dafür ein Format erfinden würde, bei welchem verschiedene Pokervariationen gespielt werden würden. Die Spieler könnten in einer Vielzahl von Disziplinen gegeneinander antreten, wie z.B. No Limit Hold'em, Pot Limit Omaha, Seven Card Stud, Limit Hold'em u.s.w – ein Format, ähnlich wie H.O.R.S.E. Die einzelnen Varianten könnten dann zusätzlich noch unter unterschiedlichen Rahmenbedingungen gespielt werden - Shootouts, Heads-Up und Freezeout Turniere mit hoher Teilnehmeranzahl.

Die Wertung könnte dann ähnlich wie beim Zehnkampf erfolgen, das Team mit der höchsten Gesamtpunktanzahl gewinnt, erhält dafür Ruhm und Ehre und die begehrte Goldmedaille.

Vielleicht interessiert sich ja niemand wirklich für meinen Vorschlag, aber wenn das IOC jemals entscheiden sollte, Poker zur olympischen Disziplin zu machen und dann für die jeweiligen Nationen, gerne eine eingespielte Mannschaft am Spieltisch sitzen hätte, welche im Sinne des olympischen Gedankens um die Medaille spielt, dann hätte ich hier meine Vorschläge für die Mannschaftszusammenstellung:

Team England: Neil Channing, Praz Bansi, Ram Vaswani, Chris "Moorman1" Moorman und Roland De Wolfe.

Team U.S.A: Phil Ivey, Allen Cunningham, Tom "Durrr" Dwan, Mike Matusow und Chris "Jesus" Ferguson.

Team Russland: Alexander Kravchenko, Kirill Gerasimov, Alexander Kostritsin, Ivan Demidov, Nikolay Evdakov.

Team Kanada: Daniel Negreanu, Gavin Smith, Peter "Apathy" Jetten, Sorel Mizzi, Nenand Medic.

Team Australien: Joe Hachem, Tony G, Jeff Lisandro, Mel Judah, Mark Vos.

Team Dänemark: Gus Hansen, "Halfrek", Jesper Hougaard, Soren Kongsgaard, Jonas Klausen.

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