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Boss Media vs. PokerTrillion

Boss Media vs. PokerTrillion 0001

Am 11.April hat Pokertrillion.com einen Klagsantrag gegen Boss Media vor Gericht in Malta eingebracht. Angeblich hätte Boss Media seinen Vertrag mit Pokertrillion.com gebrochen – von betrügerischen Aktivitäten ist die Rede. Jetzt wurde das Urteil gesprochen.<br>

Boss Media wurde 1996 gegründet und wollte ursprünglich nur das Online-Gambling-Portal „Gold Club" betreiben. Durch die steigende Nachfrage an ihrer Gambling-Software hat sich das Unternehmen 1997 entschlossen ganz auf die Erstellung von kundenorientieren Web-Interfaces umzusatteln. Seit 2004 wurde das Internet-Casino „Gold Club" dann komplett verkauft, sodass Boss Media nun ausschließlich Technologie orientiert für seine Kunden arbeiten kann. Das Unternehmen ist auch Mitglied des „Interactive Gaming Councils" (IGC), einer Non-Profit-Organisation um die Interessen der globalen Gaming-Industrie zu vertreten. <br>

Einer der Kunden von Boss Media war Pokertrillion.com. Seit Dezember 2007 bietet das Unternehmen Online-Gaming auf seiner Plattform an. <br>

Mittlerweile sind beide Unternehmen aber arg zerstritten und befinden sich in einem Rechtsstreit. Dieser hat am 11. April 2008 begonnen. Beim maltesischen Zivilgericht wurde seitens Pokertrillion eine Klage gegen Boss Media eingebracht. Alle Bankkonten sollten eingefroren werden. Grund dafür war der Vorwurf von angeblichen betrügerischen bzw. strafbaren Aktivitäten seitens Mitarbeitern von Boss Media, aber auch dem Management und Partnerfirmen von Boss Media. Es wurden daraufhin alle maltesischen Konten von Boss Media eingefroren, solange die Ermittlungen am Laufen waren. Pokertrillion CEO, Andy Pyrah, meinte damals seitens der Presse: „Im Dunstkreis von Boss Media entdeckten wir einige Unregelmäßigkeiten, die wiederrum nicht im Einklang unserer Firmenphilosophie stehen. Es geht hier auch um vertragsrechtliche Belange zwischen Pokertrillion und Boss Media. Entwicklungen die nicht dem entsprechen, wie wir unser Geschäft führen." Eine Offenlegung der Geschäftsaktivitäten von Boss Media war die Folge. <br>

Dann am 18.August 2008 hat der maltesische Richter Gino Camilleri das Urteil im Fall Pokertrillion vs. Boss Media gesprochen. Das Urteil beinhaltet nicht nur das Einfrieren sämtlicher maltesischer Boss Media Konten, sondern auch die Beschlagnahmung der Server. Der Betrieb der Server, für sämtliche kommerzielle Aktivitäten, soll mit 18. September 2008 eingestellt werden. <br>

Pokertrillion CEO, Andy Pyrah, gab daraufhin der Presse bekannt: „Die heutige Entscheidung bedeutet für Boss Media, dass ihr Geschäftsbereich in der Gerichtsbarkeit von Malta mit 18. September eingestellt wird. Das gilt auch für alle Partner des Boss Poker Networks (IPN). Jedes Leistung bzw. Service wird nicht mehr verfügbar sein. Trotz einer Berufung von Boss Media waren wir bis dato in all unseren Anklagepunkten erfolgreich." <br>

Einen Tag danach wurde eine Entgegnung von Boss Media veröffentlicht. Darin wird Pokertrillion vorgeworfen verantwortungslos mit Informationen betreffend Kunden von Boss Media umzugehen. Denn das Service von Boss Media durch die Server-Beschlagnahmung und Schließung würde in keinster Weise beeinträchtigt werden. Pokertrillion habe nur deshalb diesen Rechtsstreit angezettelt, weil Boss Media den Vertrag gekündigt hatte und den Ausschluss aus dem Boss Media Network erwirkt hatte. Einen „Akt der Vergeltung" nennt Boss Media in seiner Entgegnung die rechtlichen Schritte seitens Pokertrillion. <br>

Auch die Kundenkonten seien laut Boss Media durch die Server-Beschlagnahmung und Schließung nicht gefährdet: „Um es auf den Punkt zu bringen: Alle Spieler Konten und Kundenprozesse sind unter separater Kontrolle der Malta Lotteries and Gaming Authority und können gerichtlich nicht konfisziert oder aufgelöst werden." Alle Anschuldigungen von Pokertrillion seine falsch und verleumderisch und es sei genug Kapital vorhanden den Service auf Malta aufrecht zu halten. Im unwahrscheinlichen Fall, dass ein Serverbetrieb auf Malta nicht mehr möglich wäre, sei Boss Media durch Back-up Systeme abgesichert. <br>

Ob der Serverbetrieb am 18. September dann wirklich eingestellt wird bleibt noch abzuwarten. Das Berufungsverfahren läuft. <br>

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