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Über das Spiel des Lebens

Über das Spiel des Lebens 0001

Das "World Wide Web" ist voll von Geschichten, Artikeln, Berichten, Links, Anekdoten, etc. auch und natürlich über Poker und allem, was damit zusammenhängt. Vieles davon sind Berichte über Turniere, Pokerspieler und Casinos, einige behandeln Hintergrundthemen wie Politik oder Recht und nur wenige sind persönlich motiviert. Und dann gibt es noch Artikel, die sich wie Geschichten lesen und höchst amüsant sind. Über solch eine Geschichte bin ich bei meiner heutigen Recherche gestoßen. Noch Stunden später ist sie mir immer wieder eingefallen und ich musste schmunzeln. Deshalb habe ich beschlossen ausnahmsweise in der „ich" Form zu schreiben und euch PokerNews Leser/innen diese Story nicht vorzuenthalten – ein wenig philosophisch, neckisch, politisch und mitunter provokant.<br>

Der Artikel wurde auf einem US-amerikanischen Presseportal veröffentlicht und ich habe mir erlaubt diese Version der Geschichte frei zu übersetzten, dann liest sichs einfach netter. <br>

Ist das Leben ein Spiel? Und welchen Stellenwert haben die Spiele, die wir in unserem eigenen Leben spielen? Haben sie überhaupt eine Auswirkung? Schon Albert Einstein hatte ja behauptet, dass alles Chaos ist und Alles mit Allem zusammenhängt. Das heißt, dass auch die Spiele, die wir spielen, unser Leben beeinflussen und ein wenig uns selbst widerspiegeln. Wer spielt gerne WELCHE Spiele und was sagt das über seine/ihre Persönlichkeit aus? <br>

Wenn wir uns mit diesem Gedanken an die US-Präsidentschaftskandidaten wenden und ihre Spiele-Affinität betrachten, dann könnten wir mitunter einiges über sie erfahren, dass sie in der Öffentlichkeit SO nicht unbedingt preisgeben würden. Wer geht WIE mit WELCHEM Risiko um? Mehr will ich an dieser Stelle gar nicht weiter kommentieren, am besten einfach weiterlesen… Die Zusammenhänge ergeben sich dann von selbst. <br>

Der republikanische Kandidat John McCain liebt das Würfelspiel „Craps". Hier wird mit zwei Würfeln gespielt, die Augenzahlen entscheiden über Gewinn oder Verlust. Ein reines Glücksspiel also, Gewinne werden auf lange Sicht keine gemacht werden können. Die Statistik besagt, bei solchen Spielen gewinnt immer das Casino. Hat man doch einmal eine Glückssträhne, dann muss man nur lange genug spielen um alles wieder zu verlieren und vielleicht noch mehr. Es ist eine mathematische Tatsache. <br>

Zurück zum republikanischen Präsidentschaftskandidaten, der gerne „Craps" spielt… ein guter Freund von McCain, Wes Gullett, hat schon des Öfteren mit ihm in Las Vegas gespielt. Die beiden haben sich Nächte um die Ohren geschlagen. McCain gibt auch offen zu, dass „Craps" ein Spiel ist, das süchtig macht. Aberglaube ist bei Glücksspielen weit verbreitet, auch McCain glaubt an die „Magie" der Würfel und hat seine eigenen Rituale. Die Art und Weise, wie man die Würfel nimmt und wirft ist für ihn entscheidend, wehe ein Gegner fasst die Würfel zu roh an, der Präsidentschaftskandidat würde umgehend seinen Unmut äußern! <br>

Wie sieht es nun mit Barack Obama aus – dem demokratischen Spitzenkandidaten? Er gibt offen zu, dass er gerne Poker spielt. Ein Spiel, das auf lange Sicht (Übung, Ausdauer und Können vorausgesetzt) durchaus lukrativ sein kann. Auch die Art und Weise WIE dieses Spiel im Casino angeboten wird ist sympathisch, denn das Haus verdient nur am Rake, kein Pokerspieler spielt gegen eine „Bank", sondern nur gegen die übrigen Mitstreiter am Tisch. Der Dealer fungiert allein nur als Spielleiter. Das macht dieses Spiel auch für Obama willkommen. Obama weiß, dass es nicht einfach ist ein guter Pokerspieler zu sein. Immerhin sitzen meist die gleichen Spieler/innen an Final-Tables. <br>

Was sagt nun die jeweilige Spiele Affinität über die Präsidentschaftskandidaten aus? Tja, man könnte es als Metapher lesen, als Interpretation – das bleibt allein euch überlassen. Kann man das auf die Art und Weise, wie die beiden Politik machen, ummünzen? Ist es zu weit hergeholt? Und doch was Wahres dran? Oder liegt es daran, dass McCain einfach reich ist und es ihm egal ist ob er beim Spielen gewinnt oder verliert. Kann es bei einem Spiel überhaupt egal sein ob man gewinnt oder verliert? Fragen, Fragen, Fragen…Antworten wird es hier keine geben, sondern nur etwas zum nachdenken. <br>

Fakt ist jedoch, dass viele Poker-Pros Obama in seinem Wahlkampf unterstützen. Erst vorgestern hat Pokerlegende Doyle Brunson öffentlich seine Unterstützung für den demokratischen Kandidaten publik gemacht. Und auch die „Poker Players Alliance" macht keinen Hehl daraus auf der Seite von Obama zu sein. <br>

Auch im eigenen Bekanntenkreis könnte es durchaus interessant sein, einmal zu beobachten welche Spiele der oder diejenige gerne spielt. Vielleicht werden da verborgene Qualitäten entdeckt?<br>

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