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Vorzeigestadt Singapur wird zur Spaß-Metropole

Vorzeigestadt Singapur wird zur Spaß-Metropole 0001

Ab 2010 wird es in Singapur zwei Entertainment-Tempel inklusive Casinos geben – das „Marina Bay Sands" mitten im Herzen der Stadt und ein Casino auf der Insel Sentosa vor den Toren Singapurs. <br>

Damit hat wohl niemand gerechnet – die sauberste Vorzeigestadt der Welt will sich in die Riege der Entertainment-Städte einreihen. Schon seit 2006 wurde über die Liberalisierung der Gesetze heftig debattiert, dann – 2007 gab es nach langen Verhandlungen, vielen Pros und Contras den Startschuss zum Bau der Entertainment und Erholungskomplexe. Letztendlich waren es wirtschaftliche Faktoren, die die Regierung des Stadtstaates dazu bewogen haben, die Projekte zu zulassen. <br>

Schon mit der erstmaligen Austragung eines Formel-1 Rennens will man Offenheit für Neues signalisieren, denn am 28. September 2008 ist nicht nur die Premiere des Großen Preises von Singapur, sondern auch das erste Nachtrennen in der Geschichte der Formel-1. <br>

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Macau in China immer mehr die Vormachtstellung am asiatischen Glücksspielmarkt bezieht. Würde Singapur nicht jetzt reagieren, dann würde es wohl den Anschluss verpassen. Denn Singapur soll als Wirtschaftsstandort führend bleiben und das soll mit der nötigen Prise Spaß und Unterhaltung auch so bleiben. Immerhin will man den Fremdenverkehr ankurbeln und die Besucherzahlen verdreifachen. Bis dato bringt der Tourismus der Stadt jährlich 15 Milliarden Euro ein, das soll bis 2015 auf 45 Milliarden jährlich gesteigert werden. <br>

Genug Gründe für die Investoren bei den Kosten nicht ins Schwitzen zu geraten, denn das „Marina Bay Sands" wird der teuerste Komplex der Welt – die veranschlagten 2 Milliarden Euro zum Bau des, mit drei Türmen, signifikanten Tempels belaufen mittlerweile geschätzte 3 Milliarden Euro. <br>

Den Zuschlag für den Bau hat die Sands Gruppe bekommen – sie sind Betreiber des „The Venetian" in Las Vegas und haben sich mit ihrem „Venetian" in Macau bereits am asiatischen Markt etabliert. Mit dem Bau des „Marina Bay Sands" in Singapur ist nun auch ein zweiter Standort am asiatischen Kontinent gesichert. <br>

Auf knapp 560.000m2 wird es eines der exklusivsten Casinos der Welt geben. Zusätzlich zum Casino werden drei Hotel-Türme vor der Skyline des Business-Districts in den Himmel ragen. Mit dem „Science and Arts Museum" soll auch der kulturelle Intellekt der Besucher gefordert werden. Im Convention-Center gibt es auf 111.000m2 Platz für 52.000 Besucher/innen. Ein luxuriöser Spa Bereich soll den Besuch im „Marina Bay Sands" relaxt abrunden. Der israelische Stararchitekt Moshe Safdie hat mit seinem Entwurf für ein beindruckendes Design der Gebäude gesorgt – angelehnt an die Optik von drei Spielkarten hat er die drei Türme entworfen. <br>

Die Pläne dieses Baus sind ehrgeizig denn es mussten Tonnen von Erdreich aufgeschüttet werden um die Erdbebensicherheit zu gewährleisten – bis zu 60 Meter sind dann Betonstützen in den Boden gerammt worden, damit das Fundament auf festem Grund steht. <br>

Immerhin will man auch den Bewohnern von Singapur damit lukrative Jobs sichern – 75% der Mitarbeiter sollen aus Singapur stammen, insgesamt sollen 10.400 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Neben dem „Marina Bay Sands" wird auch auf der Insel Sentosa, die Singapur vorgelagert ist, ein Freizeitpark inklusive Casino entstehen. In einem Interview meint Premier Lee Hsien Loong: „Wenn Glücksspiel das ist was Touristen wollen, dann sollten wir es ihnen auch gestatten." <br>

Kritiker warnen vor den Konsequenzen – zunehmende Kriminalität und Spielsucht könnten den guten Ruf der „Sauber-Stadt" gefährden. Aber auch dafür will man gewappnet sein – so soll es eigens eingerichtete Stellen für Spielsüchtige geben und ein Hinweis aus der Familie soll reichen, sodass ein Spieler/in in den Casinos gesperrt wird. <br>

Ab Frühling 2010 sollen die Pforten des „Marina Bay Sands" geöffnet werden, bis dahin wird noch kräftig die Werbetrommel gerührt, damit die geplante Auslastung auch wirklich gewährleistet ist. <br>

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