2019 World Series of Poker Europe

Harte Vorwürfe gegen private Glücksspielindustrie

Harte Vorwürfe gegen private Glücksspielindustrie 0001

Ilona Füchtenschnieder ist Vorsitzende des Fachverbands Glücksspielsucht in Herford (Nordrhein-Westfalen) und erhebt im heute veröffentlichten Interview mit „Welt-Online" schwere Vorwürfe gegen die Marketingmaschinerie privater Glücksspiel- und Pokeranbieter.

Seit Ende Mai gilt im Bundesland Rheinland-Pfalz ein öffentliches Turnierverbot bzw. dürfen die Buy-Ins bei Live-Turnieren eine € 15,- Grenze nicht überschreiten. Jetzt wird auch in Nordrhein-Westfalen (NRW) überlegt, es dem südlich benachbarten Bundesland gleich zu tun.

Ilona Füchtenschnieder ist Autorin von zahlreichen Büchern über europäisches Glücksspielrecht und Vorsitzende des Fachverbands für Glücksspielsucht in Herford. Sie beschäftigt sich seit Jahren mit der sozialen Problematik von Spielsucht, dem Spielerschutz und der damit einhergehenden Gesetzgebung. Im Interview mit der Online Ausgabe der deutschen Tageszeitung „Die Welt" nimmt sie zu den neuesten Gesetzesentscheidungen Stellung und wirft der Industrie zu wenig soziale Verantwortung vor.

Aufgrund des Unlawful Internet Gambling Enforcement Acts (UIGEA) würden sich die weltgrößten Online-Poker-Anbieter nun stärker auf den europäischen Markt konzentrieren und versuchen durch gezielte Marketingmaßnahmen ihre Kunden zu akquirieren. Als konkretes Beispiel nennt Füchtenschnieder Boris Becker, dem sie vorwirft einerseits Erziehungsratgeber zu schreiben und andererseits für Glücksspiel zu werben.

Generell habe Füchtenschnieder nichts gegen private Pokerrunden einzuwenden, ihr gehe es um das „Werbe-Bombardement" (Zitat) und die weitgreifenden Auswirkungen von Spielsucht – Diebstahl innerhalb der Familien und Rückzug aus dem sozialen Umfeld.

Die Internet-Poker-Anbieter würden zu wenig Verantwortung für ihre Kunden übernehmen, meint Füchtenschnieder. Sie setzt verstärkte Werbemaßnahmen mit der Spielsuchtproblematik gleich. Als Lösungsansätze nennt sie verschärfte Verbote und Kontrollen bei Internet-Poker durch die Zusammenarbeit zwischen Staat und Internetprovidern bzw. Auszahlungssperren von Banken.

Über einen kontrollierten privaten Markt spricht Füchtenschnieder nicht, auch „Welt-Online" stellt keine Fragen zu diesem Thema. Deshalb hat sich PokerNews entschlossen eine Interview-Anfrage an Frau Füchtenschnieder zu stellen, um mit ihr zu hinterfragen ob generelle Verbote wirklich die ultimative Lösung für Spielsüchtige darstellen oder ob es alternative Möglichkeiten zum Spielerschutz gäbe.

Das Ergebnis unserer Anfrage bzw. das Interview/Gespräch (vorausgesetzt Frau Füchtenschnieder stimmt einem Interview zu) werden wir so bald als möglich veröffentlichen. In diesem Sinne – stay tuned…!

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