2019 World Series of Poker Europe

Porträt Thomas Bihl

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Ja, Thomas Bihl pfeift heuer auf die WSOP in Las Vegas, na und? Ein guter Pokerspieler weiß eben ob er für ein Turnier dieser Größe fit genug ist oder nicht. „Buzzer" steht zu seiner Entscheidung - also wenn das kein Grund für PokerNews ist, ein Porträt über den deutschen Poker-Pro zu verfassen...?<br>

Gerade gestern – nach laaanger Zeit – gibt's wieder einen Post von Thomas Bihl alias „Buzzer" im overcards.de Blog. Und spätestens jetzt wissen es wohl alle – der deutsche Poker-Pro ist nicht zur WSOP nach Las Vegas gefahren und er wird es auch nicht tun! Seine Begründung? – zu viel Hitze, zu viel Stress und Live-Turniere sind eben nicht seine Sache, außer der Spaßfaktor stimmt…Tja, traurig für alle Pokerfans, denn Skill-technisch wäre Bihl wohl ein heißer Kandidat für ein Bracelet gewesen… war er doch letztes Jahr der erste Pokerspieler, der jemals auf NICHT US-amerikanischem Boden ein Bracelet gewonnen hatte. Das war beim ersten Event der WSOP-Europe. <br>

Es war eine hochkarätige Runde, gegen die sich Bihl durchgesetzt hatte – Pokergrößen wie Chris Ferguson oder Jennifer Harman saßen damals mit am Final-Table. Es war der &pound;2.500 H.O.R.S.E.-Event und zwei anstrengende Tage hatte Bihl hinter sich gebracht, bevor er sich gegen Harman im Heads-up durchsetzte und der Gewinner des ersten europäischen WSOP-Events war. Sein Preisgeld - &pound;70.875,- das sind umgerechnet fast € 90.000,-. Und dann ein paar Tage später, wird er auch noch beim &pound;500,- Seven Card Stud Event Erster und holt sich &pound;12.090,- Preisgeld (ca. € 15.000,-). <br>

Diese Erfahrungen sind möglicherweise mit ein Grund warum der passioniert Online-Spieler wenig Lust auf überlange Turniertage verspürt und lieber mit seiner Freundin spazieren geht oder in Schweden urlaubt. Zu möglichen „broke" Gerüchten meint Bihl mit einem fetten *LOL* Kommentar: <br>

„In diesem Zusammenhang freut es mich mitteilen zu können, dass ich einen der begehrten Startplätze für die Ladbrokes Million bekommen habe und soeben die Startgebühr von USD 20K überwiesen habe […] Nicht jeder der mal 2 Wochen nichts schreibt und ein 10K Turnier auslässt ist gleich broke."<br>

Der 33-jährige Poker-Pro spielt seit 2004 Poker und hat sich anfänglich im Online Bereich als „Buzzer" etabliert. Nach und nach hat er aber auch im Live-Sektor durch Erfolge auf sich aufmerksam gemacht. Und das so kontinuierlich, dass er seit Anfang 2008 zum Team der FullTilt Poker-Pros gehört – Respekt! <br>

Dass der Mann mit Zahlen und Risiken umgehen kann liegt wohl auch an seinem ursprünglichen Beruf als Bankkaufmann wo er auf den Aktienhandel spezialisiert war. Gute Voraussetzungen für sein liebstes Hobby – den Sportwetten – und seinem Beruf – Pokerspieler. Wobei an dieser Stelle festzuhalten sei, dass Thomas Bihl sein liebstes Hobby wirklich ernst nimmt, jetzt hat er sogar ein Abo der „Racing Post" ergattert. Tipps und Tricks wie man erfolgreich wettet gibt er gerne weiter. <br>

Aber zurück zum Pokerspiel, was können wir in den nächsten Monaten von Thomas Bihl erwarten? Live-Turnier mäßig eher wenig, schließlich steht ja auch die Fussball-EM vor der Tür und Deutschland blickt diesem Spektakel hoffnungsfroh entgegen. Aber online wird „Buzzer" immer wieder anzutreffen sein. <br>

Zum Schluss noch eine kuriose Meldung: Thomas Bihls Oma hat in Rio de Janeiro bei der Tischtennis Senioren-Weltmeisterschaft gewonnen, so steht´s in seinem Blog und wir finden das einfach SUPER! ;-). <br>

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