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„21" Filmrezension – hochbegabte Kartenzähler mit Doppelleben

„21

Mit „21" ist wieder ein Casino-Film in unseren Kinos. Nach James Bond oder der „Ocean´s" – Triologie erfreuen sich Casino-Streifen großer Beliebtheit. Das besondere an „21"? – er beruht auf wahren Begebenheiten.

Neben Jungstars wie Jim Sturgess und Kate Bosworth ist auch der zweifache Oscarpreisträger Kevin Spacey als doppelbodiger Universitätsprofessor zu sehen. Studenten des „Massachusetts Institute of Technology" kurz MIT, gehören zur Bildungselite der USA, weil sie auf einer der weltweit führenden Technologie-Universitäten studieren und überdurchschnittlich begabt sind. Auch Ben Campbell (Jim Sturgess) ist Student am MIT, dennoch ist es sein Traum Medizin zu studieren und das auf der berühmten Harvard Universität. Um dort studieren zu können muss man entweder sehr reich sein oder ein Stipendium bekommen. Die Plätze für Stipendien sind aber rar und Ben rechnet nicht damit, dass er zu den wenigen Auserkorenen um die begehrten Stipendien-Plätze gehört. Sein Traum scheint in die Ferne zu rücken, denn woher soll der mittellose Student $300.000,- Studiengebühr nehmen?

Der Mathematikprofessor Micky Rosa (Kevin Spacey) erkennt in Ben ein Zahlengenie und lädt ihn zu einem ungewöhnlichen Treffen mit vier anderen Studenten. Eine geheime Black-Jack Runde, wie sich herausstellt, denn Prof. Rosa weiht seine Auserkorenen in die hohe Kunst des Kartenzählens ein. Kartenzählen? Ja genau - das ist das, was wir alle schon von Dustin Hoffmann aus „Rain Man" kennen, nur dass die Studenten nicht autistisch sind und sich die Fähigkeit durch viel Training aneignen müssen. Ben Campbell ist derjenige, der die Gruppe auf die Siegerstraße bringen soll, so wäre auch sein Studiengebühren Problem gelöst.

Die fünf Studenten können sich unter der Leitung von Prof. Rosa mit dem Kartenzählen eine goldene Nase verdienen und so verbringen sie ihre Wochenenden nicht in Boston am Uni-Gelände, sondern in Las Vegas am Black-Jack Tisch. Sie leben zwei Leben, das eine routinierte und alltägliche Leben am MIT und das aufregende, prickelnde Leben in der Spass-Metropole. Denn Vegas ist die Stadt der Träume, jeder kann dort sein was oder wer er sein will, vorausgesetzt das nötige „Kleingeld" ist vorhanden.

Aus den „Strebern" werden Lebemänner und strahlende Diven. Auch der schüchterne Ben unterliegt mehr und mehr dem Kick der Metropole und getraut sich erstmals Jill (Kate Bosworth), die ebenfalls in Black-Jack-Team ist, seine Liebe zu gestehen. Neben der romantischen Handlung zeigt der Film vor allem viel Glitzer und Glamour, aber auch die Schattenseiten der knallharten Glücksspielindustrie werden nicht ausgespart. Denn Laurence Fishbourne als Cole Williams ist den Teenagern auf der Spur, als unabhängiger Sicherheitsberater arbeitet er für die Casinos um Kartenzähler aufzudecken, denn die kosten den Casinos viel Geld. Auch Kevin Spacey entpuppt sich nach und nach als nicht so gönnerhaft wie anfangs vermutet und so geraten die fünf Studenten immer mehr in einen Strudel aus finanzieller Abhängigkeit und dem schmalen Grad nicht geschnappt zu werden.

Die Geschichte von „21" basiert auf dem Bestseller Roman von Ben Mezrich „Bringing down the house". In diesem Buch beschreibt er die wahre Geschichte einer Studentengruppe, die Anfang der 1990er Jahre tatsächlich, mit einem gefinkelten Kartenzählsystem, die Casinos von Las Vegas um Millionen Dollar erleichtert haben. Der Film lehnt sich nur fragmentarisch an die literarische Vorlage an, schließlich wollte Regisseur Robert Luketic („Das Schwiegermonster" 2005, „Legally Blonde" 2001) großes Unterhaltungskino machen.

Kevin Spacey überzeugt als fieser Professor und auch die beiden Jungdarsteller Jim Sturgess und Kate Bosworth sind sympathische Hauptdarsteller. Die filmische Machart ist in den Las Vegas Sequenzen auf Hochglanz poliert und so variiert „21" auch in seiner Stilistik zwischen dem eintönigen Uni-Alltag und dem Glücksspielrausch in Vegas.

Fazit: „21" wird zwar nicht in die Filmgeschichte eingehen, ist aber dennoch für einen abwechslungsreichen und amüsanten Kinoabend zu empfehlen.

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