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Kanada verpasste Chance beim Online Glücksspiel

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Kanada hatte die Gelegenheit zum Beginn eines Booms einzusteigen, welcher sich mittlerweile zu einer Millionen Dollar Branche entwickelt hat. Hätte Kanada damals die Chance genutzt, hätten die Kanadier nun eine 10-jährige Erfahrung in der Regulierung des Online Glücksspiels. Stattdessen ist Kanada nur eins von vielen Ländern, welche verzweifelt versuchen sinnvolle Online Glücksspiel Verordnungen zu erlassen.

In dieser Woche sagte der ehemalige Kahnawake Häuptling Joe Norton im Rahmen einer Sitzung der Eingeborenen zum Thema Glücksspiel, daß Kahnawake sowohl dem Staat Kanada, als auch der Provinz Quebec angeboten hatte sich an dem damals neu gegründeten Unternehmen zu beteiligen. Wie jeder weiss, hat sich dieses von den Eingeborenen geführte Unternehmen mittlerweile zum größten Online Glücksspiel Hoster der Welt entwickelt.

Die Montrealer Zeitung "The Gazette" schrieb in einem Bericht, daß es in den frühen Neunzigern sehr viele Treffen zwischen der Regierung und den Verantwortlichen der Kahnawake gegeben hätte, wobei es letztendlich nur zu einem vorläufigen Vertragsentwurf zwischen Kahnawake und Quebec kam.

Norton behauptet, daß der frühere Minister für die Angelegenheiten der Einheimischen, Guy Chevrette, sich persönlich dafür eingesetzt hat, daß das Dokument, welches zu einer Zusammenarbeit zwischen Quebec und Kahnawake geführt hätte, unterschrieben werden sollte. Letztendlich entschied sich Chevrette dann doch gegen eine Zusammenarbeit, da er von seinen Kollegen darauf hingewiesen wurde, daß die Legalität von Glücksspielgeschäften in Reservaten recht umstritten wäre.

Norton sagte im Rahmen des kanadischen Glücksspiel Gipfels, daß die Kahnawake Verantwortlichen sowohl der nationalen, als auch der Provinzregierung gegenüber alle Geschäftsabläufe der Mohawk Internettechnologien (MIT) offen gelegt hätten, um zu vermeiden, daß irgendjemand denken könnte, die Geschäfte wären in irgendeiner Weise illegal. Während beide, sowohl die nationale Regierung, als auch die Regierung der Provinz Quebec behaupteten, daß nur Quebec für das Glücksspiel in der Provinz zuständig wäre, wurde diese Behauptung nie von einem Gericht überprüft. Es ist nun 10 Jahre her, seit die Kooperation zwischen Quebec und dem Reservat gescheitert ist und während der gesamten Zeit gab es keinerlei Anzeichen dafür, daß Quebec sich in die Geschäfte der MIT einmischen wollte.

Es gibt aber in Kanada einige Gruppen, im speziellen die Pferdewetten Industrie, welche gerne gesehen hätten, wenn UIGEA ähnliche Gesetze in Kraft treten würden. Während der MIT weiterhin davon ausgeht, daß alle Geschäfte legal sind, versuchen der Anwalt Morden Lazarus und der ehemalige Kahnawake Häuptling Joe Norton eine formale Bestätigung durch die kanadische Verfassung zu erhalten, durch welche der Betrieb von Glücksspielfirmen zu einer legitimen Aktivität der Eingeborenen erklärt werden würde.

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