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Dino Rossi stellt Pokerverbot in Frage

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Im Staat Washington in den USA gilt eines der schärfsten Pokergesetze, ein Verstoß gegen das Verbot wird wie ein schweres Verbrechen geahndet. Einer, der schon seit Jahren in einem privaten Verfahren gegen diese Absurdität kämpft ist Lee Rousso. Jetzt bekommt der mittlerweile prominente Rechtsanwalt Unterstützung durch den demokratischen Gouverneurs-Kandidaten Dino Rossi.

Ihre Methoden sind unterschiedlich und sie kämpfen nicht Seite an Seite, dennoch hat jetzt auch der Gouverneurs-Kandidat Dino Rossi in einem Radio-Interview zugegeben, dass das geltende Glücksspielverbot im Staat Washington in seiner Exekution übertrieben sei. Das geltende Glücksspiel-Verbot in dieser Form könne so nicht exekutiert werden, denn ein Verstoß wird wie ein „Klasse C" Vergehen eingestuft. In den USA ist ein „Klasse C" Vergehen gleichzusetzen wie sexueller Missbrauch an Minderjährigen, Vergewaltigung oder ähnliche schwerwiegende Verbrechen. Im Vergleich dazu wird Alkohol am Steuer NICHT als „Klasse C" Vergehen eingestuft.

Poker ist in den USA ein Volkssport, und das schon seit mehr als 200 Jahren. Das Online-Spiel-Verbot bringt viele unbescholtene Bürger in die Illegalität. Im Radio meint Rossi: „Wenn man in Washington Online-Poker spielt, dann kann man mit einer Gefängnisstrafe von bis zu 10 Jahren rechnen, man wird wie ein Schwerverbrecher verurteilt. Ich hätte ein derartiges Gesetz niemals unterschrieben. Denken sie an ihre Kinder, die im College eine Runde Poker im Internet spielen und im nächsten Moment vor dem Richter sitzen und ins Gefängnis müssen."

Dieser Schritt könnte natürlich auch ein bewusst gesetzter Schachzug im Wahlkampf sein, denn im Staat Washington wird am 4. November 2008 ein/e neue/r Gouverneur/in gewählt. Rossi muss sich bis dahin gegen die Amtsinhaberin Christine Gregoire durchsetzen, denn sonst kann er nicht in die letzte entscheidende Runde einziehen. Pokernews hat über die neuen Wahlregelungen in seinem Artikel über Lee Rousso bereits berichtet.

Dino Rossi hat im Radio Interview zwar zugegeben, dass das Verbot, wenn es exekutiert wird, viel zu hart sei, dennoch hat er sich öffentlich nicht zu einer Änderungen bzw. Aufhebung geäußert. Es bleibt abzuwarten ob hier nur mit Ketten im politischen Zirkus des Wahlkampfs gerasselt wird, oder ob hier wirklich Interesse am Thema besteht.

Was Lee Roussobetrifft, so wird er am 15. Mai seinen Gerichtstermin haben, Pokernews wird dazu weiter berichten.

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