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Anwalt Lee Rousso muss sich aus der Politik zurückziehen

Anwalt Lee Rousso muss sich aus der Politik zurückziehen 0001

Im Bundesstaat Washington kämpft Anwalt Lee Rousso seit fast einem Jahr gerichtlich gegen das geltende Gambling Verbot. Um direkten Einfluss auf die Gesetzgebung zu haben, hat er sich für das Gouverneursamt beworben, aufgrund von Gesetzesänderungen wird daraus allerdings jetzt nichts mehr…

Begonnen hat alles vor ca. einem Jahr… Anwalt Lee Rousso war es ein Dorn im Auge, dass die Spieler/innen durch das Online-Poker-Verbot kriminalisiert werden. Denn laut seinen Aussagen wiederspricht sich der Unlawful Internet Gambling Enforcement Act (UIGEA) mit dem sogenannten „Wire Act 1961". Dieser besagt, dass zwar Sportwetten untersagt sind, das Online-Pokerspiel sei allerdings nach geltender Rechtslage NICHT darauf anwendbar – also von Strafverfolgung ausgenommen. Trotzdem wurde Poker als kriminelle Handlung deklariert, Spieler/innen können somit strafrechtlich verfolgt werden. Rousso, selbst ein Online-Poker-Spieler, versucht deshalb vor dem Obersten Gerichtshof in Seattle eine Anhörung durchzusetzen um diesen Widerspruch anzufechten.

Die Papierarbeit dafür ist allerdings ein Meer an Bürokratie, die Behörden Washingtons machen es dem engagierten Staatsanwalt nicht gerade leicht. Daher hatte sich Lee Rousso entschlossen selbst für die anstehende Wahl des Gouverneurs zu kandidieren. Er hätte somit direkten Einfluss auf behördliche Abläufe und die Gesetzgebung. Diesen Entschluss gab er im Jänner diesen Jahres bekannt, mit Unterstützung der „Poker Players Alliance" (PPA) erhoffte er sich gute Chancen die Wahlkampf-Phase aufmischen zu können. Zumindest als „störender" Faktor etwas zu erreichen.

Laut einer aktuellen Meldung von CardPlayer.com wird aus diesem Vorhaben aber nun doch nichts werden können, denn die Gesetze wurden so geändert, dass es Rousso nicht mehr möglich sein wird zu kandidieren.

Er wollte neben der Amtsinhaberin Christine O'Grady Gregoire als demokratischer Kandidat ins Rennen gehen und den republikanischen Elisa Oviedo herausfordern.

Jetzt hat das Gericht in Washington-State aber die Gesetze geändert, sodass immer nur die zwei Top-Kandidaten ins Rennen gehen können, unabhängig welcher Partei sie angehören. Auf die Partei bezogen ist diese Entscheidung für Rousso irrelevant. Das eigentliche Dilemma ist, dass der Staatsanwalt nicht der Spitzenkandidat ist. Er erhoffte sich Einfluss auf unentschlossene Wähler/innen haben zu können bzw. auch jene, die mit der Politik von Gregoire nicht einverstanden sind. Die neue gesetzliche Regelung bedeutet für Rousso aber, dass er erst gar nicht kandidieren kann – eine enttäuschende Situation.

Aber, gemäß dem Sprichwort „wo sich eine Tür schließt, geht eine andere auf", hat Rousso auch eine erfreuliche Nachricht erhalten. Sein monatelanges Bemühen, eine Anhörung vor dem Obersten Gerichtshof zu bekommen, dürfte bald Früchte tragen. Denn hinsichtlich der guten Lobby-Arbeit der PPA in Washington D.C. kommt die Diskussion um die Legalisierung von Online-Poker in den USA in die Gänge.

Kommenden Freitag soll die Anhörung in Seattle stattfinden, dort wird Rousso alle Unterlagen vorlegen, die beweisen sollen, dass das Online-Poker-Verbot gegen die Verfassung der USA verstößt. Entscheidet das Gericht bei der Anhörung FÜR Rousso, dann würde es Mitte Mai zu ersten Verhandlungen kommen.

Trotz seinem erzwungenen Ausscheiden aus der Politik ist Lee Rousso nun zuversichtlich.

Auf der Site der PPA veröffentlich Lee Rousso, wie in einem Blog, laufend Updates:

http://www.pokerplayersalliance.org/news/newsandarticles_article.php?DID=207

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