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Deutscher Pokerbund startet Aktion „Gemeinsam für Poker"

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Die Unsicherheit der Pokerbegeisterten in Deutschland ist groß, denn die gesetzliche Auslegung des neuen deutschen Glücksspielstaatsvertrages variiert von Bundesland zu Bundesland. Aus diesem Grund ruft der Deutsche Pokerbund alle Pokerspieler/innen Deutschlands zur Aktion „Gemeinsam für Poker" auf.

Ziel der Aktion ist es, den Gesetzgeber zu einer einheitlichen Regelung zu bewegen. Denn bis dato ist die Auslegung des neuen deutschen Glücksspielstaatsvertrages ein Chaos. Die Verantwortlichkeit der Deutung und Definition liegt nicht beim Bund, sondern bei den Ländern, und die interpretieren die neuen Gesetze sehr unterschiedlich. Das ist geht sogar soweit, dass Deutschland bei der EU um eine Fristverlängerung angesucht hat, um eine einheitliche Stellungnahme bzw. Rechtfertigung gegenüber der EU zustande zu bringen. Details dazu sind in unserem Artikel EU vs Deutschland - Fristverlängerung bis Juni nachzulesen.

Diese unterschiedlichen Auslegungen verunsichern den/die Pokerspieler/innen zusehends, kaum einer weiß mehr ob er/sie sich jetzt in seinem Bundesland strafbar macht oder nicht, oder sich in einer rechtlichen Grauzone bewegt – ein unglücklicher Zustand.

Der Deutsche Pokerbund ist ein Informations- und Interessensportal für Pokerbegeisterte und finanziert sich nur durch Mitgliederbeiträge. Die Aktion „Gemeinsam für Poker" soll jetzt die Pokerspieler/innen Deutschlands, nach dem Vorbild der „Poker Players Alliance" in den USA, vereinigen. Denn nur als gemeinsame Lobby ist es möglich den Druck auf den Bund zu erhöhen und Anpassungen durchzusetzen. In drei Phasen will der Deutsche Pokerbund seine Ziele für die Pokergemeinde publik machen und politisches Interesse bewirken:

Phase 1 – die Unterschriftenliste:

Um ihr Vorhaben möglichst weit verbreiten zu können, ruft der Pokerbund alle Interessierten auf, sich ihrer Unterschriftenliste anzuschließen. Über die Email Adresse [email protected] kann diese angefordert werden und auch weitergeleitet werden bzw. an die Faxnummer +49 (0)9081/2901919 retourniert werden. Alle, die ihre Unterschrift geleistet haben werden auf einen Informationsverteiler gesetzt, der regelmäßig über die Schritte des Pokerbundes informiert.

Phase 2 – Die Petition:

Sind genug Unterschriften gesammelt, dann wird der Deutsche Pokerbund die Petition „Poker Pro" verfassen, die dem Bund übermittelt wird. Zeitgleich werden auch alle, die sich dieser Petition anschließen und unterschrieben haben, aufgefordert noch separat einen Brief an die Bundesregierung zu schicken. Eine Flut von Briefen soll für Aufmerksam sorgen, sodass das Vorhaben des Deutschen Pokerbundes nicht mehr negiert werden kann und das öffentliche Interesse auf die Aktion gelenkt wird.

Phase 3 – Pool Bildung:

Aufruf zum Zusammenschluss von Vereinen und Clubs zu einer Interessensgemeinschaft. Das soll die Möglichkeit bieten einen gemeinsamen finanziellen Pool zu schaffen, der im Fall von rechtlichen Problemen dem jeweiligen Veranstalter eine Hilfe bietet.

Nach dem Prinzip „gemeinsam sind wir stark" hofft der Deutsche Pokerbund durch diese Aktion auf Veränderung. Das Beispiel der „Poker Players Alliance" in den USA zeigt bereits jetzt, wie wichtig Lobby-Arbeit ist, mehr als 1 Million Mitglieder sind bereits verzeichnet. In den letzten eineinhalb Jahren hat es die PPA geschafft, dass die Diskussion über geltende Gesetze voran getrieben wurde, dass Poker in der Politik überhaupt diskutiert wurde! Nach diesem Prinzip will nun auch der Deutsche Pokerbund verfahren.

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