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Poker ist Können

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Die Frage nach Glück oder Geschick im Poker wurde schon oft gestellt. Pokerenthusiasten sind der Meinung, dass der Glücksfaktor ein eher geringer ist, während andere doch glauben, dass der Glücksfaktor bei dem Kartenspiel ein hoher ist.

Michael DeDonno, ein Doktorand der Case Western Reserve University, hat vor kurzem einen Artikel mit dem Titel „Poker is a skill" veröffentlicht, mit der Quintessenz, dass Poker viel mit Können und Geschick zu tun hat und wenig mit Glück. Der Artikel, den er gemeinsam mit dem Psychologen Douglas Detterman geschrieben hat, erregte das Aufsehen der Herausgeber des Magazins „Gaming Law Review" (Bericht zum Glücksspielgesetz), die vor kurzem zur Glück-Können-Debatte Resultate von Psychologen herausgegeben hatten.

Grundlagen für die Feststellung von Michael DeDonno waren zwei Studien mit Collegestudenten, die sicher Auswirkungen für die Glücksspielindustrie haben werden, da sie aufzeigen, dass der Glücksfaktor nicht so hoch sei, wie angenommen.

Für DeDonno ist es eine empirische Tatsache, dass es sich bei Poker um Geschick und Können und nicht um Glück handelt.

In der ersten Studie ließ DeDonno 41 Studenten 200 Hände in acht Runden spielen – also Turbo Texas Hold'em, eine computer-basierende Simulation von Hold'em Poker mit 10 Spielern. Die Studenten, die bei dieser Studie mitmachten, hatten wenig Erfahrung mit Poker.

Die Hälfte der Studenten der ersten Gruppe bekamen eine Rankingliste der Handwertigkeiten – von der besten zur schlechtesten. Außerdem wurde ihnen mitgeteiltz, dass professionelle Pokerspieler normalerweise nur 15% ihrer Hände spielen.

Der zweiten Gruppe wurde nur der geschichtliche Hintergrund von Poker erklärt und keine Strategie.

Es zeigte sich eindeutig, dass die Gruppe, die Strategie Tipps bekommen hatten, bessere Entscheidungen traf als die zweite Gruppe.

Am Beginn der Studie waren 64% - also 2/3 der Studenten – der Meinung, dass der Prozentsatz beim Pokern zu gewinnen 50% sei.

Natürlich wollte Michael DeDonno das widerlegen, denn wenn das Glück 50% ausmachen würde, könnten die Studenten mit Strategietipps nicht vorne liegen.

Um die Ergebnisse der Studie zu bestätigen, führte Michael DeDonno eine weitere Studie durch. In dieser Studie ließ er Studenten 720 Hände spielen. Die Bedingungen waren wieder dieselben – eine Gruppe bekam Handwertigkeiten und Strategietipps – die zweite nur Hintergründe zur Geschichte des Pokerspiels. Und wieder schnitt die erste Gruppe deutlich besser ab als die zweite.

Die Studenten verringerten die Anzahl der gespielten Hände von 27% auf 15% nachdem sie strategische Tipps erhalten hatten, was ihr Spiel deutlich verbesserte.

DeDonno selbst ist leidenschaftlicher Pokerspieler. Er wollte mit der Studie herausfinden, ob es einen Zusammenhang zwischen Intelligenz und dem Geschick beim Poker gab. Doch während der Studie verschob sich der Fokus immer mehr auf die Geschick-Glück Frage.

Michael DeDonno glaubt, dass man die Ergebnisse seiner Studien auf das echte Leben umlegen kann. Das Anwenden von Strategien kann bei Investitionen oder beim Kauf eines Hauses genutzt werden, da man auch hier nur teilweise Informationen hat. Seiner Pokersimulation kann ebenfalls bei psychologischen Tests für das Treffen von Entscheidungen oder die Bereitschaft ein Risiko auf sich zu nehmen, umgesetzt werden.

Michael DeDonno ist mit seiner Studie sicher, dass beim Pokern das Können zählt und rennt damit bei den meisten Pokerspielern offene Türen ein. Es wäre toll, wenn sich auch die Gesetzgeber mit solchen Studien befassen würden.

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