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Neteller bald aus der Krise?

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Der „Unlawful Internt Gambling Enforcement Act" von 2006 hat den Zahlungsvermittler Neteller in eine schwere finanzielle Krise gestürzt. Das Unternehmen musste sich aus dem gesamten US-amerikanischen Markt zurückziehen – und das obwohl die Mehrzahl der Kunden zu diesem Zeitpunkt aus den USA waren.

Jetzt wurden die Geschäftszahlen aus dem krisengeschüttelten Jahr 2007 veröffentlich – das Ergebnis weist Vorsteuerverluste von knapp $186 Millionen auf, denn im Jahr zuvor war der Gewinn mit $107 Millionen noch hoch.

Der Beginn der Krise war die Verabschiedung des UIGEA im Herbst 2006. Dann im Juli 2007 – nur ein halbes Jahr nach dem Erlass des UIGEA - musste Neteller bei einem gerichtlichen Vergleich tief in die Tasche greifen und $136 Millionen Strafe bezahlen. Das Unternehmen hatte weiterhin Transaktionen durchgeführt und Gelder ausbezahlt, obwohl die Konten der Kunden laut UIGEA schon längst hätten eingefroren werden müssen. Nach dem Vergleich war Neteller in die finanzielle Krise geschlittert.

Die Einnahmen aus den USA sind im Vergleich zum Vorjahr von $257 Millionen auf nur $84 Millionen gesunken.

Dennoch ist man zukünftig gesehen optimistisch, denn die Kundenzahl aus dem Rest der Welt konnte 2007 angehoben werden. Weltweit konnte ein Zuwachs von 15% erzielt werden, die relativen Zahlen nur an Europa gemessen sind mit 28% Zuwachs sogar noch höher. Am stärksten boomt der asiatische Markt – ein Einnahmeplus von 44%.

Laut einer aktuellen Pressemeldung von Reuters will sich Neteller mit diesem Kurs in den kommenden Jahren wieder sanieren und seinen Platz im Segment „Zahlungsvermittlung" weiter ausbauen. Diese Tendenz würde die Analysten für 2008 optimistisch stimmen.

CEO von Neteller, Ron Martin, will mit 2008 die Krise überstanden haben: „Ich bin mit den derzeitigen Prognosen sehr zufrieden und hoffe, dass das auch die Analysten bei ihren Berichten berücksichtigen." In den ersten zwei Monaten (Jänner und Februar) haben sich durchschnittlich 1.140 Kunden pro Tag angemeldet und Transaktionen durchgeführt.

Was die noch ausständigen Zahlungen an Neteller Kunden betrifft zeigt sich Martin ebenfalls optimistisch, denn 2008 sollen $130 Millionen zurückbezahlt werden. Numis Analyst Richard Carter meint: „Neteller wird schätzungsweise mit Ende 2008 einen Netto-Gewinn von $98.7 Millionen machen. Abgesehen davon glauben wir, dass $33 Millionen, die aus dem Verkauf des Geschäftsgebäudes in Calgary lukriert werden konnten, an Aktionäre refundiert werden können. Entweder als Rückkauf oder Gewinnanteil oder eine Kombination aus Beidem."

Durch die Verlagerung des Firmensitzes von Kanada auf die Isle of Man konnten die Kosten auf minus 10% gesenkt werden.

Neteller erwirtschaftet mehr als 80% seines Umsatzes durch Zahlungsverkehr im Bereich des Online-Glücksspiels. CEO Martin möchte dies aber auf 70% senken um nicht so von der Schnelllebigkeit des Marktes abhängig zu sein. In den nächsten Jahren möchte sich Neteller dann vollständig saniert haben.

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