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Harrah's 2007 Gewinnbericht: Regionale Wolken und Silberstreifen

Harrah's 2007 Gewinnbericht: Regionale Wolken und Silberstreifen 0001

Letzten Mittwoch gab Harrah's Entertainment seinen 4. Quartal- und Ganzjahresbericht heraus, und geben uns damit Einblick in den weltgrößten Casinobetreiber und das Befinden dieses Industriezweiges. Als Rechtehalter der World Series of Poker, nimmt Harrah's finanzielles Wohlbefinden für Pokerspieler auf der ganzen Welt einen besonderen Stellenwert ein. Obwohl Harrah's Entertainment nicht länger ein börsenotiertes Unternehmen ist, muss das Unternehmen weiterhin seine Finanzberichte bei der Security and Exchange Commission erfassen, weil öffentliche Schulden für den Verkauf genutzt wurden; die größte fremdfinanzierte Übernahme in der Geschichte dieser Branche.

Harrah's Verkauf an die außerbörslichen Unternehmensbeteiligungen Apollo Management, L.P. and TPG Capital, L.P wurde am 28. Jänner 2008 abgeschlossen.

Insgesamt berichtete Harrah's einen Netto Verlust von $47.8 Millionen für das vierte Quartal 2007 im Vergleich zum $47.6 Millionen Zuwachs in derselben Periode im Jahr 2006. Aber ein Quartal macht noch kein ganzes Jahr und Harrah's konnte im Jahr 2007 ein Nettoertrag von $619.4 Millionen verbuchen gegenüber $535.8 Millionen. Grund für das Ergebnis im vierten Quartal scheint die Vorsteuer des Kaufs des London Clubs International zu sein. Höhere Verbindlichkeiten die wegen dem Erwerb des London Clubs, Bill's Gambling Hall and Saloon und einem Golfplatz in Macau angefallen sind, waren ebenfalls für den 24.7 %igen Anstieg des Zinsaufwandes im vierten Quartal verantwortlich.

Aufgrund von Harrah's Größe und Vielfalt des Aktienbesitzes in den USA, ist ihr Finanzbericht ein Indikator für die Stärke oder Schwäche dieser Branche. Solange Harrah's der Leithammel in dieser Branche ist, wird Las Vegas weiterhin der Lichtblick sein.

Harrah's berichtete ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (kurz EBITDA - Earnings Before Interest, Depreciation, Taxes and Amortization) mit einen 15.5%igen Anstieg im Q4 in Las Vegas.

Im Jahresvergleich hatte Las Vegas ein EBITDA von 11.7%. Atlantic City, im Gegensatz, bleibt weiterhin von einem Schatten überdeckt, verursacht durch den wachsenden Wettbewerb von den neu entstehenden Casinos in Pennsylvania, höheren Werbekosten und neuen Rauchverboten. Sogar mit Harrah's zusätzlichen Spielautomaten-Tätigkeiten in Chester, Pennsylvania, war das regionale EBITDA im vierten Quartal auf 0.5% und auf 3.0% für das Jahr 2007 gesunken.

In der Louisiana/Mississippi Region gab es einen Zuwachs des EBITDA von 17.2% und einen jährlichen Anstieg von 3.6%. Grund für diesen regionalen Zuwachs war die starke Straffung der Besitze in New Orleans und Biloxi die die Verluste des Grand Casinos in Tunica ausgleichen sollten. Harrah's Großbesitz in Tunica brachte wenig Gewinn, eine teure Renovierung und ein Re-Branding, das bis zum zweiten Quartal 2008 abgeschlossen sein soll, soll den Zustand verbessern. Die Region Illinois/Indiana zeigt das schlechteste EBITDA und zwar einen Rückgang von 21.6% im Quartal und 9.5% für das Jahr 2007. Höhere Spielsteuern in Illinois und höhere Vermögenssteuern in Indiana werden auch in Zukunft viel Druck auf die Performance in diesen Regionen ausüben.

Harrah's Finanzberichte waren schon immer auch eine Fülle an regionalen Informationen, aber das wird sich in naher Zukunft sicher ändern. Da die neuen privaten Eigentümer von Harrah's das Unternehmen restrukturieren wollen, werden auch die Finanzberichte restrukturiert. Acht Immobilien wurden vor kurzen in eine neue Operationseinheit, getrennt von der Harrah's Operating Company, übergeben. Diese acht Immobilien werden in Zukunft als "die CMBS Immobilien" weitergeführt und inkludieren Harrah's Las Vegas, Rio, Flamingo Las Vegas, Harrah's Atlantic City, Showboat Atlantic City, Harrah's Lake Tahoe, Harveys Lake Tahoe und Bill's Lake Tahoe. Die Signifikanz hinter dieser Ausgliederung wurde nicht erklärt, obwohl viele von diesen Casinos höhere Performances im Harrahs Konzern bringen als andere. Ein weiterer Nachteil durch fehlende regionale EBITDA Berichte wird sein, dass der Blick auf den regionalen Zustand der Branche verloren gehen wird.

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