2019 World Series of Poker Europe

Women in Poker Hall of Fame

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Es wundert einen nicht mehr, dass immer mehr Frauen an dem Kartenspiel Gefallen finden. Erfolgreiche Spielerinnen wie Katja Thater sind Leitfiguren und Vorbilder. Sie zeigen, dass es am Pokertisch keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern gibt.

Natürlich gab es auch schon vor dem Pokerboom erfolgreiche Spielerinnen und um genau diese geht es bei der Women in Poker Hall of Fame (WiPHoF). Unter dem Motto "Honoring Women in Poker - Celebrating Excellence, Contribution and Performance" wurde die neue Ehrenhalle ins Leben gerufen und soll die Frauen auszeichnen, die schon seit sehr vielen Jahren im Pokerbereich erfolgreich tätig sind.

Gegründet wurde die WiPHoF am 1.5.2007 von der Ladies International Poker Series (LIPS) und erhielt Unterstützung durch das Card Player Magazine und das Binion's Casino. Am 2.2. fand dazu im Binion's in Las Vegas die erste jährliche Einführungszeremonie der neuen Ehrenmitglieder statt. Durch das Programm führte kein geringerer als Mike Sexton.

Die vier Frauen, die als nächstes aufgenommen wurden, sind Barbara Enright, Susie Isaacs, Linda Johnson und Marsha Waggoner. Barbara Enright wurde erst im vergangenen Sommer die Ehre zuteil, die erste Frau in der Poker Hall of Fame zu sein. Die über 60-Jährige gewann bisher drei Bracelets und war 1996 die erste Frau, die einen offenen WSOP-Event gewinnen konnte. Bei dem $2.500-Pot-Limit-Hold'em-Turnier ließ sie 197 Konkurrenten hinter sich, sicherte sich $180.000 Preisgeld und einen Platz in der WSOP-Geschichte! Und das schon zum zweiten Mal, denn bereits ein Jahr zuvor hatte Enright als erste Frau einen Final Table beim Main Event erreicht. Bei der Auflage im Jahre 1995 belegte sie den fünften Platz und kassierte $114.180. Mit dem zehnten Platz beim Main Event 1998 verpasste Susie Isaacs nur knapp den Final Table. Die aus Tennessee stammende Profispielerin macht seit Mitte der Achtziger die Pokertische in Las Vegas unsicher. Die dritte im Bunde ist nun die aus Australien stammende Marsha Waggoner. Ihre Karriere begann als Dealerin in Sydney, doch nachdem sie Stud-Poker für sich entdeckt hatte, packte sie ihre Koffer und flog 1977 nach Reno (US-Bundesstaat Nevada). Dort etablierte sie sich schnell und lebte von Cashgames. Später entflammte ihre Leidenschaft für Turniere und Mitte der Achtziger zog es sie nach Las Vegas. Inzwischen lebt die fast 50-Jährige in Los Angeles und ist mit Poker-Pro Kenna James verheiratet. Ihre Heimat hat sie nicht vergessen und fliegt regelmäßig nach Down Under. Selbstverständlich sind die Aussie Millions ein fester Bestandteil in ihrem Terminkalender.

Linda Johnson ist die nächste, die 54-Jährige war Herausgeberin des Card Player Magazines und verfasst immer noch Artikel für dieses Heft. Sie beteiligte sich bei der Gründung der World Poker Industry Conference, der World Poker Players Conference und der Tournament Directors Association. Sie arbeitete als Präsidentin der Poker Player Alliance und ist immer noch für diese aktiv. Inzwischen agiert sie als Sprecherin für die World Poker Tour. Dass sie aufgrund ihrer diversen Tätigkeiten auch "the First Lady of Poker" genannt wird, erklärt sich von selbst und dass sie spielen kann, zeigte sie unter anderem 1997. Da sicherte sich Johnson ihr Bracelet im Razz und kassierte $96.000.

Von Barbara Enright über Katja Thater bis hin zu Annette Obrestad - Weltweit etablieren sich die Frauen immer mehr! Enright war die erste Bracelet-Siegerin, Katja Thater die erste Deutsche und Obrestad gewann das erste Main Event außerhalb der Vereinigten Staaten. Kenna James, Ehemann von Marsha Waggoner, schrieb treffend in seinem Blog: "Herzliche Glückwünsche an alle Geehrten, die jetzt Mitglied in der Hall of Fame sind. Es war mir stets eine Ehre und ein Vergnügen, mit euch an den Turniertischen sitzen zu dürfen."

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