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Die Französische Tennisföderation verklagt Bwin, Betfair und Ladbrokes

Die Französische Tennisföderation verklagt Bwin, Betfair und Ladbrokes 0001

Dieser Artikel hat nicht unmittelbar was mit Poker zu tun, punkto „Glückspielgesetz" bzw. Onlinewetten ist er aber allemal interessant.<br>

Die FFT (Französiche Tennisföderation) läßt sich offenbar nicht gefallen, dass man auf Tennis wetten abschließt. So brachten sie vor ein paar Tagen eine Klage in Frankreich und Belgien ein.<br>

„The Guardian", eine Zeitung in England, berichtete, das die FFT mit Ende Februar 2008 legale Maßnahmen in Belgien einführen will, um gegen das französische Tennis offen wetten zu verhindern. Das soll sogar schon ab Mai 2008 nicht mehr möglich sein, wenn es nach der Tennisföderation geht. <br>

Der Fall ist vor Gericht anhängig, die Verhandlung dazu soll am 11. April 2008 stattfinden. Die Online-Wettanbieter Bwin, Betfair und Ladbrokes stehen in der Anklageschrift und die FFT ist der Meinung, dass eine Entscheidung zu ihren Gunsten stattfindet! Damit wäre dieses Vorgehen ein Präzedenzfall und es soll so auch verhindert werden, dass andere Anbieter Tenniswetten forcieren. <br>

Die Zeitung berichtet weiter, dass das FFT eine ähnliche Klage auch in Deutschland plant und dass sie schon Maßnahmen gegen Unibet und Expekt vorbereitet, um auch in diesem Land freie Wetten auf Tennis zu verhindern. <br>

„The Guardian" zitierte den FFT Geschäftsführer Jean-François Vilotte der meint: "Betfair alleine hat Wetten im Umfang von €230 Millionen! rennen. Alles in Allem schätzen wir, dass zwischen €500 Millionen und einer Milliarde! Euro auf das französische Grand Slam Turnier gesetzt werden. In den letzten Runden wird sogar ein Höchststand von €15 Millionen pro Match erreicht!" <br>

Die meisten Wetten wurden nach den Angaben während der Spiele auf Details ohne sportliches Interesse wie etwa die Dauer eines Sets abgeschlossen, so der FFT-Chef.<br>

In Frankreich hatte bereits der österreichische Sportwettenanbieter Bwin wegen Wetten auf Fußballspiele mit der Justiz Schwierigkeiten gehabt. Im September 2006 waren die Vorstände von Bwin, Manfred Bodner und Norbert Teufelberger, in der Nähe von Nizza verhaftet und drei Tage lang in Polizeigewahrsam genommen worden. Sie wurden infolge einer Anzeige des Wettmonopolisten "Francaise des Jeux" von einem Strafgericht in Nanterre bei Paris des "illegalen Glücksspiels" beschuldigt, kamen aber nach Bezahlung einer Kaution wieder frei.<br>

Und es geht sogar noch weiter: Gleich zwei französische Sportverbände haben sich der Klage der englischen Premier League gegen die Videoplattform YouTube angeschlossen. Die französische Tageszeitung Les Echos berichtet, die Ligue de Football Professionnel (LFP) und eben die Fédération Française de Tennis (FFT) wollen so wie die Sportfunktionäre von der Insel beim US-Bundesgericht in New York erreichen, dass die Google-Tochter künftig keine unerlaubt hochgeladenen Videos von Sportveranstaltungen zeigt, an denen die beiden Organisationen die Rechte halten.<br>

Warten wir ab, was bei dieser Sache rauskommt und ob sie mit der Klage Erfolg haben.<br>

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