2019 World Series of Poker Europe

EPT Kopenhagen Finale

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EPT Kopenhagen Finale

Das EPT Scandinavian Open Turnier im Casino Kopenhagen ist vorbei! Fast könnte man glauben, dass sowieso ein Däne gewonnen hat – im Heads-Up aber siegte Tim Vance aus den USA gegen den Dänen Sören Jensen.<br>

Nach einem viereinhalbstündigen phasenweise eher langweiligen Tag3 durchbrach ein Amerikaner die Nordische Mauer. Konnte man in den vergangenen Spieltagen ja beobachten, dass fast nur Dänen und Belgier in den vorderen Plätzen zu finden waren. Nur wenige andere Länder waren dabei, auch die Deutschen Topspieler konnten sich nicht behaupten und schafften im Schnitt gerade mal einen Spieltag.<br>

Der 46-jährige US-Amerikaner aus Dupo (US-Bundesstaat Illinois), der in St. Louis (US-Bundesstaat Missouri) lebt, ist bei diesem Turnier von Anfang an aufgefallen. Sein exzentrisches Verhalten am Tisch, sein endloses Herumspazieren im Turniersaal, jede Menge „sinnloser Wörter" und eher unhörbare Singversuche von diversen Beatles-Songs hatten ihn viel Sympathie gekostet. Im Verlauf des EPT-Events war er von Turnierleiter Thomas Kremser sogar zweimal ernsthaft ermahnt worden, seine Außendarstellung zu überdenken! Immerhin scheint Tim, der sich selbst als "American as…." bezeichnete, abseits vom Pokertisch aber auch eine gute Seite zu haben: Auf seinem roten Baseball-Cap trug er immer zwei Bilder seiner dreieinhalbjährigen Tochter Nancy mit sich. Die Kleine darf sich nun höchstwahrscheinlich über ein Pony freuen, das ihr der Papa versprochen hatte, sollte er bei der EPT ins Geld kommen.<br>

Hier die finale Hand: Beide Spieler limpen in den Pot. Der Flop zeigt {2-Clubs}{7-Clubs}{8-Spades}. Beide checken. Auf den Turn liegt {3-Spades}, der Däne setzt 115.000 Chips, Tim Vance callt sofort. Der River bringt {4-Spades}. Jensen geht All-in, Vance callt sofort und sagt: "Es war toll, mit Dir zu spielen". Der Amerikaner dreht {a-Spades}{10-Spades} zum Nutflush um! Diese Hand brachte ihm umgerechnet rund €835.000! Zusätzlich zu seinem Gewinn erhält er ein Ticket für das EPT-Finale in Monte Carlo, dass im April stattfindet.<br>

Somit ist das für Vance mit großem Abstand der größte Gewinn seiner Karriere. Anfang 2005 hatte er bei einem kleineren Turnier im Tunica Casino (US-Bundesstaat Mississippi) für einen sechsten Platz etwa $33.500 kassiert. Ansonsten ist er nach eigenen Angaben ein recht begabter Cashgame-Spieler. Nun darf er sich auf jeden Fall Dollar-Millionär nennen!<br>

Der Zweitplazierte Sören Jensen steigt aber auch nicht schlecht aus: Er kassierte rund €472.400 an Preisgeld. Der 37-jährige Manager einer Autolackiererei in Arhus hatte im Vorfeld des Final Tables gemeint, er werde das Turnier mit "1000-prozentiger Sicherheit" gewinnen. So ist das Leben, mit dieser Prognose lag er leider knapp daneben. Und fast hätte er den EPT-Event verpasst: Exakt eine Minute bevor die Registrierungsphase endete, hatte er sich doch noch zu der Anmeldung durchringen können. Sein größter Gewinn bis zu dieser EPT waren $30.500 bei einem WSOP-Turnier 2006 ($10.000 No Limit Hold'em) in Las Vegas.<br>

Hier das Ergebnis:

1. Tim Vance — USA — € 834.590

2. Sören Jensen — Dänemark — € 472.463

3. Magnus Hansen— Dänemark — € 274.425

4. Rasmus Nielsen — Dänemark — € 209.355

5. Daniel Ryan — USA — € 172.576

6. Nicolas Dervaux — Frankreich — € 135.798

7. Simon Dorslund — Dänemark – € 107.507

8. Patrik Andersson — Schweden – € 76.386

Wir gratulieren den Gewinnern!

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