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Im US-Präsidentschaftswahlkampf ist auch Internet-Gambling ein Thema

Im US-Präsidentschaftswahlkampf ist auch Internet-Gambling ein Thema 0001

Letzte Woche hat die Tagezeitung „Las Vegas Sun" einen Artikel veröffentlicht, in dem verschiedene Standpunkte US-amerikanischer Präsidentschaftskandidaten erläutert wurden. Überraschenderweise war auch das Thema „Internet-Gambling" auf der Liste.

Die drei heißesten Anwärter der US-Demokraten für das Amt des Präsidenten im Wahljahr 2008 heißen Hillary Clinton, Barack Obama und John Edwards. Wer von diesen dreien tatsächlich ins Rennen um einen der mächtigsten Posten der Welt geschickt wird ist noch nicht entschieden. Grund genug für die US-amerikanische Presse die Kernthemen der Anwärter genau unter die Lupe zu nehmen.

Die „Las Vegas Sun" hat in einem Artikel den jeweiligen Standpunkt der Kandidaten zu Papier gebracht. Neben den Kernthemen „Wirtschaft", „Gesundheitssystem", „Ausbildung", „Atomkraft" und „Einwanderung" war interessanter Weise auch „Internet Gambling" ein Thema, zu dem die Meinungen der drei Kandidaten eingeholt wurden. Der Amerikaner liebstes Spiel dürfte also aufgrund des „Unlawful Internet Gambling Enforcement Acts" (UIGEA) noch lange nicht vom Tisch sein. Klar, für alle Pokerfans ist es DAS Thema, dennoch ist es überraschend, dass Online-Spiele neben so fundamentalen Dingen wie Gesundheit und Ausbildung zu finden sind.

Einige große Konzerne, wie das „MGM Mirage" oder „Harrah´s Entertainment", sind seit mehr als einem Jahr bestrebt Internet-Gambling in den USA wieder legal zu machen. Bevor aber eine Legalisierung aber zur Diskussion kommt, muss noch die Frage geklärt werden wie denn Internetfirmen, die aus dem Ausland operieren, reguliert werden können.

Den in Amerika ansässigen Firmen ist klar, dass ohne ein passendes Konzept, in naher Zukunft keine Schritte in Richtung Legalisierung seitens der Regierung unternommen werden.

Umso mehr kommt da die bevorstehende Präsidentschaftswahl gelegen, denn das gibt die Möglichkeit den Kandidaten auf den Zahn zu fühlen, wie sie dem Thema „Online-Gambling" gegenüber eingestellt sind. Man darf nicht vergessen, dass die Gambling-Industrie in Amerika Milliarden-Konzerne sind und Wahlkämpfe viel Geld kosten… auch wenn offiziell wahrscheinlich keine Kooperationen bekanntgegeben würde, der Verdacht, dass hier lukrative Unterstützer zu finden wären, liegt dennoch nahe. Nicht umsonst war es die „Las Vegas Sun", die in ihrer Liste dezidiert „Online-Gambling" angeführt haben – das ist ein gegenseitiges Abtasten und Meinungsbilden.

Und so wären wir wieder beim eigentlichen Thema: Wer ist nun „für" Online-Gambling und wer „dagegen" oder wie stehen die Kandidaten überhaupt zu diesem Thema?

Der Außenseiter John Edwards bezieht klar GEGEN die Legalisierung von Online-Gambling Stellung. Seine Begründung: Er bezweifelt, dass sich dieser Markt in kontrollierbaren Bereichen bewegen kann.

Barack Obama meint, dass er im Prinzip nichts gegen Online-Gambling hätte, aber derzeit herrscht im Internet eine Art von „Wilder Westen" voller undurchschaubarer Aktivitäten. Auf WEN er sich damit genau bezieht sagt Obama nicht. Immerhin würde er eine unabhängige Studie zum Thema „Online-Gambling" unterstützen. Naja, das klingt wohl eher nach einer holen Wahlkampf-Floskel.

Hillary Clinton zeigt eine deutliche „pro" Tendenz. Für sie ist es wichtig, dass der amerikanische Markt international mithalten kann und sich nicht ausschließt. Ihrer Meinung nach ist es schon möglich den Internet-Markt zu regulieren bzw. durch entsprechende Gesetze unter Kontrolle zu halten. Ist das jetzt der Standpunkt „ich bin ja eh für alles offen"?

Das politische Parkett verzeiht keine Fehler, dadurch sind die Meinungen dieser drei wohl auch eher kurz und knapp. Dennoch ist aufgrund dieser Aussagen ablesbar wen die Glücksspiel-Lobby unterstützen würde.

Wie ernst solche Aussagen in einem Wahlkampf zu nehmen sind wissen wohl alle, die über eine Wahlberechtigung verfügen und sich mit dem politischen Leben auseinandersetzen. Zumindest wurden die Stellungnahmen abgedruckt, das gibt die Möglichkeit diese zu einem späteren Zeitpunkt zu zitieren… ob´s helfen wird, sei dahingestellt.

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