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Dave „Devilfish" Ulliott - Player Of The Year 2007!

Dave „Devilfish

Geliebt und gehasst – dieser Pokerpro polarisiert sehr. Nun wurde „Devilfish" nach der Wertung des Card-Player-Magazins Europas Spieler des Jahres 2007. Ausschlaggebend für den Titel war der dritte Platz im WPT Doyle Brunson Classic im Dezember 2007.

So verdrängte er Chris Bjorin quasi auf den letzten Drücker vom Platz 1. Zuvor hatte der Schwede fast ein Jahr lang das Ranking mit beeindruckenden Ergebnissen dominiert.

Seine „Karriere" begann aber anders: Dave Ulliott wurde als Sohn von Stanley Ulliott, der als Fallschirmjäger im 2. Weltkrieg diente und dessen Frau Joyce (geborene Jefferson) am 1.4.1962 in Hull geboren. Mit seinen Eltern und seiner Schwester Janet, die später an Krebs starb, wuchs er in einer Siedlung der Arbeiterklasse auf. So hatte er in seiner Jugend und als Erwachsener eher anderes im Sinn - Bevor er Pokerprofi wurde, war Ulliot ein Teil der Huller Unterwelt. Er war kurzzeitig Mitglied einer Musikband und verließ im Alter von 15 Jahren die Schule ohne jegliche Ausbildung, um als Trophäenhersteller zu arbeiten. Nachdem er einen Buchmacher besucht hatte und die erste Wette mit der Auszahlung 50:1 gewonnen hatte, begann er mit den Pferdewetten. Schliesslich verlor er seine Anstellung, weil er einen ganzen Nachmittag auf der Pferderennbahn verbracht hatte. Im Alter von 19 Jahren geriet er auf seinem Heimweg in einen Kampf und wurde dabei verletzt. Nachdem er von einem Safeknacker-Team angeheuert wurde, wurde er von der Polizei gefasst und mehrere Gefängnisstrafen folgten.

Aber bereits in jungen Jahren spielte er mit seinen Eltern Poker. In den 1990ern lernte er Gary Whitaker kennen und verbuchte bald die ersten finanziellen Erfolge. Es wird berichtet, dass Ulliott bei privaten Spielen oft ein Gewehr mitnahm um die Gegenspieler einzuschüchtern. Am Pokertisch ist der Brite bekannt dafür, orange Sonnenbrillen und Schlagringe zu tragen, auf denen die Worte Devil und Fish eingraviert sind.

1993 gewann Ulliott zum ersten Mal Geld beim Pokern, 1996 erspielte er sich innerhalb von zwei Wochen 100.000 Pfund Preisgeld, was ihn dazu veranlasste zum ersten Mal nach Las Vegas zu gehen. Nun gilt er als der beste europäische Omaha Hold'em-Spieler. Bei zwei WSOP-Turnieren musste er sich nur Burt Boutin geschlagen geben. Bis dato gewann er etwa $4.500.000 - bei offiziellen Pokerturnieren.

Bei der WSOP 1997 verlor er in kurzer Zeit $200.000 und weitere $20.000, die er sich nach seinen Verlusten ausgeborgt hatte. Er kratzte weitere $2.000 zusammen um in der Variante Pot Limit Texas Hold'em zu spielen. Er kam bis ins Heads up gegen seinen Landsmann Chris Truby. Bei der letzten Hand ging er mit einem Flush- und Open-Ended-Straight-Draw All in. Ulliott gewann mit einer Straight auf dem River und erhielt dadurch $180.310 und sein erstes Bracelet! In der weiteren Folge des Turniers nahm er auch an diversen Cash Games teil, so dass er am Ende über $700.000 Gewinn verbuchen konnte. Bei einem Turnier der World Poker Tour in Tunica konnte er sich gegen ein Teilnehmerfeld von 160 Spieler durchsetzen und ein Preisgeld von fast $600.000 gewinnen. Zweiter bei diesem Turnier wurde Phil Ivey. Ulliott nahm außerdem noch erfolgreich am Late Night Poker Event und an diversen kleineren Turnieren teil, wie etwa dem PartyPoker.com Football & Poker Legends Cup und dem Intercontinental Poker Championship.

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