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WSOP – Vorschau auf 2008 und die Gewinner der letzten 37 Jahre

WSOP – Vorschau auf 2008 und die Gewinner der letzten 37 Jahre 0001

Etwas mehr als ein halbes Jahr ist es schon wieder her, dass das größte Pokerturnier der Welt – die „World Series of Poker" – stattgefunden hat. Zum Jahreswechsel ist man gerne versucht Resumeés zu machen, wir wollen aber eine Vorausschau auf die kommende WSOP 2008 bieten und den Main-Event Gewinnern der letzten 37 Jahre die Ehre erweisen.

Die WSOP 2007 war eine echte logistische Herausforderung, denn noch nie hatten sich so viele Teilnehmer bei einem Main-Event angemeldet: 6.358 waren es schließlich die das Buy-In von $ 10.000,- bezahlt hatten. Aus dieser Erfahrung schöpft das Organisationsteam der WSOP nun neue Erkenntnisse und versucht diese in der Planung für die WSOP 2008 umzusetzen.

Gary Thompson, Pressesprecher der WSOP, kündigt nun Neuerungen an. Alle Turniere sollen kommendes Jahr innerhalb des Gebäudekomplexes des „Rio All-Suite" Casino Hotels stattfinden. Beim Main-Event wird dann das Convention-Center, das sich rund um das Rio befindet, in den Turnierbereich miteinbezogen. Es wird also kein Zelt mehr geben!

Und es wird wieder 55 Turnier-Events geben, aber die Vielfalt der gebotenen Poker-Varianten soll gesteigert werden. Auch die Buy-Ins werden insgesamt angehoben, der Main-Event bleibt aber mit $10.000,- in der gewohnten Höhe und wird nur vom $50.000,- H.O.R.S.E. Event überboten. Den Grund dafür erklärt Thompson so: „Es gab dieses Jahr einige Spieler die der Meinung waren, dass höhere Buy-Ins eine gute Vorbereitung für den Main-Event darstellen würden. Denn bei einem höheren Buy-In sei das Spiel wesentlich überlegter, der Wert eines strategischen Spiels würde somit steigen und der Glücksfaktor sinken."

Wie viele Events diese Erhöhung tatsächlich betreffen wird, ist noch nicht fixiert, klar ist jedoch dass es 2007 insgesamt 12 Events mit einem Buy-In von $5.000,- und zwei mit einem Buy-In von $10.000,- gegeben hat. Die Anzahl der Turniere ab $ 5.000,- und höher dürfte sich also für 2008 steigern. Abgesehen von den regulären Turnieren sind auch mehr Satellite-Events angedacht.

Tausende Spieler haben schon 2007 teilgenommen und es hätten noch mehr sein können, wenn nicht das leidige Platzproblem im Weg gewesen wäre. Das soll mit 2008 geändert werden und das Satellite-Angebot erweitert werden.

Ein wichtiger Faktor ist natürlich die Verpflegung, wer spielt schon gern mit leerem Magen? Auch hier gab es viel Feedback, das gesammelt wurde. So soll die Qualität und die Auswahl der Speisen verbessert werden.

Das Gedrängel der Zuschauer rund um die Tische, vor allem im Amazon Room, soll verringert werden. Thompson meint dazu: „Platz ist immer das Hauptproblem bei der WSOP - tausende Menschen auf engstem Raum. Das Feld der Spieler wird mit dem Fortlauf eines Turniers immer kleiner, die Anzahl der Zuschauer und das Medieninteresse wachsen aber. Aber der Bereich der Spieler wird Tisch um Tisch kleiner, so auch die Möglichkeit zu zusehen. Daher werden wir versuchen die Final Tables mehr zu separieren. Denn bisher waren Final-Tables, die gleichzeitig stattgefunden haben, räumlich immer nah beieinander. Dieses Jahr werden wir diese weiter auseinander platzieren, sodass mehr Raum geschaffen werden kann und nicht mehr so ein Gedränge herrscht."

Die Sponsorenrichtlinien bleiben im kommenden Jahr gleich wie auch 2007. Logos können bis zu 77cm² groß sein. Eine „.net" Endung wird nur dann akzeptiert, wenn sich das Unternehmen außerhalb der USA befindet, „.com" Endungen gelten also nur für US-amerikanische Firmen bzw. Anbieter.

Zuletzt gilt es noch zu erwähnen, dass auch die Bracelets einen neuen Look erhalten sollen – vielleicht weniger protzig?

Der Turnierplan für 2008 wurde bereits veröffentlicht, jetzt heißt es noch mal ein halbes Jahr warten bevor der/die Gewinner/in des Main-Events 2008 feststehen wird.

An dieser Stelle bietet sich dann doch ein kleiner Rückblick an, nämlich auf 37 Jahre Main-Event Gewinner der „World Series of Poker":

1970: Johnny Moss

In diesem Jahr fand die WSOP erstmals statt. Poker Legende Johnny Moss war also der erste Gewinner überhaupt.

1971: Johnny Moss

Im zweiten Jahr wurde bereits das Freezout Verfahren eingeführt. Und auch diesmal war es wieder Johnny Moss der sich den Titel geholt hatte – das Preisgeld war $30.000,-.

1972: Amarillo „Slim" Preston

Kaum ein anderer Pokerspieler hat diesem Spiel so viel Publicity gebracht, wie Amarillo „Slim" Preston. Obwohl er dreimal wegen krimineller Aktivitäten verurteilt wurde war er es, der aufgrund seines Sieges bei der WSOP, einige Male in der „Tonight Show" als Gast geladen war und noch in etlichen anderen bekannten TV-Shows der USA. Sein Preisgeld waren $80.000,-

1973: Puggy Pearson

In diesem Jahr wurde die WSOP erstmals auf Video aufgezeichnet. Pearson hatte $130.000,- gewonnen.

1974: Johnny Moss

Innerhalb von nur fünf Jahren hieß zum dritten Mal der Gewinner „Johnny Moss". Das Preisgeld hatte sich in dieser Zeit schon mehr als das fünffache erhöht: $160.000,-

1975: Brian „Sailor" Roberts

Mit einem Pocket-Pair 9 gelang Brian Roberts der Sieg gegen Bok Hooks, sein Preisgeld $ 210.000,-. Neben dem Pokern ist Roberts auch ein begnadeter Bridge Spieler. Den Spitznamen „Sailor" hat er noch von seinem Militärdienst bei der Navy aus dem Korea Krieg.

1976: Doyle Brunson

Wer kennt sie nicht, die legendäre „Doyle Brunson" Gewinner Hand? Richtig, es war 10/2, die Brunson das erste Mal bei der WSOP Glück brachte. Sein Preisgeld: $220.000,-

1977: Doyle Brunson

Und weil er im darauf folgenden Jahr gleich wieder mit 10/2 gewann ging diese Hand in die Pokergeschichte ein. Unglaublich aber wahr: das Board hat ihm wieder ein Full-House gebracht! Preisgeld: $340.000,-

1978: Bobby Baldwin

Neben Poker ist Baldwin auch ein sehr guter Billard Spieler. 1978 gewann er den Main-Event der WSOP mit einem Preisgeld von $210.000,-. Seit dem Jahr 2000 ist er der CEO des MGM Mirage Casino Hotels in Las Vegas.

1979: Hal Fowler

Statistisch und rein rechnerisch gesehen war es Glück, das Fowler 1979 den WSOP-Sieg bescherte. Denn mit 7/6 off-suit trat er gegen Bobby Hoff´s Paar Assen an. Am Turn brachte das Board Fowler die Nuts-Straße und den Sieg. Sein Preisgeld: $230.000,-

1980: Stu „The Kid" Ungar

Die Begegnung zwischen Stu Ungar und Doyle Brunson im Heads-up der WSOP 1980 gilt als eine der Spannendsten. Die finale Hand bringt Brunson am Flop zwei Paar Asse und Siebenen. Aber am Turn bekommt Ungar mit 5/4 seine Straße und gewinnt $385.000,- Preisgeld und den Titel.

1981: Stu „The Kid" Ungar

Und gleich ein Jahr darauf hieß der Gewinner wieder Stu Ungar. Neben Johnny Moss, Doyle Brunson und Johnny Chan hatte er die WSOP zweimal in Folge gewinnen können. Das Preisgeld: $375.000,-

1982: Jack Straus

Wäre es nicht wirklich passiert, man würde es kaum glauben: Straus war bereits All-In gegangen und wollte den Tisch gerade verlassen, als er bemerkte, dass noch ein $500 Chip übrig war. Da er das Wort „All-In" nicht gebraucht hatte, durfte er in der nächsten Runde diesen Chip setzen. Und siehe da, letztendlich hatte er damit den Main-Event der WSOP gewonnen! Sein Preisgeld: $520.000,-

1983: Tom McEvoy

Er war der erste Main-Event Gewinner, der sich sein Buy-In durch ein Satellite Turnier erspielt hatte. Das Preisgeld: $580.000,- Neben zahlreichen Poker Büchern schreibt er bis heute eine Kolumne im Card Player Magazine.

1984: Jack Keller

Der ehemalige Air Force Soldat bewies beim Main-Event 1984 viel Mut zum Risiko und wurde mit dem Titel und einem Preisgeld von $660.000,- belohnt.

1985: Bill Smith

TJ Cloutier ging in der letzten Hand mit A/3 All-In und Bill bezahlte. Das Board brachte 4/5/10/5/J und Smiths Pocket-Pair 3 war die „Winning Hand". Sein Preisgeld: $700.000,-

1986: Berry Johnston

Insgesamt schaffte es Johnston 26mal auf Final-Tables der WSOP und beendete 52 Partien im Prize-Ranking und davon waren 10 Partien Main-Events. Das Preisgeld: $570.000,-

1987: Johnny Chan

Er hat bis heute insgesamt 10 Bracelets bei der WSOP gewinnen können. 1987 gelang ihm sein erster Main-Event Sieg. In der letzten Hand ging Frank Henderson mit einen Paar 4 All-In und Chan bezahlte mit A/9. Der River brachte Chan die 9 und das höhere Paar – sein Preisgeld: $625.000,-

1988: Johnny Chan

Auch Johnny Chan gewann den WSOP Main-Event zweimal in Folge. Seine Gewinnerhand gilt als berühmt-berüchtigt. Denn Chan flopped eine Straße bis zur Dame und schafft es Erik Seidel so zu bluffen, dass dieser am Turn All-In geht obwohl er „nur" das Top-Pair in Händen hält. Das bringt Chan den Sieg und $700.000,- Preisgeld.

1989: Phil Hellmuth

Auch die „Poker Plage" also „Poker Brat" genannt. Warum? Weil er zu einem der erfolgreichsten, besten und hartnäckigsten Spieler zählt. 1989 war er mit nur 24 Jahren der bis dato jüngste WSOP Main-Event Gewinner und setzte sich im Heads-up gegen Johnny Chan durch. Schätzungen zufolge hat er bis heute knapp $10 Million Preisgeld kassiert. Als Main-Event Gewinner 1989 waren es $755.000 Gewinn.

1990: Mansour Matloubi

Der Waliser war der erste Europäer der den Main-Event der WSOP gewinnen konnte. Sein Preisgeld: $895.000,-

1991: Brad Daugherty

Russel Holt wollte Daugherty am Flop ausbluffen, aber der ließ sich nicht beirren und bezahlte. Sein Paar Buben brachte somit den Sieg. Sein Preisgeld durchbrach erstmals die „Schallmauer" von $1 Million!

1992: Hamid Dastmalchi

Der US-amerikanische Poker Pro iranischer Abstammung spielt heute nur mehr selten Poker, dennoch konnte er zwischen 1992 und 2005 rund $1,8 Millionen an Preisgeldern erspielen. Einen fetten Anteil daran hatte sicher sein Main-Event Sieg, denn da gewann er $1 Million.

1993: Jim Bechtel

Jim Bechtel ist nicht nur Pokerspieler sondern auch Baumwoll-Farmer. Ziemlich gegensätzliche Berufe, aber 1993 gewinnt er den Main-Event und bringt $1 Million Preisgeld nach Hause.

1994: Russ Hamilton

Der höhere Kicker war es, der Hamilton den Sieg brachte. Denn sowohl er als auch Hugh Vincent floppten ein Paar 8. Und wieder waren es $1 Million Preisgeld.

1995: Dan Harrington

Nicht nur, dass Dan Harrington ein Backgammon Spieler und Schach-Meister ist. Nein, vor seiner Poker Karriere war er Insolvenz-Anwalt. Eine gute Basis als Pokerspieler und seine $1 Million Preisgeld als WSOP Gewinner wusste er sicher gut anzulegen.

1996: Huck Seed

Er ist ein schweigsamer Zeitgenosse am Pokertisch, doch mit knapp 2 Metern ist er zumindest stehend nicht zu übersehen. Ob ihm das 1996 geholfen hat? Wie auch immer, auch er konnte $1 Million Gewinn mit nach Hause nehmen.

1997: Stu „The Kid" Ungar

16 Jahre nach seinem zweiten Main-Event Sieg holte sich Ungar das dritte Mal den Titel. Er selbst beschrieb es als eines seiner denkwürdigsten Turniere. In der letzten Hand war im jedenfalls das Glück hold, denn erst am River bekam er seine Straße. Sein Preisgeld: $1 Million

1998: Thuan „Scotty" Nguyen

„That´s poker baby" – das sagt Nguyen gerne nach einem Bad-Beat. Aber in der finalen Hand des Main-Events 1998 war er es, der der glückliche Gewinner war. Denn am Board lag mit 8/9/9/8/8 ein Full House, aber Nguyen hatte die 9 und somit das höhere Full. Das Preisgeld: $1 Million

1999: Noel Furlong

Eigentlich war Furlong bereits vor seinem Sieg bei der WSOP ein Millionär, denn der Teppich Hersteller betreibt ein lukratives Unternehmen in Irland. Mit seinem gefloppten Full-House in der letzten gespielten Hand wurde er um eine weitere Million reicher.

2000: Chris „Jesus" Ferguson

Schon im zarten Alter von 10 Jahren war er schon vom Kartenspiel angetan. Seit 2005 gehört er zum Team von „Full Tilt Poker". Im Jahr 2000 gewann er beim Main-Event $1,5 Millionen und zählt man seine Preisgelder bis zum Jahr 2007 zusammen dann sind das bereits satte $6 Millionen!

2001: Carlos „El Matador" Mortensen

So wie schon bei Ferguson, ein Jahr zuvor, war die 9 am River die entscheidende Karte der letzten Hand. Dewey Tomko hatte ein Pocket-Paar Asse und als der Flop J/10/3 brachte ging er All-In. Mortensen hatte K/Q und hatte sowohl ein Flush-Draw als auch ein offenes Flush-Straight-Draw – er bezahlte Tomkos All-In. Letztendlich reichte die 9 am River zur „normalen" Straße und dem Sieg. Sein Preisgeld: $1,5 Millionen.

2002: Robert Varkonyi

Vor seiner Poker-Karriere war Varkonyi ein New Yorker Investment Banker. Und trotzdem war die letzte Hand dieses WSOP Main-Event Turniers sehr riskant, denn die Odds waren nicht auf Varkonyis Seite, und doch ging er gegen Julian Gardner als Gewinner hervor. Er gewann $2 Millionen.

2003: Chris Moneymaker

Er ist wohl einer der bekanntesten WSOP Main-Event Gewinner. Denn seine Story bezeichnet das Clicheé vom "Tellerwäscher zum Millionär". Mit einem Buy-In von nur $39 Buy-In bei einem WSOP Satellite auf Pokerstars.com qualifizierte er sich für den Main-Event und dann gewann er dieses Turnier auch noch! Sein Preisgeld: $2,5 Millionen. Spätestens dieser Erfolg läutete den Weltweiten Siegeszug von Poker ein, denn die mediale Berichterstattung war enorm und machte Poker unglaublich populär.

2004: Greg „Fossilman" Raymer

Auch er hatte sich auf Pokerstars.com online für die WSOP qualifiziert. Seine Gewinnerhand war ein Paar 8. Sein Heads-up Gegner David Williams hatte A/4. Das Board brachte dreimal die 2 und somit konnte Raymer sein Full House komplettieren und sich den Sieg sichern. Nur ein Jahr nach Moneymakers Sieg gewann er ein Preisgeld von $5 Million – ein Indikator für den enormen Image-Schub, den das Pokerspiel in nur einem Jahr erfahren hatte.

2005: Joe Hachem

„Down Under" hieß das Gewinnerland beim Sieg von Joe Hachem. Er konnte sich gegen mehr als 5.500 Teilnehmer durchsetzen. Und obwohl seine Pocket Karten in der letzten Hand mit 7c/3s seine sehr schlecht Ausgangsbasis bildeten hatte er mit einer gefloppten Straße einen Top-Hit und den Sieg in der Tasche. Sein Preisgeld: $7,5 Millionen!

2006: Jamie Gold

Bereits an Tag 4 des Events war er der Chip-Leader und diese Position schenkte er bis zuletzt nicht mehr her. Der Fernsehproduzent hatte erst 2005 das Pokerspiel von Johnny Chan gelernt, den er bei einer TV-Aufzeichnung kennen gelernt hatte. Der dürfte ein guter Lehrer gewesen sein, denn nur ein Jahr später war Jamie Gold der WSOP Main-Event Gewinner 2006 und um $6 Millionen reicher.

2007: Jerry Yang

Der Psychologe scheint sein Spiel gefunden zu haben, denn nach nur 2 Jahren Poker-Studium wurde er zum aktuellen WSOP Champion. In der letzten Hand, im Heads-up gegen Tuan Lam, hatte er Pocket Pair 8 - Lam A/Q. Der River brachte Yang die Straße und den Sieg. Sein Preisgeld: $8.250.000,- 10% seines Gewinns spendete er an karitative Organisationen.

Wer wird sich wohl 2008 als WSOP Main-Event Gewinner/in in diese Liste reihen?

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