Skandal in Australien: Poker-Superuser betrog Absolute Poker!

Poker Maus

Absolute Poker gab in einer Pressemitteilung zu, dass ein Mitarbeiter über einen längeren Zeitraum Spieler betrogen hat. Der angerichtete Schaden beläuft sich angeblich auf etwa 800.000 US-Dollar.

Mehr als 40 Tage lang konnte der Angestellte die Karten seiner Gegner in einem Zusatzfenster beim Pokern einsehen. Das war durch ein Softwareupdate erst möglich geworden. Mit mehreren Spielkonten zockte er seine Gegner auf den Tischen mit sehr hohem Einsatz konstant ab. Nachdem der Skandal durch Hinweise aus der Spielerszene aufgedeckt wurde, konnten mindestens sechs Betrugskonten nachgewiesen und auch sofort gesperrt werden. Die gespielten Partien wurden rekonstruiert und man zahlte mit Zinsen bereits fast 1,6 Millionen US-Dollar an die Opfer zurück.

Allerdings wird auch erklärt, dass es gar keinen "Superuser"-Account (der Holecards sehen kann) gibt oder gegeben hat! Dabei wurden die Superaccounts aber genannt: „potripper", "graycat", "steamroller", "doubledrag", "payup", "supercard55" und "romnaldo".

Joe Norton, Eigentümer von Tokwiro Enterprises ENRG, welche 100% an Absolute Poker hält meinte dazu: "Auf unseren vorläufigen Befunden basierend scheint es, dass die Integrität unseres Pokersystems von einem von AP beschäftigten hochrangigen Berater gefährdet wurde, deren Position ihm außergewöhnlichen Zugang zu bestimmten Sicherheitssystemen gab."

Jetzt macht man sich Sorgen über die Integrität der Pokerportale. Die Gaming Associates wurde im November beauftragt, die Sicherheitslücke zu untersuchen. Damit hatte der Angestellte angeblich seit August 2007 die Möglichkeit, viel Geld zu abzuräumen. Die Angelegenheit ist sehr heikel und deswegen hat der Betreiber des Pokerportales selbst die Revision in Auftrag gegeben. Die vermutete Gaunerei wurde ja schon vor Monaten von einer Gruppe von Spielern in Online-Diskussionsforum „Two Plus Two" angesprochen!

"Diese vorgeschlagene Untersuchung macht uns aus einigen Gründen Sorgen!" meinte Mason Malmuth, Sprecher von Two Plus Two. "Entsprechend einer Pressemitteilung von Absolute Poker finanziert das Pokerportal die Untersuchung ja direkt und mit keinem Dritten, um angeblich die Objektivität sicherzustellen. „Die Gaming Associates, eine australische Gesellschaft, die in erster Linie auf Antigua und Barbados firmiert, darf nicht dasselbe Gewicht und dieselbe Zuverlässigkeit haben, wie unsere US-Anwaltskanzleien!", meinte Mason Malmuth weiter. Anfang des Monats ist der Verlag ja von einem Vetreter von Absolut Poker besucht worden, der wollte, dass TWO PLUS TWO eine Erklärung freigab, die das Vorgehen von Absolut Poker unterstützte. Malmuth antwortete mit einem Betrugsuntersuchungsvorschlag, in welchem der Verlag als ein unvoreingenommener Schiedsrichter zwischen Absolute Poker und den Ermittlern wirken soll. Das Angebot wurde aber abgelehnt! Malmuth meinte auf ITnews.com.au dazu: „Wir sind im Grunde genommen der einzige Beteiligte, der in dieser Angelegenheit als unvoreingenommen betrachtet werden kann. So würde alles, was in unserem Namen veröffentlicht wird, viel Glaubwürdigkeit haben. Wir meinen, dass dieses Problem größer ist als angenommen! Die ganze Pokerindustrie steht mit dieser Untersuchung vor einem großen Dilemma, und dieser Vorfall tut ihr nicht gut. Absolute Poker hat uns aber gesagt, dass sie kein Interesse an unserem Vorschlag haben."

Inzwischen jedoch hat die Online-Pokergemeinschaft ihre eigene Version der Sache. Mit Fingern wird bereits auf den Mitbegründer Scott Tom und den angeblichen Betrüger, Alan „AJ" Green gezeigt. Des Weiteren gibt es Beschuldigungen wegen Drogenmißbrauch und sogar Bedrohungen gegen Toms Familie.

Es bleibt abzuwarten, ob dieser Skandal eine permanente Narbe bei Online-Poker hinterläßt. Zählt hier ja besonders das Vertrauen zwischen Spielern und den Pokerportalen.

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