Schweden und Österreich planen Kooperation für neues Online-Poker-Portal

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Die „Svenska Spel" konnte im Herbst eine provisorische Verlängerung für das Betreiben von Online-Poker Räumen erreichen. Jetzt will sie mit den österreichischen Lotterien ein neues Poker Portal aufbauen. Das „schmeckt" den schwedischen Behörden gar nicht.

Laut einem Artikel in der österreichischen Tageszeitung „Der Standard" planen die österreichischen Lotterien ab Frühjahr 2008 ein neues Online-Poker-Portal. Damit dieses Vorhaben auch gelingt will man sich professionelle Unterstützung holen. Mit der schwedischen „Svenska Spel" scheint der ideale Partner gefunden zu sein. Doch die Regierung von Schweden sieht das bei weitem nicht so. Denn in Schweden herrscht ein staatliches Glücksspiel-Monopol. Die „Svenska Spel" hat nur bis zum Frühjahr 2008 die vorübergehende Genehmigung für das Betreiben von Online-Poker erhalten. Bis dahin sollen die Voraussetzungen der gesamten Internet-Poker-Tätigkeiten des schwedischen Staatsmonopols erneut geprüft werden. Eine Verlängerung für die „Svenska Spel" ist also nicht obligat.

Die österreichischen Lotterien streben derzeit einen Deal mit „Svenska Spel" an. Ursprünglich war eine Kooperation zwischen Schweden und der Software Firma „Boss Media" geplant. Dem hat die schwedische Regierung aber einen Riegel vor geschoben. Die Pläne wurden daher etwas abgeändert und so soll es „nur" zu einer Zurverfügungstellung der Software kommen und einer Gewinnbeteiligung. Genau diese Gewinnbeteilung stellt aber immer noch ein Problem für die schwedische Regierung dar. Denn ohne ein „Veto" würde Schweden in der Verteidigung seines Monopols gegenüber der Europäischen Union eher schlecht da stehen. Denn wie auch andere Glücksspielmonopol-Länder steht auch Schweden in der Kritik der EU. Weil dadurch das freie Wettbewerbsrecht eingeschränkt wird und es gegen die Handels- und Gewerberichtlinien der EU verstößt. Würde nun Schweden eine Gewinnbeteiligung der „Svenska Spel" an einem österreichisch geführten Online-Poker-Portal ohne Kritik zulassen, würde das den Argumentationsspielraum in der EU einschränken. Laut einer APA (Austrian Press Agency) Aussendung meint der Unterstaatssekretär für Finanzen, Per Jansson, dazu: „Wenn sie den Österreichern mit einer Interface-Lösung helfen, dann ist das vollkommen in Ordnung. Ich würde es aber als sehr unglücklich ansehen, wenn unser Spiele-Unternehmen eine direkte Gewinnbeteiligung fordert. Wir müssen ja eine gewisse Glaubwürdigkeit der schwedischen Glücksspielpolitik aufbauen." Naja, vielleicht ist „aufbauen" in diesem Fall nicht das richtige Wort? Viel eher würde wahrscheinlich „erhalten" in besser passen.

Mit einer Gewinnbeteiligung der „Svenska Spel" an dem Online-Poker-Portal der österreichischen Lotterien wäre in weiterer Folge der schwedischen Regierung auch die Kontrolle im Bezug auf die Einnahmen entzogen. Das stößt dem Fiskus natürlich bitter auf… Schon dieses Jahr gab es eine Absage bei einer geplanten Expansion in Litauen. Seis drum, die „Svenska Spel" ist Litauen trotzdem in anderer Form aktiv geworden und hat Bingo-Hallen und Internet-Cafés übernommen. Ob mit dieser Strategie die Verlängerung für den Betrieb von Online-Poker in Schweden halten kann?

Es bleibt abzuwarten wie sich das Geschäft mit Österreich in den nächsten Monaten entwickeln wird.

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