Full Tilt Poker disqualifiziert Gewinner von $ 1 Million!

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Wieder einmal herrschen schwere Zeiten für die Online-Variante des beliebten Pokerspieles. Durch nicht konforme US/EU-Gesetze schon genug gebeutelt, erlebt die Glücks- bzw. Geschicklichkeitsspiel-Branche einen neuen Skandal.

Wir erinnern uns: Beim PokerStars WCOOP wurde der Sieger des Main Events nachträglich disqualifiziert, da er gegen die Geschäftsbedingungen von PokerStars verstoßen hatte. Aus Datenschutzrechtlichen Gründen wurde nicht bestätigt, wie es dazu kam. Aber Gerüchten zufolge hatte der Engländer Mark Teltscher, Runner-up bei den EPT Barcelona Open im September, unter fünf verschiedenen Nicknames gespielt. Darunter eben auch mit dem Gewinneraccount „TheV0id", der offiziell seiner Schwester gehört.

Nun passierte bei Full Tilt Poker ein ähnlich gelagerter Fall. Bei einem $1.000.000 Guaranteed im Oktober 2007 soll angeblich nicht der Sieger Chris „BluffMagCV" Vaughn mit seinem Account gespielt haben. Genauer gesagt übernahm der Spieler, als er aus dem Turnier ausgeschieden war, den Account eines anderen Teilnehmers, der sich noch im Turnier befand. Dies verstoße laut Full Tilt gegen die Turnierregeln. Sören Kongsgaard, der als einer der Teilnehmer am Final Table zu seinem Leidwesen die Internetverbindung verlor und dadurch Zweiter geworden war erhielt dann wie die anderen Spieler eine Email von Full Tilt Poker, die ihn auf den „Betrugsversuch" des Gewinners hinwies und ihm somit Sieg und die Gewinnsumme zusprach. Alle Plazierungen wurden um einen Platz nach oben geschoben und die Spieler erhielten die korrekten Gewinnsummen überwiesen. Somit wurde klar, dass nur der Erstplatzierte „BluffMagCV" in den Betrugsfall verwickelt sein konnte. Full Tilt Poker sperrte daraufhin diesen Account.

Doch nur eine Woche später gewann dann aber der angeblich unkorrekte Spieler, der wie der Name schon sagt, für das Bluff Magazine arbeitet, mit dem Account „SlippyJacks" das Sunday Million bei PokerStars! Und hier wurden seitens PokerStars keine Abnormitäten festgestellt!

Jetzt stellen sich gleich mehrere Fragen: Wird in Zukunft erst nach langwierigen Überprüfungen der Accounts entschieden, wer ein Pokerturnier gewonnen hat? Es somit für Wochen unklar bleibt, ob die Plazierungen so passen? Wie kann man das überprüfen, da dies ja technisch gesehen nur durch IP-Logging festgestellt werden kann, ob wer „falsch" spielt. Das wiederum würde so aber auch nicht ganz funktionieren, da viele Spieler auch über Notebook pokern und vielleicht nicht immer über dieselbe IP in ein Spiel einsteigen. Full Tilt Poker stellte ja eine IP-Änderung beim WCOOP Event fest und entdeckte so den Regelverstoß. Und soll es eine „Blacklist" geben, über die Anbieter von Poker-Clients zugreifen können und dann die Namen sofort sperrt?

Diese Vorfälle fördern den Ruf des Online-Poker nicht, lösen unnötige Beschuldigungen und Diskussionen aus und sind maximal ein Fressen für die Gesetzgeber, die so immer wieder neue Gründe bekommen, diesen Sport und somit alle Spieler als unseriös abstempeln. Hoffen wir also, das dies nur Einzelfälle bleiben!

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