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Buch-Rezension: "Living on the Edge" von Michael Keiner

Buch-Rezension: "Living on the Edge" von Michael Keiner 0001

Spätestens seit dem nicht enden wollenden Poker Boom erscheinen Pokerbücher wie Sand am Meer. Die meisten beschäftigen sich mit Strategien und dienen als Ratgeber Lektüre. Michael Keiners "Living on the Edge" Pokerbuch ist da etwas anders konzipiert. Schon der Untertitel "Ein autobiografisches Poker-Lehrbuch" verrät dem/der Leser/in, dass es sich hier um einen persönlichen Zugang handelt. In 15 Kapiteln erzählt Keiner über sich selbst und wie er zum Pokerspiel kam.

Schon im ersten Kapitel wird klar, wie offen Michael Keiner über sein Leben schreibt, selbst Beziehungen werden nicht ausgespart. In kursiv geschriebenen Absätzen wird die erzählende Handlung unterbrochen um pokerstrategische Informationen einfließen zu lassen.

Zu Beginn des Buches widmet sich Keiner seiner Kindheit, dem Erwachen des sogenannten "Spieler" Gens. Seiner Meinung nach verfügen fast 50% der Menschen über dieses "Spieler" Gen. Das heißt, dass der Reiz Geld über ein Spiel zu gewinnen, doppelt so hoch ist wie es vielleicht für den Rest der Menschen gilt. Als wahrer Tausendsassa kommt Keiner über sein Medizinstudium zur Börse und verdient gutes Geld mit Spekulationen an der japanischen Börse, ist begeisterer Motorradrennfahrer, Drachenflieger und plastischer Chirurg mit Weitblick (als einer der Ersten hat er kosmetische Laser und Ultraschallgeräte erfolgreich entwickelt und angewandt). Es scheint so, dass alles was ungewöhnlich ist, mit Adrenalin verknüpft ist und Risikobereitschaft erfordert, Michael Keiner anzieht wie die Motte das Licht. Wobei so gut wie alle Dinge, die er in seinem Leben angepackt hat mit Erfolg gekrönt sind. Entweder ist Keiner auf der Sonnenseite geboren oder aber, und diese Variante ist wohl die wahrscheinlichste, er konzentriert sich in auf jene Dinge die er gerade machen will und ist fokussiert – egal um welche berufliche Sparte es sich auch handeln mag. Diese Charaktereigenschaft dürfte das Geheimnis seines Erfolges sein. Keine halben Sachen und was er nicht weiß,

eignet er sich im akribischen Selbststudium an. Diese Disziplin besitzen nur wenige Menschen.

Den ersten intensiven Kontakt mit dem Pokerspiel hat Michael Keiner in Kalifornien, in einem verrauchten eher heruntergekommenen Casino ohne jeglichen Dress Code. Ein mehrwöchiger Bildungsaufenthalt in einem Laser-Institut war der Grund für seine Reise. Einem ungewöhnlich guten Lauf ist es zu verdanken, dass er, zurück in der Heimat, das Pokerspiel weiter verfolgt. In den 90er Jahren war vom Poker Boom noch keine Spur, die Gemeinde der Spieler war überschaubar und familiär. In den deutschen Spielbanken von Bad Homburg und Baden-Baden sammelte Keiner erste Erfahrungen – hauptsächlich Cash-Games. Schon früh lernte er die wichtigste Regel für lukrative Cash-Game Tische: hoher "WBQ" und hoher "FHF". "WBQ" steht für "Weichbirnenquotient" und "FHF" für Frischheitsfaktor (also hohe Liquidität). Beim Lesen dieser Erklärung wird mancher Leser/in schmunzeln, will sich doch niemand selbst in dieser Position sehen. Auch Michael Keiner nicht… daher versuchte er stetig sein Spiel zu verbessern. Hauptsächlich durch Beobachten und stundenlanges Grübeln. Erst nach und nach interessierte er sich auch für internationale Turniere. Und konnte seine Erfolge aufbauen bis hin zum Sponsor Vertrag mit 888.com. Diesen Vertrag konnte er dieses Jahr bereits verlängern.

Michael Keiner betont immer wieder die Risiken des Pokerspiels. Sein Buch ist kein reiner Lobgesang auf das Spiel. Anhand von Beispielen erklärt er das Prinzip der mathematischen Varianz und die Tücken der menschlichen Psyche. Wie gefährlich der Zustand von "on tilt" sein kann und dass das Gehirn über eine wundersame Zensur verfügt. Also Verluste gerne vergessen werden. Daher sollte auch jede/r Pokerspieler/in Buch über seine/ihre Gewinne und Verluste führen. Auch praktische Tips für den Aufenthalt bei Turnieren wie z.B. bei der WSOP sind in "Living on the Edge" enthalten. Besonderes Augenmerk legt Michael Keiner auch auf die soziale Kompetenz der Spieler und wie wichtig ein gutes Benehmen am Tisch ist – auch wenn es generell in der Praxis bei hitzigen Partien oft anders zugeht. Dennoch sollte der Humor nicht verloren gehen und jeder die Disziplin zur Selbstanalyse besitzen – so Keiners Credo. Er zeigt Haltung und Respekt, sogar bei herben Niederlagen.

Mit "Living on the Edge" wird ziemlich klar wie weit der Weg zum Poker-Pro wirklich ist. Jahrelanges Spiel, Erfahrung und ständige Weiterentwicklung der eigenen Spielerqualitäten machen eine/n erfolgreiche/n Spieler/in aus. Denn besonders durch die vielen Online-Qualifikationen erscheint es fast so als ob jede/r über Nacht, durch ein gewonnenes Satellite, zum Poker-Pro avancieren könnte. Mehr als zwei Kapitel widmet Michael Keiner dem Online Poker, geht auf alle Vorteile, Nachteile, Tücken und Unterschiede ein. Und wieder wird über praktische Beispiele aus Keiners Leben auf die verschiedenen Spiel-Situationen eingegangen.

Durch das Einfließen von Pokertheorie in eine autobiografische Geschichte ist "Living on the Edge" sehr flüssig zu lesen. Alle Ratschläge und Tipps sind gut dosiert, sodass nie der Eindruck einer Belehrung entsteht. Ein ideales Buch für alle Pokerbegeisterten, denen reine Fachbücher zu holprig sind.

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