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Laak-Eslami Team besiegt "Polaris" im Menschen gegen Maschine Match

Laak-Eslami Team besiegt "Polaris" im Menschen gegen Maschine Match 0001

In unserem Artikel vom 21. Juni haben wir euch bereits das „Wunder-Ding" Polaris vorgestellt. Jetzt am 23. und 24. Juni wurde das Match der Titanen ausgetragen – Mensch gegen Maschine. Wie diese ungewöhnliche Match zustande kam und wie Polaris funktioniert, könnt ihr in unserem Artikel „Kampf der Titanen oder Mensch gegen Maschine" nachlesen.

Die Poker-Profis Phil „Der Unabomber" Laak und Alis Eslami sind gegen Polaris angetreten und haben Polaris besiegt. Es war das erste „Mensch gegen Maschine" Poker-Match. Dieses 2-Tage Turnier, in 4 Runden aufgeteilt, hat bei der jährlichen „Artificial Intelligence" Konferenz in Vancouver, Canada stattgefunden. Am Montag lag Polaris noch in Führung, obwohl die Führung nur knapp war. Jedoch am Dienstag konnten, in beiden Tagesrunden, Laak und Eslami den Ausgang für sich entscheiden.

Polaris wurde an der Universität Alberta in der Abteilung „Computer Poker Research Group" (CPRG) entwickelt. Diese beschäftigen sich mit künstlicher Intelligenz bei Computerprogrammen. Der Leiter der Gruppe ist Jonathan Schaeffer.

Wir hatten die Möglichkeit am Dienstag Nachmittag mit Prof. Schaeffer zu sprechen, gerade wie die 3. Runde sich dem Ende zuneigte. Wir haben Schaeffer gefragt was denn der Ausgang dieses Matchs für die CPRG bedeuten würde.

„Wenn wir verlieren sollten, werden wir erst einmal unser Wunden lecken um uns dann wird an die Weiterentwicklung zu machen, um eine noch bessere Technologie zu entwickeln. Wenn wir gewinnen sollten, dann werden wir ebenfalls den Spielablauf analysieren um nachvollziehen zu können was passiert ist. Und auch wenn Laak und Eslami gewinnen, ist das doch eine Ausnahmesituation für die Spieler, mit relativ wenig gespielten Händen. Unter normalen Umständen würden die Spieler viel effektiver gegen das Programm spielen können", meint Schaeffer.

Natürlich haben wir Schaeffer auch auf die Panikmache im Bezug auf Poker-Bots angesprochen, seine Meinung dazu ist: „Ich möchte hier unterstreichen, dass wir hier nicht Online Poker spielen. Keine Software von uns ist fähig Online Poker auf irgendeiner Seite zu spielen." Er fügt noch hinzu, dass sie auch gar nicht das Ziel haben Software für den Online Bereich zu entwickeln. (Wer immer noch verunsichert ist, sollte vielleicht unseren ersten Artikel zum Thema lesen: „Die große Angst vor Poker-Bots").

Eigentlich wird hier für der Weiterentwicklung der künstlichen Intelligenz (AI) gearbeitet und Poker bietet hier ein interessantes Untersuchungsgebiet. Es ist ein ertragreiches Spiel im Bezug auf das Studium einer Spielweise und bezieht sich auch auf reale Probleme, mit denen AI-Computer in der Welt umzugehen haben, wie z.B. alles was unvorhergesehen oder nicht kalkulierbar/berechenbar passiert.

Das Match

Jede Runde war aus 500 Händen zusammengesetzt, gespielt wurde Limit Holdem, die Blinds waren $5/$10 und $10/$20. Die erste Runde wurde am Montag den 23. Juli zu Mittag begonnen. Eslami konnte sich erstmal mit Polaris ein wenig anfreunden, bevor das Spiel auf eine Videowand projiziert wurde, sodass die Besucher der Konferenz es mitverfolgen konnten. Zeitgleich saß Laak ganz für sich im Hyatt Regency Hotel, klarerweise waren für alle (Laak, Eslami, Polaris) nur die Community Cards zu sehen. Laak und Eslami spielten jeweils die selben Karten gegen Polaris, daher war auch die örtliche Trennung der beiden wichtig.

Eslamis Eröffnungsspiel war von ups und downs geprägt. Ungefähr in der Hälfte der ersten Runde war Eslami $800 vorne, bis seine Führung nach den nächsten hundert Händen zu schwinden begann. Durch einen letzten aufwärts Trend konnte Eslami dann doch mit $398 Vorsprung die erste Runde abschließen. Währenddessen musste Laak einen miserablen Start gegen Polaris einbüßen. Bevor überhaupt die ersten 200 Hände gespielt waren lag er schon $ 1,500 hinten! Im Vergleich der beiden Spieler war es interessant zu beobachten, dass Eslami, obwohl er die selben Karten spielte, nur fast halb soviel verlor wie Laak. Dennoch konnte sich Laak am Ende der Runde wieder etwas hochpushen und endete, nach 500 gespielten Händen, mit einem Rückstand von $465.

Wenn man nun beide Runden zusammengezählt hätte, dann wäre der Vorsprung von Polaris nur hauchdünn gewesen, nämlich $70 – also nur sieben kleine Limit-Einsätze. Vor dem Spiel wurde aber vereinbart, dass nur dann ein Sieger feststeht, wenn mindestens 25 kleine Limit Einsätze ($250) Führung vorhanden sind – bei wem auch immer, ob nun Mensch oder Maschine. Wenn das nicht erreicht wird, dann gibt es keinen Sieger, weil die statistische Schwankungsbreite zu gering wäre. In diesem Fall war der Ausgang nach Punkten 0:0, also unentschieden. Der Mensch und Maschine lagen noch ziemlich gleich auf.

Am Montagabend wurde die zweite Runde begonnen. Diesmal war es Laak, der im öffentlichen Raum spielen musste und Eslami im Hotelzimmer. Diesmal waren es ziemlich viele Zuschauer, fast 100 Schaulustige hatten sich eingefunden, auch Laaks Freundin, die Schauspielerin Jennifer Tilly. Die Kommentare von Laak brachten einige Lacher, immer wieder sagte er „Polaris is sick".

Diesmal, vielleicht gestärkt durch das Publikum, startet Laak stark in die Runde.

Die Hand Nr.198 war besonders spannend. Laak hatte 9s/10s als Pocket Cards am Big Blind, Polaris bekam Qd/10h. Polaris spielt ein raise, Laak bezahlt, der Flop bringt 9d/10c/5h. Diesmal checken beide. Der Turn zeigt 8c. Laak setzt, nur um von Polaris ein raise zu bekommen. Natürlich bezahlt Laak. Der River bringt dann noch 2s und Laak macht ein check-call zu Polaris und erhält den Pot mit $80. Ganz kontinuierlich konnte Laak sein Spiel so fortsetzen und konnte seine Führung mit $1,560 letzendlich ausbauen.

Leider erging es Eslami, mit den selben Karten wie Laak, weniger gut. Polaris konnte mit 95,5 kleinen Einsätzen (also $995) einen knappen Sieg erzielen. Somit, Laak und Eslami zusammengezählt, war der Punktestand nach zwei Runden Polaris 1 und Laak-Eslami 0.

Vor dem Spiel am Dienstag bekamen Laak und Eslami Spielanalysen des Vortages. Diesmal begann Laak die dritte Runde im für die Öffentlichkeit zugänglichen Raum. Nach 250 gespielten Händen war sein Vorteil nur knappe $30. Nach der 425. Hand stand es aber schon sehr gut, Laak hatte sich $1,800 erspielt. Er gewann mit $1,415, und war natürlich sehr gespannt auf das Ergebnis seines Kollegen Eslami, der im Hotelzimmer die selbe Session spielte. Endlich kam das Ergebnis, Eslami hatte nur $635 verloren – in Summe (Laak+Eslami) beendeten beide die dritte Runde mit einem Plus von $820, also 82 kleine Einsätze. Somit hatte das Team „Mensch" erstmal eine Runde gegen Polaris gewonnen, dafür gab es ein Preisgeld von $5,000. Punktestand nach drei Runden: Polaris 1, Laak-Eslami 1

Die letzten 500 Hände (die 4. Spielrunde) war somit wirklich spannend geworden. Wer würde das Match für sich entscheiden? Vor dem Spiel gab es wieder eine Strategie Besprechung, Laak meinte vor dem Spiel noch: „Es ist so heftig, ich hatte noch nie so ein Wirr-Warr in meinem Kopf, vor einem Pokerspiel."

Eslami war es, der sich im öffentlichen Raum hinsetzte und Laak ging wieder in sein Hotelzimmer. Der Start war für Eslami richtig gut, sein Drilling 9 schlug ein Paar Bube von Polaris. Hundert gespielte Hände später rutschte er aber wieder auf ein Defizit von $255. Während seines Spiel erklärte er dem Publikum immer wieder seine Strategie und wie schwierig es sei gegen so einen unerbittlichen Gegner zu spielen. Der lange Atem schien sich auszuzahlen, denn nach 325 Händen hatte er wieder ein Plus von $895. Diese Führung ließ sich Eslami bis zum Schluss nicht mehr nehmen und beendete die 4. Runde mit $460 vor Polaris. Laak kam nur wenig später aus seinem Zimmer und berichtet, dass auch er mit einem Vorsprung von $110 das Spiel beenden konnte. Zusammen hatten sie also eine Führung von $570 angehäuft, somit 57 kleine Einsätze. Das bedeutet Sieg Nr. 2 für das Team "Mensch". Der Endstand: Laak-Eslami 2 zu Polaris 1. Somit konnten sich die menschlichen Spieler nochmal $5,000 Preisgeld sichern. Die Maschine musste sich dem menschlichen Intellekt beugen…

Die Forschungen gehen weiter

Objektiv betrachtet ist der Vorsprung nach insgesamt 4,000 gespielten Händen mit $365 bzw. 36,5 kleinen Einsätzen aber eher gering. Eslami meinte sogar: „Das war ja eigentlich kein Sieg in dem Sinn." Trotz alle dem gibt dieses Match Schaeffer und der CPRG die Möglichkeit eine Fülle von neuen Informationen zu analysieren.

Erst letzte Woche wurde bekannt, dass schon an einem neuen Programm getüftelt wird. Nach über 20 Jahren Forschung soll diese nun wirklich unschlagbar sein und immer den beste Action spielen. Wir haben Schaeffer gefragt ob er denn vor hat Poker zu „lösen", also mathematisch zu entschlüsseln: „Naja, in 5 bis 10 Jahren kann ein Heads-up Holdem Limit Spiel in all seinen Facetten gelöst sein. Wir werden weiter dran arbeiten, denn Poker macht einfach Spass."

Der Live-Blog, mit allen Händen, aller 4 Runden ist auch auf der Webpage der Universität von Alberta zu finden:

http://www.cs.ualberta.ca/~games/poker/man-machine/Live/Day1Session1/

http://www.cs.ualberta.ca/~games/poker/man-machine/Live/Day1Session2/

http://www.cs.ualberta.ca/~games/poker/man-machine/Live/Day2Session1/

http://www.cs.ualberta.ca/~games/poker/man-machine/Live/Day2Session2/

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