Interview mit dem internationalen Turnierdirektor Thomas Lamatsch Teil 2

Interview mit dem internationalen Turnierdirektor Thomas Lamatsch Teil 2 0001

In meinem letzten Interview hat mir Katja Thater folgendes gesagt:
„…denn beim Pokern geht nichts, aber auch gar nichts strikt nach Plan oder gar Lehrbuch. Alles kann falsch und im nächsten Moment total richtig sein. Gerade gestern habe ich mit Greg Raymer zu Abend gegessen und er sagte auch, es gibt einfach Entscheidungen, mit denen man sich auf einem Drahtseil bewegt. Geht es gut, heißt es: "Klasse gespielt", geht's daneben: "Was ist denn das für ein Idiot"."
Wenn man in Strategie-Foren liest wissen da auch oft viele besser wie ein Blatt gespielt gehört hätte oder nicht. Was ist denn deine Strategie beim Spielen? Und ist es überhaupt möglich das zu pauschalieren?

Die Strategie unterliegt so vielen Faktoren und Einflüssen, wie Gegner, Chipstack, Position, Spielverlauf, Tagesverfassung, etc…

Im Fernsehen sieht man oft nur Zusammenfassungen von ausgewählten Händen, aber warum zahlt jemand mit einer schlechten Hand plötzlich oder blufft?

Vielleicht weiß er einfach mehr als wir. Beim letzten Turnier spielte ich 3h lang mit einem sehr schlechten Spieler am Tisch. Der Tisch wurde aufgelöst und 5h später waren wir beide wieder am selben Tisch. Er selbst bestätigte mir, dass er viel Glück gehabt hatte. Ich hatte gegenüber den anderen Mitspielern eine wichtige Information und callte diesen Spieler in einem Pot mit einem Paar 7, obwohl ich normalerweise und gegen viele andere Gegner gepasst hätte. Würde diese Hand im TV übertragen, würde der Kommentator wahrscheinlich sagen: „Unglaublicher Fehler hier zu bezahlen, aber Thomas hat Glück gehabt und gewinnt den großen Pot."

Resümee: Jeder Profi hat die Basics im Kopf, aber die Kunst liegt darin, in wichtigen Momenten das Richtige zu machen, obwohl das Lehrbuch was anderes vorgeschrieben hätte.

Beim „World Poker Congress" 2006 hast du einen Vortrag zum Thema „Poker Management Systems" gehalten. Um welche Neuerungen ging es in diesem Vortrag?

Prinzipiell ging es nicht nur um Neuerungen, sondern viel mehr um das gesamte Management eines Pokerrooms. Marketing, Angebot und Personal waren die drei Abschnitte über die ich den Vortrag hielt.

Und da das „Concord Card Casino" immer wieder innovativ arbeitet, wurden mir dazu viele Fragen gestellt: z.B. Affiliate Systeme für Live Casinos, Mischmaschinen, tägliche Turniere (Rentabilität deren), 24h Business,…

Es war einfach toll vor lauter Fachleuten zu sprechen und da Bruno Fetoussi aus Frankreich nicht gekommen war, wurde ich, vom Zuhörersessel direkt, gebeten einen weiteren Vortrag zu halten. Diesmal über Kundenbetreuung.

Was sind deine Ziele mit deiner Firma „European Poker Consulting" bzw. was ist deine persönliche Note in deiner Arbeit? Durch was zeichnet sich diese aus?

Mein Ziel ist es ein Netzwerk aufzubauen und viele Casinos in Europa unter Vertrag zu haben, das heißt regelmäßige Nachschulungen für das Personal, Regel Updates, Turnierleitungen. Aber leider glauben die meisten Betreiber sie können alles selbst machen, daher sind die Vorstellungen der eigenen Croupiers meistens katastrophal. Warum dealen wohl so viele österreichische Dealer die internationalen Events, wie die EPT, EPM in Italien, in den TV Shows,…?

Ich glaube meine persönliche Note ist meine Offenheit, mein Charme und Witz und meine Korrektheit. Ich versuche nicht arrogant zu werden und alle, die mich kennen, wissen auch das ich nicht überheblich bin, sondern nur mit viel Selbstvertrauen ausgestattet. Denn ohne dieses würde man im Pokersumpf sofort untergehen.

Welche Turniere wirst du in den nächsten Monaten organisieren/leiten?

Am 31.5. bin ich wieder bei Stefan Raab, der TV Total pokerstars.de Nacht, danach die österreichische Pokertour07 von 28.6. bis 1.7. - der 3.Event in Niederösterreich. Davor noch das Turnier des italienischen Pokerverbandes von 13.6. bis 17.6. in San Remo, Italien. Danach wird es im Sommer so richtig stressig, da bin ich für bwin in Deutschland unterwegs, eine neue, tolle TV Poker Sendung wird produziert.

Und mit ein bisschen Glück, erscheint im Herbst die bwin Pokerschool, für die ich hauptverantwortlich sein werde.

Welche Turniere sollte man als Spieler/in in den nächsten Wochen nicht auslassen?

Ich bin auf jeden Fall beim Austrian Masters 2007, dem Mainevent No Limit Hold'em mit € 2.000,- BuyIn, dabei, denn das ist für mich ja ein Heimmatch, auf das ich mich schon sehr freue.

Pflichttermin für alle Profis ist natürlich die WSOP in Las Vegas, da ist für jeden etwas dabei und wem $ 10.000,- zuviel sind, gibt es dort auch Unmengen an Qualifiers mit wenig BuyIn.

Sonst ist es, auf Grund der WSOP, eher ruhig in Europa. Ein super Turnier, auf Grund der Location, ist das Turnier in Velden am Wörthersee!!

Tolle Atmosphäre, super Stimmung und das Apres Poker ist … <img border="0" src="/i/xsmiles/laimingas.gif" alt="Happy" />

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