Die "Tournament Directors Association" oder Welche Neuerungen wurden 2007 beschlossen

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Die "Tournament Directors Association", kurz TDA, ist eine non-profit Organisation, bestehend aus vier Aufsichtsräten und hunderten Mitgliedern weltweit. Ihr Ziel ist es mit den vereinbarten TDA Regeln grundlegende Standards und Maßnahmen schriftlich festzuhalten, die einen positiven Einfluss auf die Poker Industrie haben sollen. Also Richtlinien, die den Turnierablauf weltweit regeln und Entscheidungsmaßnahmen, betreffend Spielablauf oder Spielsituationen, klar definieren.

2001 wurde die TDA von Matt Savage, David Lamb, Linda Johnson und Jan Fisher gegründet, sie bilden bis heute den Aufsichtsrat. Beim jährlichen Treffen wird die Diskussion mit allen Mitgliedern gesucht um weitere Themen zu besprechen und die TDA Regeln zu verfeinern. Dieses Jahr nahmen 116 Vertreter des Poker Business an der Konferenz in Las Vegas Teil.

Thomas Lamatsch hat für PokerNews die Erweiterungen des diesjährigen Treffens zusammengefasst:

Floorman: Das Floorpersonal ist angehalten, im besten Interesse des Spiels, mit Fairness als oberster Priorität, zu entscheiden. Bei gewissen Umständen kann es dazu führen, dass technische Regeln „ignoriert" werden und im Sinn der Fairness entschieden wird. Die Entscheidung der Turnierleitung ist endgültig.

Chip-Race: Bei steigenden Blinds ist es bei Pokerturnieren üblich die Chips mit geringem Wert, die nicht mehr gebraucht werden, umzutauschen. Daher werden sie in höherwertige Chips umgetauscht. Dabei kann es vorkommen, dass nicht alle Chips umgetauscht werden können, also Chips übrig bleiben. Daher wird gerundet – liegt der Wert an der Obergrenze wird aufgerundet, ansonsten wird abgerundet. Die TDA sieht nun vor, dass das Chip Race immer beim 1. Platz beginnt. Ein Spieler kann durch einen Chip Race nicht aus dem Turnier ausscheiden. Ein Spieler, der alle seine Chips durch das Chip Race verlieren würde (also eigentlich abgerundet werden müsste), bekommt einen Chip des niedrigsten Nennwertes um weiterspielen zu können.

Odd Chips = Nicht teilbarer Jeton: Den, bei Splitpots, nicht teilbaren Jeton, erhält immer der Platz links vom Dealerbutton. Bei allen Studvarianten erhält den Jeton die höchste Karte, gereiht nach der Farbe ( Pik, Herz, Karo und Treff). Bei allen High/Low Varianten geht der Jeton zu High.

Side Pots: Bei einer Teilung des Pots, wird jeder Side Pot sofort separat geteilt und nicht zusammengefügt und nach dem Spiel geteilt.

Calling „Clock" oder „Time": Ist bereits einige Zeit verstrichen und es wird „Clock" verlangt, so erhält der Spieler eine Minute Zeit um seine Entscheidung zu treffen. Hat er nach Ablauf dieser Zeit noch keine Entscheidung getroffen, erfolgt ein Countdown von 10 Sekunden. Erfolgt noch immer keine Aktion, wird die Hand für „Tod" erklärt.

Dead Button: Durch das Ausscheiden eines Spielers kann es passieren, dass der Button nicht weitergeht und zweimal bzw. dreimal an der selben Position bleibt. Hier die Beispiele:

1.)Wenn der Spieler am Small Blind ausscheidet und der Platz nicht nach besetzt wird, geht der Button auf den leeren Platz, des ausgeschiedenen Small Blind Spieler. Der Spieler, der vorher am Big Blind war, setzt nun das Small Blind und der Spieler zu seiner linken muss das Big Blind bringen. Da der Button nun auf einem leeren Platz steht ist quasi der Spieler der eigentlich Vorher in der Button Position war, nun ebenfalls in der letzten Spielposition. Auch wenn er nicht direkt am Button sitzt.

2.)Wenn beide Blind Spieler ausscheiden und deren Plätze nicht nach besetzt werden, dann bleibt der Button für drei gespielte Runden quasi beim selben Spieler. Zuerst ist alles wie im Punkt 1.) – wie oberhalb beschrieben. Dann geht der Button zum zweiten freien Platz und die zwei Spieler, die links neben dem Button sitzen, posten ganz normal Small und Big Blind.

Penalities und Disqualifikation: Ein Penalty (Zeitstrafe) KANN ausgesprochen werden, wenn ein Spieler die Karten öffnet oder herzeigt, obwohl es noch Aktion(en) gibt, oder ein<img border="0" src="/i/xsmiles/mail.gif" alt="Letter" /> Karte(n) vom Tisch wirft oder gegen die „Ein Spieler pro Hand" Regel verstößt. Ein Penalty MUSS ausgesprochen werden bei „softplay", bei Falschspiel, schlechtem Benehmen, Fehlverhalten oder ähnlichen. Es obliegt der Turnierleitung die Höhe der Penalty festzulegen. Von einer Button-Runde bis zu einer Disqualifikation!! Für die Dauer der Penalty hat der betroffene Spieler den Tisch zu verlassen. Bei einer Disqualifikation werden die Chips eingezogen.

Am Sitzplatz: Ein Spieler muss, sobald alle Spieler ihre Karten erhalten haben, am Tisch sein, ansonsten wird die Hand für „Tod" erklärt. Um „time" zu rufen, muss ein Spieler am Tisch sein. In Flopspielen, wird die Hand des Big Blinds für „Tod" erklärt, wenn der Spieler vor dem Flop nicht am Tisch ist, um eine Aktion zu setzen. In den Stud-Varianten wird das „Forced Bet" sofort für „Tod" erklärt, wenn der Spieler nicht am Tisch ist. (Forced Bet wird gesetzt und die Hand vernichtet)

Öffnen der Karten bei All-In: Alle Karten, die sich noch im Spiel befinden, müssen geöffnet werden, sobald ein Spieler All-In ist und keine weitere Spielaktion mehr möglich ist.

Raise: Wenn ein Spieler ein 50%iges Raise oder mehr im Bezug auf den vorherig gesetzten Betrag macht, dieser Betrag aber weniger als das Minimum Raise ausmacht, wird ein volles Raise verlangt. Das Raise muss also mindestens jenen Betrag erreichen, der im jeweiligen Spiel erlaubt ist. Bei No-Limit oder Pot-Limit Spielen gilt ein All-In Bet, der weniger als das volle Raise ist, nicht für das nochmalige das Setzen eines Spielers, der bereits gesetzt hatte.

Oversized Chip: Ein einzelner „oversized" Jeton gilt, ohne dass ein Raise annonciert wurde, als Call. Nach dem Flop gilt der oversized chip beim Anspiel entsprechend seiner Wertigkeit. Annonciert ein Spieler ein Raise und setzt einen oversized chip, gilt, bei allen No-Limit und Potlimit Spielen, der höchst mögliche Betrag, maximal bis zu der Wertigkeit des Jetons. Das Raise muss immer annonciert werden, bevor der Jeton den Tisch berührt.

Verhalten: Spieler sind verpflichtet auf das Spiel und die Mitspieler Rücksicht zu nehmen, ob sie nun in der Hand sind, oder nicht. Folgende Punkte sind nicht erlaubt:

1.) Informationen über aktive oder gepasste Karten

2.) Spielanalysen solange noch eine Aktion möglich ist

3.) Über eine Hand zu sprechen vor dem Showdown

4.) Nur ein Spieler pro Hand ist zulässig

Sitzverteilung: Turnier- und Satellitenplätze werden den Spielern per Zufall zugewiesen.

Copyright © 2007 by Thomas Lamatsch

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Morgen können Sie den 2.Teil der TDA Rules bei PokerNews lesen.

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