Die Psychology der Chiptricks

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Warum machen Spieler Chiptricks? Die einfache Antwort wäre: weil ihnen langweilig ist. Unsere Hände beschäftigen sich gerne mit Bleistift oder Kugelschreiber, um sich die Zeit zu vertreiben. Aber es gibt auch eine andere Seite der Chiptricks (im Englischen chip flourish genannt).

Der erste Hinweis, dass man schon einige Zeit am Tisch verbrachte, ist die Art, wie man setzt. Wenn man 20 Chips ohne hinzuschauen blitzschnell in 4 Stapel á 5 Chips aufreiht, wissen die Gegner, dass man kein absoluter Anfänger ist.

Genau dieser Aspekt führt zu einer psychologischen Interpretation. Welche Gründe gibt es, außer Langeweile, Chiptricks am Tisch zu zeigen? In welchen Situationen wäre es unangebracht sein Können zu demonstrieren?

1.Einschüchterung: Wenn man schon lange genug dabei ist, um locker zwei Zehnertürme mit einer Hand aufzustapeln, so hat man genug Erfahrung, um einen Gegner einzuschüchtern, der sich einschüchtern lässt. Fragt man einen Profispieler, warum er seinen ersten Chiptrick lernte, so wird er zugeben, dass es wegen der Glaubwürdigkeit am Tisch war.

2. Tableimage: Jeder Spieler hat ein Tableimage, ob man dies möchte oder nicht. Die Gegner reagieren auf dieses Image und passen ihr Spiel entsprechend an. Wie reagieren Sie auf Gegner, die beim Versuch fünf Chips zu setzten, sämtliche Chipstapel des Nachbarn umwerfen?

3. Anti-Stress-Therapie: Viele Studien haben bewiesen, dass wiederholte und unbewusste Bewegungen und Aktionen vom Stress ablenken. Aus diesem Grund spielen wir mit unseren Haaren, kauen Kaugummi oder kratzen uns am Kopf, wenn wir auf eine Frage keine Antwort wissen.

4. Tells verbergen: Sicherlich baut man bei Chiptricks Stress ab. Wenn man aber wiederholt immer nur eine Bewegung ausführt, kann ein Spieler auch unbewusste Tells unterdrücken. Man konzentriert sich auf einen Gedanken und lässt alles andere außen vor. In diesem Fall konzentriert man sich auf eine Aufgabe: den Chiptrick. Somit ist es auch unwahrscheinlicher einen physischen Tell von sich preiszugeben. Man sollte aber nicht einen Trick zeigen, wenn man blufft und einen anderen Trick, wenn man die Nuts hält.

5.Respekt und Beachtung von Dealer und Casinopersonal: Einiger der besten Chipmagier begannen ihre Karriere als Dealer. Der sichere und gekonnte Umgang mit Chips ist ein Zeichen, dass man den Tisch gut unter Kontrolle hat. Somit werden anderen Croupiers / Ex-Croupiers oft unbewusst mehr Respekt entgegengebracht. Dieser Vorteil kann sich bei knappen Entscheidung durchaus auszahlen.

6. Die Konzentration bewahren: Dies müssen Sie selber ausprobieren. Einigen Profis hilft es sich auf die Situation zu konzentrieren, wenn sie vor einer großen Turnierentscheidung ein paar Minuten mit den Chips spielen. Andere denken die Chiptricks würden ihre Konzentration stören. Jeder muss für sich entscheiden, zu welcher Gruppe man gehört. Wichtig ist aber wieder, dass man nicht mit Chiptricks anfängt, wenn man eine gute Hand hat und bei Bluffs die Chips liegen lässt.

7. Es sieht gut aus!: Das tut es wirklich. Wenn man aber darüber nachdenkt; wollen Sie wie ein Profi aussehen? Manchmal bekommt der ungeschickte Neuling mehr Geld in den Pot als der souveräne Casinostammgast. Gelegentlich ist das Auftreten als Anfänger das bestmögliche Image an einem bestimmten Tisch. Der Umgang mit den Chips ist eine gute Möglichkeit die Wahrnehmung der Gegner, bezüglich dem eigenen Können, zu manipulieren.

Poker ist ein psychologisches Spiel. Die Chips und der Umgang damit, gehören ebenso dazu.

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