Exklusiv für Pokernews – Interview mit Thomas Lamatsch Teil I

Exklusiv für Pokernews – Interview mit Thomas Lamatsch Teil I 0001

Vor kurzem haben wir euch Thomas Lamatsch vorgestellt, der ab sofort in unserem Forum, in der Kategorie „Pokerturniere", Fragen bezüglich des internationalen Regelwerks bei Turnieren, im Off- und Online Bereich, beantwortet.

Dabei wurde auch das nun folgende Interview angekündigt – VOÍLA – hier ist es!

Deinem Lebenslauf entnehmend, bist du über den Sport zum Pokern gekommen. Wie kam es dazu?

Mein ganzes Leben schon interessiere ich mich für Spiel und Sport. Ich habe fast jede Sportart betrieben und übte mich auch schon in frühen Jahren in vielen Kartenspielen. Es dauerte nicht lange, bis ich um Geld Kartenspiele und Backgammon spielte, mit ausgeglichenen Ergebnissen.

Ich absolvierte auch einen Croupierkurs bei den Casinos Austria und war dort einer der besten, aber nach 3 Monaten wurde mir mitgeteilt, dass ich leider nicht für den Beruf eines Casinoangestellten geeignet sei. Im Nachhinein betrachtet muss ich mich dafür bedanken, sonst hätte ich nie das erreicht, was ich bisher geschafft habe.

Somit „riskierte" ich, vorerst als Nebenjob gedacht, die Laufbahn in einem Pokercasino, dem „Concord Card Casino" (CCC) in Wien. Und dort lernte ich erst die wirkliche Faszination Poker kennen. Poker ist Sport, Konzentration, Ausdauer, Training - das Duell Mann gegen Mann und das wichtigste im Poker und Sport: GEWINNEN!

Ich bin sehr ehrgeizig im Sport und versuche immer zu gewinnen, im Sport leichter als beim Poker.

Warum Poker?

Poker ist für mich das komplette Kartenspiel!

Taktik, Mathematik, Psychologie, Erinnerungsvermögen, jedes Spiel ist anders, da lernt man nie aus. Spielen um geringe Beiträge ist möglich oder um „Alles oder Nichts". All dies findet man in keinem anderen Kartenspiel.

Du hast dich mehr auf den organisatorischen Bereich im Poker Business verlagert. Warum?

Der Hauptgrund dafür ist, dass ich eine Familie habe und dadurch immer auf der sicheren Seite des Pokertisches stehen wollte. Klar ist, dass damit viel weniger zu verdienen ist, aber dafür habe ich ein regelmäßiges und geregeltes Einkommen. Außerdem liebe ich es Turniere zu leiten, zu moderieren und zu kommentieren. Und die Bandbreite und die Aufgabenbereiche im Poker Business sind sehr groß und vielfältig.

Mittlerweile hast du fast 20 Jahre Erfahrung im Pokern, welche Tipps würdest du Poker-Neulingen mit auf den Weg geben?

Das wichtigste ist auf seine Bankroll zu achten!! Spiel nie über deine finanziellen Möglichkeiten, denn sobald man finanziellen Druck verspürt, sollte man aufhören. Verliere nie den Spaß am Spiel und entwickle deinen eigenen Stil. Achte auf ein gesundes und stabiles Umfeld und stelle den Gedanken „Profi" zu werden weit hinten an.

Bei einem Interview hast du mal angegeben, wenn du einen Tag mit jemandem tauschen könntest, dass das Bill Gates wäre. Warum gerade er?

Er gehört nicht nur zu den reichsten und bekanntesten Menschen, sondern trägt auch eine enorme Verantwortung und Kreativität.

Ich würde einfach gerne diese Verantwortung, also die Leitung eines Unternehmen dieser Größe, für einen Tag übernehmen. Um zu sehen, wie ich mit diesem Druck umgehe.

In einem Blog schreibst du über deinen leider kurzen Auftritt bei der EPT in Kopenhagen, da hattest du ja wirklich Pech. Wie hoch schätzt du persönlich den „Glücksfaktor" im Pokern ein?

Bei mir ist dieser Faktor leider sehr gering! Zu mindest in den wichtigen Momenten, das heißt in wirklichen entscheidenden Pots oder bei großen Turnieren fehlte mir bisher das Glück und ganz ohne Glück kommt man nicht aus und gewinnt auch kein Turnier. Ein Beispiel war die 7 Card Stud EM, ich hatte nach 4 Karten 3 Könige und mein Gegner gewann mit einem Backdoor Flush. Vor der letzten Karte war ich noch 83% Favorit und noch dazu waren wir beide die Chipleader am Tisch. Das Resultat: Ich Fünfter, er Europameister und € 70.000,- mehr.

Daher lieber ein schwacher Spieler mit viel Glück, als ein starker ohne. ;-)

Was ist für dich das wichtigste Ziel in deinem Beruf/deiner Arbeit als internationaler Turnierdirektor?

Für meine Tätigkeit anerkannt und respektiert zu werden und dadurch die größten internationalen Turniere zu leiten!! Mein persönlicher „Traum" ist es eine einzigartige Pokershow für das TV zu moderieren!!

In verschiedensten Online-Foren gibt es immer wieder hitzige Diskussionen über Sinn- und Unsinn von Promi-Poker Veranstaltungen, wie zur „TV-TOTAL Pokerstars.de Nacht" oder wie vor kurzem auf „ATV". Wie siehst du das? Was ist deine Meinung dazu?

Für die Pokerszene sind diese Events extrem wichtig und notwendig. Je mehr Prominente Karten in die Hand nehmen, desto besser wird das Image des Pokers. Auch für die rechtliche Situation rund ums Pokern ist dies wichtig. Man beachte: „Bisher gab es 5 Promi-Poker Turniere, 4x gewann der Online Qualifikant, einmal wurde er Zweiter!!!!" Braucht man noch mehr Beweise, dass Poker KEIN Glücksspiel ist?

Über die Konzepte der Shows kann man diskutieren, auch ich bin nicht immer glücklich damit, aber „The Show must go on"!

Bleiben Sie dran, morgen wird der 2.Teil dieses Interviews auf unserer Seite zu lesen sein!

Ed note: Melden Sie sich bei Betfair Poker an und profitieren Sie von unserem speziellen PokerNews Bonus auf Ihre erste Einzahlung in Höhe von $1000.

MEHR ARTIKEL

Kommentare

Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste!

Was denken Sie?
Registrieren Sie sich um einen Kommentar zu hinterlassen oder loggen Sie sich mit Facebook ein