Die Eröffnung des größten europäischen Cardrooms

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Das „Poker Royal" Card-Casino in Wiener Neustadt (Österreich) öffnete am Samstag (28. April 07) offiziell seine Pforten. Es ist mit knapp 2400m² und mit bis zu 90 Tischen Kapazität eines der größten Card-Casinos von Europa. Regulär stehen 60 Spieltische zur Verfügung, aber bei Bedarf kann der Raum noch zusätzlich erweitert werden um auf weiter 30 Tische aufzustocken. Geöffnet ist 24 Stunden, 365 Tage im Jahr bzw. 366 Tage. Ein großer personeller Aufwand um diese Größe eines Card-Casinos in Schwung zu halten.

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Ein Casino fällt und steht mit der Mannschaft, mit den Dealern, sind sie gut ist das Card-Casino gut, sind sie schlecht wirkt sich das drastisch auf die Besucherzahlen aus. Natürlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Die ersten 3-5 Wochen braucht ein/e neue/r Dealer/in um die Routine zu bekommen. Ca. 75% der Dealer/innen im „Poker Royal" wurden gewissenhaft von Herrn Zangerl innerbetrieblich ausgebildet. Probeläufe gab es schon mit der „Poker Tour 07" im Gasometer oder auch den Pre-Opening Turnieren, die seit 24. April im „Poker Royal" bereits stattgefunden haben.

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Beim Opening haben sich hauptsächlich Spieler aus dem „Concord Card Casino" eingefunden, man will sich ja ansehen was es Neues gibt. Aber auch ein paar Wiener Neustädter wagten an Übungstischen ein Spielchen. Ab 17 Uhr starteten die Cash-Game Tische, gespielt wurde an diesem Abend alles – Holdem, Stud und Omaha. Die Gastronomie hatte schwer zu tun, Wartezeiten mussten in Kauf genommen werden. Es wird sicher noch ein paar Wochen brauchen, bis sich das Team im wahrsten Sinne des Wortes eingespielt hat.

Wir wollten aber mehr wissen, hinter die Kulissen blicken, daher stand uns Floorman Christian Gorz Rede und Antwort:

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Jetzt in der Eröffnungsphase wird die Auslastung sehr gut sein, aber wie realistisch schätzen sie die Möglichkeiten für die Zukunft ein, ein so großes Casino dauerhaft zu bespielen?

Das Team glaubt fest an den Erfolg, sonst hätte sich niemand von uns darauf eingelassen. Wir sind vom Konzept des „Poker Royal" Casinos überzeugt.

Welche Aktionen oder Events sind geplant, damit sie die nötige Auslastung erreichen?

Wir bieten täglich Turniere an, auch fixe Events sind geplant. Der Turnierplan für die nächsten zwei Wochen steht schon fest und unser Turniermanager Gerald Riener ist schon in Vorbereitung für die nächsten Wochen, er hat internationale Erfahrung, war schon in Monte Carlo und San Remo, hat die besten Kontakte. Wir wollen auch international mit großen Turnieren punkten. Natürlich bewerben wir zusätzlich unser Card-Casino und die örtliche Lage ist in einem guten Einzugsgebiet. Am 6. Mai ist bereits ein großes Turnier. Mit einem Buy-in von € 50,- und einer Entry-Fee von € 8,-, gewährleisten wir € 40.000,- garantiertes Preisgeld, unabhängig von der Teilnehmerzahl.

Wie viele Karten-Dealer haben sie momentan im Team?

Momentan haben wir 75 Dealer im Team, das wechselt aber. Im Ganzen sind wir 120 Angestellte.

Wer hat denn dieses riesen Projekt finanziert, wer steht hinter dem Team von „Poker-Royal"?

Der Österreicher Helmut Strohmaier hat als Privatinvestor an dieses Projekt geglaubt, obwohl er aus der Wirtschaft kommt und noch nichts mit dem Poker-Business zu tun hatte. Er ist der Financier von „Poker Royal". Innerbetrieblich mischt er sich aber nicht ein, Kurt Haindl ist unser Geschäftführer und wir, sein Team, organisieren gemeinsam den Betrieb und den Ablauf.

Warum erlebt Poker in den letzten eineinhalb Jahren einen solchen Hype? Wie kann „Poker Royal" davon profitieren?

In vielen Fernsehsendern wird Poker übertragen, permanent Turniere oder auch bei Stefan Raab, dadurch entsteht dieser Boom und auch wir können dadurch profitieren. Und dieser Trend wird sicher noch größer werden.

In einem Interview meint Kurt Haindl, dass er besonders die Jugend ansprechen möchte. Wie verantwortungsvoll gehen sie mit Gästen um, für einen kontrollierten Umgang mit dem Spiel?

Wir planen und machen eine Pokerschule, wo jeder teilnehmen kann. Und schauen natürlich darauf, dass Anfänger nicht gleich auf High-Limit Tischen spielen, sondern auf kleinen Tischen mit niedrigen Limits – im Cent Bereich – beginnen. Damit der Unterhaltungswert gegeben ist und nicht das Geld im Mittelpunkt steht.

Was unterscheidet „Poker Royal" von bestehenden Card-Casinos? Denn diese werden immer wieder gerne in eine zwielichtige Ecke gedrängt, auch wenn es nicht unbedingt berechtigt ist, so ist das doch oft der gesellschaftliche Passus.

Durch unser Erscheinungsbild heben wir uns ab, auch durch die Kleidung oder Saalentscheidungen. Der Betrieb soll ohne Streitigkeiten reibungslos ablaufen und die Struktur klar und durchschaubar bleiben.

Haben sie auch Sicherheitsmaßnahmen zum Spielerschutz?

Sicherlich werden wir Spieler schützen und per Computererfassung auch entscheiden können, ob sich nicht der eine oder andere Spieler übernimmt. Keine Aufzeichnung im Detail, aber zumindest die Frequentierung soll erfasst sein um reagieren zu können.

Laut einem Artikel im „Kurier" prüft die Polizei noch die rechtliche Lage bezüglich des §168 Strafgesetzbuch – also auf illegales Glücksspiel. Obwohl der Gewerbeschein für das Card-Casino lautet: „erlaubte Kartenspiele ohne einen Bankhalter, bei denen der Spielerfolg nicht ausschließlich und überwiegend vom Zufall abhängig ist". Glauben sie ist das nur ein negativ Marketing von Neidern? Und letztendlich für sie ein positiver Effekt, weil man über „Poker Royal" spricht?

Stimmt, auch negative Werbung ist eine gute Werbung, die Leute reden drüber. Seit über zehn Jahren wird rechtlich verhandelt. Poker ist aber kein Glücksspiel, wenn es eines wäre würden nicht Fernsehsender so viele Übertragungen machen und andere Betriebe in Wien wären bereits geschlossen. Unser Geschäft wird hier in eine Schiene hineingedrängt, die nicht nachvollziehbar ist.

Peter Zanoni, Obmann der EPSA, ist der Wegbereiter der Card-Casinos in Österreich und er prozessiert seit Jahren. Meiner Meinung nach befindet er sich voll im Recht. Poker ist KEIN Glücksspiel. Das negative Image, das man uns zuteilt, in Punkto Glücksspiel, kommt rein aus der Monopolstellung der Casinos Austria – die wollen uns nicht.

Frauen sind immer noch eine Minderheit im Pokern, wenn, dann oft nur als Begleitung der Spieler, aber nicht selbst am Tisch. Gibt es da von ihrer Seite Ideen wie auch Frauen für diesen Sport begeistert werden können?

Wir haben schon über Ladies-Turniere nachgedacht und planen dazu bereits konkret. Also in absehbarer Zukunft wird es auch eine Ladies-Challange geben, wahrscheinlich Sonntag-Nachmittag.

Die Pläne des „Poker Royal" Teams klingen auf jeden Fall sehr motiviert und optimistisch. Einen Besuch ist das „Poker Royal" sicherlich wert, auch wenn am Eröffnungstag die Organisation noch nicht so rund gelaufen ist. Aber das ist entschuldbar. Denn trotz der Größe ist das Ambiente freundlich und die Mitarbeiter/innen bemüht. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg…

Wir werden weiter berichten und euch über News und Events am Laufenden halten.

Ed note: Möchten Sie der Poker Pro For A Year werden? Dann sollten Sie nicht länger zögern und sich noch heute über unseren speziellen Link bei Pacific Poker anmelden.

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